Google Trends: So könnt ihr alles aus dem Analyse-Tool herausholen – Google gibt 13 praktische Tipps

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Die Analyse-Plattform Google Trends feiert in diesen Tagen ihren 15. Geburtstag und ist damals wie heute eine sehr interessante Anlaufstelle für Statistiken rund um die Interessen aller Menschen. Doch das Tool dürfte von den meisten Menschen unterschätzt werden, sodass Google nun eine ganze Reihe von Tipps zusammengetragen hat, wie ihr die Trends-Plattform in vollem Umfang nutzen könnt.


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Die Masse der Suchanfragen in der Google Websuche kann ein interessanter Spiegel der Gesellschaft sein, denn die Google-Suche ist seit über zwei Jahrzehnten die erste Anlaufstelle bei Fragen und Themen aller Art. Google Trends ist die einzige Plattform überhaupt, die auf einen solch wertvollen Datenbestand zugreifen und zeigen kann, wofür sich die Menschen interessieren. Dafür gibt es Toplisten und zahlreiche Filtermöglichkeiten nach Begriffen, Zeiten, verwendeten Produkten und natürlich auch nach Region.

Die Daten reichen bis in das Jahr 2004 zurück, sodass ihr mittlerweile durch knapp zwei Jahrzehnte forschen und das Ganze mit zahlreichen Diagrammen und Statistiken untermalen könnt. Vor wenigen Tagen haben wir euch die populärsten Themen der letzten 15 Jahre gezeigt und jetzt legt Google mit 13 Tipps nach, mit denen ihr das meiste aus der Plattform herausholen könnt:

1. Daten nach Datum:
Google Trends kann euch sagen, wonach Nutzer:innen zu einem beliebigen Zeitpunkt von 2004 bis jetzt gesucht haben. Es basiert dabei auf zwei Datensätzen: historisch (die Daten reichen von 2004 bis heute vor drei Tagen) und Echtzeit (letzte Woche), wobei Echtzeit-Daten wesentlich feiner sind.

2. Trending vs meistgesucht:
Trending (oder ansteigende) Suchanfragen sind Suchanfragen, die sich am schnellsten entwickeln, während die am häufigsten gesuchten oder „meistgesuchten“ Suchanfragen in einem bestimmten Zeitrahmen die am häufigsten gesuchten Suchanfragen sind. Mit trending Suchen könnt ihr sehen, wie sich das Interesse an Themen geändert oder entwickelt hat.

3. Wählt Themen, wann immer es möglich ist:
Wenn ihr Google Trends nutzt, könnt ihr entweder nach einen Suchbegriff oder einem Thema suchen. Wir empfehlen, ein Thema auszuwählen, wenn es möglich ist. Themen sind sprachunabhängig und berücksichtigen Schreibvarianten (und Fehler!) sowie mehrere Namen für dasselbe.




4. Vergleicht große Orte oder Regionen mit kleinen:
Wie vergleicht ihr Suchen nach dem selben Thema in zwei unterschiedlichen Orten? Google Trends normalisiert die Suchdaten anhand von Zeit und Ort, um Vergleiche einfacher zu machen. Das bedeutet, dass die Suchergebnisse nach geografischen Gesichtspunkten vergleichbar sind. Zum Beispiel könnt ihr damit sehen, dass die Top-Stadt, die dieses Jahr nach Brunch gesucht hat, München ist. Wenn es um Frühstück geht, ist es Essen (Stand: 11.08.2021).

5. Tagesaktuelle Trends:
Für einige Länder weltweit – darunter auch Deutschland – könnt ihr sehen, was am aktuellen Tag gerade trendet. Hier erhaltet ihr auch ein Gefühl für die Anzahl an Suchanfragen zu einem Thema.

6. Findet heraus, was gerade trendet:
Echtzeit Suchtrends eignen sich sehr gut um herauszufinden, was aktuell los ist und worüber in Medien berichtet wird.

7. Vergleicht für mehr Kontext:
Wenn ihr das Ausmaß eines Trends verstehen möchtet, könnt ihr relative Vergleiche verwenden, um die Popularität einzuschätzen. Wetter ist zum Beispiel eines meiner liebsten Themen als Referenz – denn es ist eines der größten und konstantesten Themen, nach dem Menschen jeden Tag suchen.

8. Schaut euch an, wie verschiedenen Orte nach der gleichen Sache suchen:
Das ist eines meiner liebsten Features in Trends, von denen nicht alle wissen. Ihr könnt bis zu fünf verschiedene Themen oder Suchbegriffe vergleichen und für jedes davon einen geografischen Filter anwenden. Zum Beispiel könnt ihr sehen, wie die Suchen nach COVID-19 in verschiedenen Ländern weltweit sich über die vergangenen zwölf Monate entwickelt haben.

9. Trends können helfen, Interessen zu visualisieren:
Wir suchen nach dem, was uns interessiert. Auch wenn diese Interessen manchmal ungewöhnlich erscheinen mögen, seid ihr wahrscheinlich nicht die einzigen, die mehr Informationen zu einem bestimmten Thema möchten. Google Trends hilft uns, unsere Träume oder sogar Hunde und Katzen zu visualisieren und mehr über sie zu erfahren und tatsächlich auch zu verstehen, wie man eine Toilette zu repariert.




10. Trends sind keine Umfragen:
Google Trends ist kein Tool, um wissenschaftliche Umfragen zu erstellen und sollten damit auch nicht verwechselt werden. Google Trends reflektieren Such-Interessen an spezifischen Themen in einer bestimmten Zeitspanne.

11. … aber sie können euch einiges verraten:
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verwendet Trends, um jede Woche – zwischen ihren vierteljährlichen Veröffentlichungen – die Entwicklung des BIP zu verfolge. Das hilft ihnen, einen detaillierteren Überblick über die Weltwirtschaft zu behalten.

12. Automatische Vervollständigungen sind nicht das gleiche wie Trends-Daten:
Die automatischen Vervollständigungen versuchen vorherzusagen, was ihr als nächstes in die Suchleiste eintippen möchtet, damit ihr noch schneller das findet, wonach ihr sucht. Da wir Nutzer:innen nicht mit Vorhersagen überraschen möchten, haben wir Richtlinien dafür, was in der automatischen Vervollständigung angezeigt werden kann. Trends hingegen ist ein Tool, mit dem ihr das Suchinteresse an jeder Suchanfrage nachschlagen können. Da ihr es eingebt und die Ergebnisse sehen möchtet, zeigen wir euch für fast jede Abfrage verfügbare Trends Daten an.

13. Ladet eure Daten herunter:
Klickt einfach auf den Download Button neben jeder Grafik. Für ein größeres Datenset, schaut auch in das Datenset für tägliche Suchtrends des Google BigQuery Teams.

» Google Trends: Die Plattform wird 15 Jahre alt – Google zeigt interessante Statistiken aus dem Jahr 2006

[Google-Blog]


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