Microsoft Flight Simulator: Bing Maps mit Schwächen – Modder rüsten die Flugsimulation mit Google Maps auf

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Microsoft hat vor wenigen Tagen den mit Spannung erwarteten Microsoft Flight Simulator veröffentlicht, der schon in der langen Preview-Phase mit Lob überschüttet wurde und schon heute als eine der besten Simulationen überhaupt gilt. Wie sich nun zeigt, hat die Modder-Community einen Weg gefunden, das Spiel weiter zu verbessern und noch einmal auf eine höhere Ebene zu heben – mithilfe der Daten von Google Maps.


Der Microsoft Flight Simulator ist ein Spiel bzw. Simulation, die schon viele Generationen begeistert hat: Von der ersten Ausgabe mit einer Grafik, die man heute nicht einmal mehr auf dem Taschenrechner akzeptieren würde (überspitzt gesagt) bis hin zu halbwegs realistischen und schönen Darstellungen rund um die 2000er Jahre und dem heutigen Power-Game. Weil Microsoft wohl selbst der Meinung ist, jetzt das ultimative Produkt entwickelt zu haben, nennt man es einfach nur noch „Microsoft Flight Simulator“ ohne jegliche Jahreszahl oder Versionsbezeichnung.

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Mit dem Microsoft Flight Simulator hat Microsoft das wohl aufwendigste und realistischste Spiel aller Zeiten entwickelt – korrigiert mich, wenn ich falsch liege, ich habe keine Ahnung von Spielen. Das erreicht man vor allem damit, dass die Spieler tatsächlich auf der ganzen Welt über realistische Städte und Landschaften fliegen können, ohne dass die Grafiker Überstunden machen mussten. Die Bilddaten stammen direkt aus Bing Maps und würden ohne Streaming mehrere Terabyte auf den Festplatten der Nutzer belegen.

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Der Flug über Bing Maps ist für eine Simulation natürlich die perfekte Umsetzung, allerdings leidet das Spiel nun darunter, dass Bing Maps nicht unbedingt das beste Bildmaterial und die besten 3D-Gebäude liefert. Obiges Beispiel zeigt den Vergleich zwischen Bing Maps und Google Maps. Welches Bild Google Maps und welches Bing Maps zeigt, könnt ihr euch denken. Das lässt sich auf zahlreiche markante Gebäude übertragen, die durch das Google-Bildmaterial sehr viel realistischer aussehen und somit auch mehr Spaß machen.

Also hat die Modder-Community eine neue Beschäfigung gefunden und rüstet den Microsoft Flight Simulator nun auf.


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Microsoft bietet Moddern eine sehr einfache Möglichkeit, die 3D-Modelle im Flight Simulator durch eigene Modelle zu ersetzen – was diese natürlich rege nutzen. Tatsächlich ist es relativ einfach möglich, die 3D-Modelle aus Google Maps zu importieren, mit einer geeigneten Software umzuwandeln und dann in den Flugsimulator zu integrieren, so wie das auf obigen Screenshots sichtbar war. Wie sich die Modelle aus Google Maps exportieren lassen, seht ihr im obigen Video. Die vollständige Anleitung findet ihr bei Reddit.

Ob Microsoft das nun grundsätzlich „gut“ oder eher nicht so gut findet, lässt sich schwer sagen. Natürlich wertet man den Flight Simulator damit auf und lässt die Community kostenlos die Arbeit machen, die man sich selbst erspart hat. Dennoch fällt das eher negativ auf Bing Maps zurück, das zwar grundsätzlich eine solide Basis für den Flight Simulator und den Einsatz als Kartenplattform bietet, aber nun einen deutlich sichtbaren Unterschied zur Konkurrenz aufzeigt.

Interessanter ist, was Google dazu sagt, wenn sich dieses kleine Modder-Hobby zu einer größeren Sache entwickelt. Auch wenn die 3D-Gebäude zu großen Teilen von Algorithmen anhand von Fotos und Vermessungen berechnet werden und natürlich nicht Googles Eigentum in irgendeiner Art sind, könnte es darauf ein Urheberrecht geben. Noch problematischer sind die damals per SketchUp von anderen Nutzern erstellten 3D-Gebäude. Aber vielleicht lässt sich Google ja auch davon inspirieren und bringt selbst eines Tages einen Flugsimulator heraus – etwas Ähnliches gab es vor Jahren schon bei Google Earth.

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[heise]


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