Android: Googles Designer bringen neue Oberflächen für Tablets und Foldables – sehen unterschiedlich aus

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Google hat nach langer Zeit der Abstinenz die Rückkehr in den Tablet-Market angekündigt und schon vor längerer Zeit damit begonnen, die Oberflächen der wichtigsten Apps für Tablets anzupassen. Mittlerweile hat dieses zögerliche Unterfangen an Fahrt aufgenommen, doch es klopft schon die nächste Geräteklasse an der Tür, für die die Oberflächen angepasst werden wollen. Die Rede ist von Foldables, die noch einmal ganz andere Anforderungen stellen.


foldable smartphone

Die meisten Apps und Webseiten sind auf Desktop und/oder Smartphone optimiert und alles dazwischen wird irgendwie von den beiden mitgenommen. Tablets sind seit jeher irgendwo dazwischen und wollen weder zur einen noch zur anderen Kategorie passen, aber die wenigsten haben ihre Oberflächen an Tablets angepasst – auch Google nicht. Dieses Versäumnis holt man jetzt nach und möchte bis Ende des Jahres mehr als 20 Designs anpassen.

In diesen Tagen haben bereits Google News und Google Play neue Oberflächen erhalten, die sich zwar an den Desktop richten, aber vermutlich auch mit dem Tablet im Hinterkopf umgebaut wurden. Bei der Tastatur-App Gboard hingegen ist man schon wieder eine Geräteklasse weiter und bastelt an einer eigenen Oberfläche für faltbare Smartphones. Wir haben euch schon vor einigen Tagen Googles Foldable-Tastatur gezeigt.

Durch diese beiden Anläufe wird deutlich, dass es gleich zwei neue Oberflächen für die mobilen Plattformen braucht. Sowohl für Tablets als auch für Foldables, die jeweils andere Ansprüche haben und nicht so einfach mit einer aufgepumpten Smartphone-Oberfläche versorgt werden können. Das dürfte so manches UI-Konzept vor Probleme stellen.




gboard split keyboard fold doppelte tasten

Die Anforderungen von Tablets dürften jedem klar sein: Eine möglichst praktische Ausnutzung der größeren Displays, natürlich optimiert auf Touch und ohne Rücksicht auf eine Ein-Hand-Bedienung. Bei Foldables kommt das große Problem dazu, dass die Displaygröße mehr oder weniger variabel ist. Der Nutzer beginnt auf dem kleinen Display, klappt das Gerät auf und möchte auf dem großen weiterarbeiten, ohne lange suchen zu müssen. Es muss eine Harmonie zwischen klein und groß herrschen, die dennoch die Platzverhältnisse besser ausnutzt. Denn der Nutzer hat nicht umsonst ausgeklappt.

Zusätzlich ergibt sich bei Foldables das Problem des Knicks. In der Mitte des Displays ist die Oberfläche möglicherweise nicht ganz eben, vielleicht ist das Display auch nicht vollständig aufgeklappt oder es gibt sonstige Probleme. An der Tastatur-App Gboard zeigt sich, dass man den Mittelstreifen ausgespart hat – und das sollten andere Apps mit wichtigen Bedienelementen in der Mitte des Displays ebenfalls tun. Gut möglich, dass es auch dafür in Zukunft Richtlinien aus dem Google Play-Universum geben wird.

Bisher spielen Foldables noch keine große Rolle und auch der Android Tablet-Markt hat noch sehr viel Luft nach oben, aber die Designs für diese beiden Geräteklassen könnten in den nächsten noch sehr bedeutend werden.

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