Google Maps: Plus Codes sollen sich als eindeutige Adresse etablieren – so findet ihr nun euren Plus Code

maps 

Mit Google Maps lässt sich jede bekannte Adresse auf diesem Planeten sehr einfach durch Eingabe der landestypischen Kombination aus der Straße, Hausnummer und den Leitzahlen finden – das gilt zumindest für die meisten Regionen. Allerdings gibt es laut Google auch gut zwei Milliarden Menschen ohne eindeutige Adresse, die auf andere Systeme angewiesen sind. Google hat dafür die Plus Codes in Stellung gebracht, die sich nun weiter etablieren sollen.


Glaubt man den Angaben im Google-Blog, dann haben gut 25 Prozent aller Menschen weltweit keine eindeutige Postadresse, aus den verschiedensten Gründen. In vielen Regionen gibt es keine eindeutigen Straßennamen, Hausnummern sind eher unüblich oder das Haus steht auf einer freien Fläche ohne jegliche Adresse. Dafür muss man aber nicht um den Globus reisen, denn auch Mitten in Deutschland kann es Probleme mit der Adresse geben.

google maps logo new

Google Maps hat schon vor knapp fünf Jahren die Plus Codes eingeführt, die jedem Punkt auf dieser Erde eine eindeutige Adresse in Form einer Kombination aus Ziffern und Buchstaben geben. Dieser Code ist auf den ersten Blick nicht unbedingt leicht zu merken, kann aber in mehreren Stufen abgekürzt werden und mit etwas Übung und Gewohnheit schnell im Gedächtnis bleiben. Immerhin müssen „wir“ uns auch einen Straßennamen, eine Hausnummer und eine fünfstellige PLZ für jede Adresse merken.

google maps plus codes

Die Plus Codes werden sowohl von Google Maps als auch der Google Websuche und einigen weiteren Produkten verstanden und sollen sich nach Googles Willen nun weiter verbreiten. Schon vor einigen Monaten hatte Sundar Pichai die Etablierung der Plus Codes als Priorität eingestuft und nun ist der erste Schritt in diese Richtung sichtbar. Der Plus Code des aktuellen Standorts ist nun leichter abrufbar und soll sich zudem schneller als bisher Teilen lassen.




google maps plus codes where to find

Tippt einfach einmal auf den blauen Punkt auf der Karte, der euren eigenen Standort angibt und schon findet ihr dort den sechsstelligen Plus Code inklusive der notwendigen Landesangabe zur Abkürzung des Codes. Von dort lässt sich diese Angabe dann sehr leicht abschreiben bzw. in eine andere App eintippen. Eine Funktion zum Teilen Google Maps leider vergessen, was aber sicherlich in Zukunft nachgeholt werden dürfte. Mit einem Touch auf den Text wird die Adresse in die Zwischenablage kopiert.

Auch an einigen anderen Stellen der Kartenplattform sind Plus Codes schon seit längerer Zeit abrufbar. So sind diese Codes etwa in den Detailinformationen jedes Karteneintrags zu finden und können von dort leicht in die Zwischenablage kopiert werden. In der Ankündigung der Neuerung träumt der Produktmanager davon, dass sich diese Codes soweit etablieren, dass sie nicht nur im Postwesen, sondern auch in der Werbung und an vielen anderen Stellen verwendet werden, in denen Adressen notwendig sind. Man könnte es im allerweitesten Sinne als QR-Code für Postadressen bezeichnen.

Die neue Darstellung soll im Laufe der nächsten Wochen ausgerollt werden, dürfte bei den meisten Nutzern aber schon jetzt zu sehen sein. Mehr Informationen zum Plus Code findet ihr in diesem Artikel.

» Google Maps: Kartenplattform und Navigation Offline nutzen – so leicht lassen sich Karten herunterladen


Surfen im Browser: Googles Chrome-Dino bekommt nun Konkurrenz – Microsoft startet neues Edge-Spiel (Video)

[Google-Blog]


Keine Google-News mehr verpassen: Abonniere den GoogleWatchBlog-Newsletter
GoogleWatchBlog Newsletter abonnieren


Teile diesen Artikel:

Facebook twitter Pocket Pocket

comment 3 Kommentare zum Thema "Google Maps: Plus Codes sollen sich als eindeutige Adresse etablieren – so findet ihr nun euren Plus Code"

  • Hier wäre jetzt noch interessant, ob das System ein offener Standard ist, oder ob es wie What3Words proprietär und patentiert ist.
    Denn What3Words ist den PlusCodes vermutlich schon dadurch voraus, das es in einigen Staaten bereits in’s Postwesen integriert ist. Zudem lassen sich 3 Wörter in jede Sprache übersetzen und sind somit einiges einfacher zu merken.
    Das ganze erinnert mich so ein bisschen an das „Standard-Problem“: https://blogs.eclipse.org/post/ian-skerrett/can-open-source-solve-too-many-iot-standards-problem

  • Nice try, but #what3words is much better … much more human like! Not everybody is a high potential egghead to remember the very special code with numbers and letters. Sorry, G. you’re too late.

  • Für Regionen ohne konkrete Anschrift sind die PlusCodes sicherlich hilfreich. In Deutschland können sie Straße+Hausnummer leider nicht ersetzen, da die Codes oft mehrere Hausnummern zusammenfassen. Beispiel: WXPG+Q8 Köln

Kommentare sind geschlossen.