Android: Google zieht Millionen älteren Smartphones den Stecker – alles was ihr wissen müsst (Mini-FAQ)

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Google wird aller Voraussicht nach zum Beginn der neue Woche Android 12 veröffentlichen und das Betriebssystem damit in die nächste Generation bringen. Doch wer nachlegt, der muss auch irgendwann alte Zöpfe abschneiden – und das ist in diesen Tagen passiert. Man hat alten Versionen den Stecker gezogen und macht die Smartphones zum großen Teil unbenutzbar. Hier findet ihr alle wichtigen Informationen.


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Wer sein Smartphone liebt, der wird lange daran festhalten – und manche werden das auch zu lange tun. Schon nach zwei Jahren gibt es keine Updates mehr, nach spätestens drei Jahren gibt es keine Sicherheitsupdates mehr, im vierten Jahr kommt der Akku langsam ins Rentenalter und alles darüber macht irgendwann auch keinen Spaß mehr. Google selbst hat sich von den uralten Versionen schon vor langer Zeit verabschiedet, diese aber nach wie vor in eingeschränktem Umfang unterstützt.

Unterstützt in dem Sinne, dass die Smartphones nutzbar waren, dass die Nutzer sich in das Google-Konto einloggen und auch den Play Store (bzw. Android Market) sowie einige weitere sehr grundlegende Apps weiterhin verwenden können. Doch nun ist auch damit Schluss, denn vor wenigen Tagen hat man einigen alten Versionen den Stecker gezogen und damit Millionen von Smartphones praktisch wertlos gemacht – was sie aus Sicht des Wiederverkaufswert aber ohnehin wohl schon gewesen sind.

Der Schritt ist sicher richtig, doch wer nach wie vor an einem Smartphone aus der Babyzeit des Betriebssystems festgehalten hat, wird feststellen müssen, dass vieles plötzlich nicht mehr funktioniert. Die Google-Apps versagen aufgrund der Login-Sperre den Dienst, die Play Services sind sowohl von den Google-Apps als auch von Drittanbieter-Apps nicht mehr nutzbar, der Play Store bleibt verschlossen und einige weitere Dinge.




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Welche Android-Versionen sind betroffen?

  • Android 1.0
  • Android 1.1
  • Android 1.5 (Cupcake)
  • Android 2.0 (Eclair)
  • Android 2.2 (Froyo)
  • Android 2.3 (Gingerbread)

Google hat es bisher nicht in aller Deutlichkeit angekündigt, aber vermutlich wird man jedes Jahr eine weitere Version nach oben springen.

Was wird gesperrt?
Gesperrt wird vor allem der Login mit diesen Smartphones. Der Login über eine API in den Google-Apps oder eben dem Play Store und den Play Services wird nicht mehr möglich sein. Habt ihr noch einen funktionierenden Webbrowser, wird der Login über diesen weiterhin möglich sein.

Nutzt wirklich noch jemand so alte Smartphones?
Offensichtlich ja. Laut den letzten Zahlen aus dem Jahr 2020 hatten diese drei Versionen einen Anteil von 0,2 Prozent auf dem Android-Markt. Bei etwas mehr als 2 Milliarden aktiven Geräten (eine genaue Zahl ist nicht bekannt), sind das immerhin 4 Millionen Smartphones. Diese wurden vermutlich für Zwecke wie etwa Medienserver, als Überwachungskamera oder einfach als Notfall-Telefon verwendet.

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