Android: Fünf Jahre Updates für alle Smartphones – ist das Googles große Chance für vollen Update-Einfluss?

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Rund um das Thema Android-Updates dürfte es in der nächsten Zeit große Veränderungen geben, die zum langersehnt Ziel schneller, zuverlässiger und auch langfristiger Updates führen sollen. In jüngster Zeit macht Google in puncto Updates keine gute Figur, doch die kommenden EU-Regularien könnten für das Unternehmen hinter Android eine große Chance sein, die Zügel wieder fest in die Hand zu nehmen.


android next generation

Wenn nichts unerwartetes geschieht, gelten in der EU spätestens ab Anfang 2025 neue Regeln für Android-Updates (auch für andere Plattformen, aber in diesem Artikel geht es nur um Android). Vorgesehen ist, dass alle Smartphone-Hersteller ihre Geräte fünf Jahre lang sowohl mit funktionellen Updates als auch mit Sicherheitsupdates versorgen müssen – und das innerhalb weniger Monate nach der Veröffentlichung durch den Hersteller. Alle Infos dazu findet ihr in diesem Artikel.

Stand Heute ist es so, dass Google als „Android-Hersteller“ sowohl auf Plattform-Seite als auch auf Smartphone-Seite keine gute Figur macht. Man hat es trotz zahlreicher Projekte bisher nicht geschafft, die Smartphone-Partner zu schnelleren und längeren Updates zu verpflichten. Auf der anderen Seite geht man als Pixel-Hersteller aber selbst auch nicht mit gutem Beispiel voran und hat sich von der Konkurrenz abhängen lassen. Mehr dazu in diesem Artikel.

Die kommende EU-Regelung wird für einen Neustart sorgen, denn ab 2025 müssen alle Hersteller fünf Jahre Updates bieten und somit werden alle auf dem gleichen Level sein. Es ist nicht zu erwarten, dass einige ausscheren und sechs oder gar sieben Jahre anbieten. Und wenn doch, wird es faktisch kaum Relevanz haben, denn wer nutzt sein Smartphone so lange? Die Regelung wird für eine Vereinheitlichung sorgen und Updates zur Selbstverständlichkeit machen.




Für die Hersteller ist das eine große Herausforderung und vielleicht sind knapp zwei Jahre Übergangszeit auch nicht genug. Zwar bieten die ersten Hersteller schon jetzt vier oder fünf Jahre Updates, aber auch bei Samsung und OnePlus sind das nur ausgewählte Modelle. Denn nicht nur Google und die Smartphone-Hersteller müssen an einem Strang ziehen, sondern auch die wichtigen Komponenten-Produzenten müssen ihre Gerätschaften dementsprechend lange unterstützen und mit Updates versorgen.

Das ist eine Mammut-Aufgabe, deren Bewältigung die Hersteller zurecht vor allem von Google erwarten werden. Dabei eröffnet sich für Google die große Chance, wieder mehr Kontrolle über Android zu übernehmen und vielleicht auch die Betriebssystem-Updates weitestgehend in die eigene Hand zu nehmen – ähnlich wie bei ChromeOS. Vor einigen Jahren hat man ein solches Konzept mit Android One ausprobiert, hat das aber nicht ernsthaft verfolgt. Jetzt könnte man dieses wieder ausgraben.

Google hat die Vorarbeiten für ein zentrales Android-Update in den letzten Jahren mit Hochdruck vorangetrieben und das Betriebssystem immer stärker modular aufgebaut. Mit zwei weiteren Jahren sowie einer mehr oder weniger erzwungenen Zusammenarbeit mit Herstellern und Komponenten-Lieferanten könnte man das Update-Konzept von Android völlig neu aufbauen. Bisher hat sich Google noch nicht zu den kommenden EU-Regeln geäußert, aber ich bin mir sicher, dass das spätestens mit Android 15 große Veränderungen bringen wird – denn erst mit dieser Version soll es verpflichtend wirksam werden.

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comment 6 Kommentare zum Thema "Android: Fünf Jahre Updates für alle Smartphones – ist das Googles große Chance für vollen Update-Einfluss?"

  • Guter Ansatz! Aber das wird zu Preissteigerungen führen. Billighandys unter 200€ wird es in der EU dann kaum noch geben, weil die Hardware auch nach 5 Jahren so viel Power haben muss, um wenigstens das Betriebssystem laufen lassen zu können.
    Übrigens hatte das iPhone 6s mit iOS 15 ordentlich zu kämpfen, aber es lief.

  • Das iPhone 6s ist mit IOS 9 erschienen und hat bis IOS 15 Updates beikommen ,6-7 Jahre also ,da muss sich Google
    noch ganz schön strecken,um da ranzukommen .👌😅

    Und auch jetzt bekommt es noch Sicherheitsrelevante Updates ,trotzdem es aus dem Support raus ist.

    • Ja, das 6s hat noch iOS 15 bekommen. Aber die Hardware war für die Software doch etwas unterdimensioniert. Ich habe das täglich gesehen. Bis vor ein paar Wochen habe ich das iPhone 6s im Auto als Navi verwendet.
      Nutzen konnte man es, Spaß hat es nicht mehr gemacht.

  • Naja ich nutze auch selbst noch ein iPhone 11 und bisher hat es keinerlei Probleme mit IOS 16.2 ,oder macht irgendwelche Anstalten.

    Vielleicht ist dein Akku auch schon zu schwach und der Prozessor wurde dadurch gedrosselt,um nicht die Hardware zu beschädigen?

    Schon mal daran gedacht ?

    Das könnte eine Ursache sein,da Apple ja diesen Schutzmechanismus eingebaut hat !!

  • Hat mit der Software und Hardware ehr sehr wenig zu tun ,meist liegt es daran das von Apples Seite aus ,die CPU gedrosselt wurde ,da der Akku es nicht mehr selbständig schafft ,konstant/kontinuierlich dein Gerät mit Strom zu versorgen !!

  • Apples A13 Bionic, hat auch noch nach gut drei Jahren, genug Power und überholt sogar im Geekbench 5 Benchmark 64Bit ,Single und Multi Core ,den lahmen Tensor G2 von Google, von diesen Jahr …Also bitte rede hier keinen Unsinn !!

    Quelle:https://www.cpu-monkey.com/de/compare_cpu-apple_a13_bionic-vs-google_tensor_g2

    Das einzige Problem was du hast, bist du selbst, der solch ein Gerät besitzt und nicht richtig kennt und scheinbar nicht weiß, damit umzugehen .👌

    Ob es dir natürlich Wert ist, dein doch schon älteres iPhone mit einem neuen Akku zu versorgen, das müsstest du für dich selbst entscheiden.

Kommentare sind geschlossen.