RIP Google Toolbar: Eines der ältesten und wichtigsten Google-Produkte wurde nun endgültig eingestellt

google 

Google hat im Laufe von zweieinhalb Jahrzehnten sehr viele Produkte erschaffen, von denen sich so manche längst überlebt haben und nicht mehr benötigt werden. Zu dieser Gruppe gehört mit Sicherheit die Google Toolbar die still und heimlich vor wenigen Tagen eingestellt wurde und tatsächlich nach wie vor im Microsoft Internet Explorer nutzbar ist. Tatsächlich kommt der Toolbar eine sehr wichtige Rolle in Googles Geschichte zu.


google toolbar cover

Es gab eine Zeit, in der zusätzliche Symbolleisten im Browser für viele Nutzer zum Standard gehörten und von vielen Webseiten angeboten wurden, die sich für entsprechend wichtig hielten. Das ging soweit, dass bei manchen Nutzern die Browser-Oberfläche im Extremfall mehr Platz einnehmen konnte als die eigentliche Webseite – heute dank Chrome und anderen Browsern undenkbar. Tatsächlich boten nur wenige Symbolleisten einen echten Mehrwert und diese wurden oftmals ungefragt installiert.

Die Google Toolbar gehörte zu diesen externen Symbolleisten und hatte zu Beginn vor allem das Ziel, die Google-Suche direkt in den Browser zu bringen. Schon damals war Google die weltweit größte Suchmaschine, aber längst nicht so extrem im Alltag der Menschen verankert, wie es heute der Fall ist. Die Google Toolbar dürfte einen sehr großen Anteil daran haben, dass die Menschen „Suchen im Internet“ einzig und allein mit dieser Suchmaschine verbunden haben.

Das sicherte nicht nur Googles Marktanteile, sondern man verdrängte auch sehr schnell alle anderen Suchleisten. Denn dank der Suchen-Buttons und Teilen-Buttons, die später dazustießen, konnten auch andere Webseiten durchsucht werden. Und so wurde die externe Google-Suchleiste fast wichtiger als die Adressleiste im Internet Explorer. Was heute die Google-Suchleiste auf dem Homescreen ist, war damals die Toolbar.




google toolbar ie 11

Wohl auch deswegen haben Firefox und Opera damit begonnen, eine zusätzliche feste Suchleiste in den Browser zu bringen. Ab diesem Punkt waren die Symbolleisten nur noch halb so viel wert und spätestens mit Google Chrome und der Zusammenlegung von Suchleiste und Adressleiste (die heute absoluter Standard ist) wurden diese Leisten nicht mehr benötigt. Tatsächlich wurde die Google Toolbar niemals offiziell für den Chrome-Browser angeboten, obwohl sie eine zeitlang für den IE und Firefox weiter gepflegt wurde.

Vor wenigen Tagen hat man der Google Toolbar ohne jegliche Ankündigung den Stecker gezogen. Das genaue Datum ist nicht bekannt, aber es muss in den letzten Wochen passiert sein, dass man den Download eingestellt hat. Das letzte Update fand im Jahr 2014 statt und ein interessanter Rückblick bei Ars Technica zeigt, wie sehr sich die Google Toolbar und ihre promoteten Inhalte überlebt haben. Viele Dienste sind nicht mehr verfügbar und auch Google+ war zum Schluss noch ein wichtiger Bestandteil.

Die Google Toolbar war ohne Frage ein wichtiger Baustein in der Geschichte des Unternehmens, der beim Aufbau der Dominanz half (was nicht ausschließlich positiv gesehen werden muss).

RIP Google Toolbar

»Android: Die Google Suchleiste wandert einmal über das Display – Experimente ohne echtes Ziel (Screenshots)

» Android & Windows 11: Google bringt den Play Store zu Windows – offizieller Start mit Google Play Games

[WinFuture]


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