Android 12L: Bastlerprojekt bringt Googles neues Betriebssystem auf den Desktop – so wird es aussehen

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Google hat vor knapp zwei Wochen die finale Version von Android 12L veröffentlicht, die sich hauptsächlich an die Kategorie der Foldables und Tablets richtet, aber auch Chromebooks-Apps anvisiert. Schon sehr bald soll Android 12L auch auf dem Desktop starten, allerdings nicht offiziell, sondern in Form des Bastlerprojekts Bliss OS. Jetzt hat der Entwickler zahlreiche Screenshots veröffentlicht, wie das aussehen wird.


android 12l

Android hat es trotz mehrere Anläufe bisher noch nicht geschafft, sich auf dem Desktop zu etablieren. Zwar gab und gibt es mehrere Projekte in diese Richtung, aber nennenswert abgehoben ist noch keines davon. Das liegt natürlich auch daran, dass Android bisher hauptsächlich für Smartphones entwickelt wurde und selbst auf Tablets viele Jahre lang von Google stiefmütterlich behandelt wurde. Erst vor wenigen Wochen hat man die Devise „tablet first“ ausgegeben, an die bis vor kurzem noch gar nicht zu denken war.

Wir hatten also ein für große Displays nicht geeignetes Android, das dadurch von den externen Entwicklern stark angepasst werden musste und sich dann nicht mehr wirklich wie Android angefühlt hat. Jetzt hat Google selbst den Schritt getan, denn vom Tablet zum Desktop ist es in puncto Displaygröße nicht mehr weit und auch das Bedienkonzept geht dank der flexiblen Convertibles mit andockbarer Tastatur immer weiter in eine gemeinsame Richtung.

Daher hat sich nun der Entwickler von Bliss OS, Jon West, Android 12L vorgenommen und will es schon in Kürze unter dem Dach von Bliss für den Desktop veröffentlichen. Schon jetzt wurden einige Screenshots bei Twitter veröffentlicht, die sehr gut zeigen, dass Android 12L schon heute Fit für den Desktop wäre und diese Geräteklasse auch von Google unterstützt werden könnte.




android 12l desktop cover

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Das sieht doch schon sehr interessant aus. Größere Anpassungen gab es lediglich im Bereich der Taskleiste, aber auch nur in puncto Position des Menüs sowie der Darstellung. Grundsätzlich würde sich Android 12L schon heute für den Desktop eignen. Schlechter als ein älteres Android für Tablets ist es auf jeden Fall nicht. Der Entwickler kokettiert damit, dass das Projekt schneller auf dem Desktop der interessierten Nutzer als auf anderen Geräten landen wird. Das deckt sich gut mit meiner Einschätzung der fehlenden Geräte.

Ich denke nicht, dass Google echte Pläne dafür hat, Android auf den Desktop zu bringen. Zumindest nicht das Betriebssystem. Eine enge Verzahnung der Apps mit dem Desktop ist schon absehbar und auch das Zusammenspiel zwischen Android und einem Desktop-Betriebssystem wird man wohl erweitern. Man scheint aber eher darauf zu hoffen, dass Tablets den Desktop ablösen sollen – und das sogar sehr bald, sodass sich das Problem von selbst löst.

Und rund um die Desktopnutzer möchte man sich wohl nicht selbst Konkurrenz machen und Chrome OS kannibalisieren. Für Google wäre eine Symbiose aus Android-Smartphones, Android-Tablets und dem Chrome OS-Desktop natürlich die beste Variante. Ob die Nutzer mitspielen und in welche Richtung sich ein solcher Desktop-Anlauf von Android entwickelt, muss man abwarten.

» Android 12L ist da! Google startet neues Betriebssystem , für das es noch gar keine kompatiblen Geräte gibt

[AndroidPolice]


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