Googles neue Neu-Seiten: Mit .new neue Dokumente, Termine, Playlisten und jetzt auch App-Scripts erstellen

google 

Web-Apps sind längst eine Selbstverständlichkeit und gehören bei vielen zum Alltag, sodass sehr viele Aufgaben mittlerweile im Browser erledigt werden. Trotz Errungenschaften wie den Progressive Web Apps muss an deren Integration in den Workflow vieler Nutzer noch gearbeitet werden. Google möchte es sowohl Nutzern als auch App-Entwicklern leichter machen, neue Inhalte zu erstellen und hat dafür vor einiger Zeit die .new-Domain geschaffen, die nun wieder Zuwachs bekommen hat.


Vor einigen Jahren hat Google eine Reihe von neuen Top-Level-Domains beantragt und diese in einigen Fällen tatsächlich zugesprochen bekommen – darunter auch die .new TLD. Diese lag dann einige Jahre lang Brach, bevor Google Ende 2018 endlich damit begonnen hat die ersten Domains ihrem Zweck zuzuführen. Wie die Bezeichnung schon verrät, soll es durch den Aufruf einer Domain stets möglich sein, ein neues Dokument ohne jeglichen weiteren Klick zu erstellen.

google new domain

Das Konzept hinter Googles .new ist sehr interessant: Die Domains selbst verraten schon, was den Nutzer dahinter erwartet und führen ihn auch direkt zum Ziel. Google gibt in den strengen Richtlinien vor, dass sie direkt und ohne jeden Umweg zu einem Formular führen müssen, in dem der Nutzer sofort seine Daten eingeben kann – die einzige Ausnahme wäre eine Weiterleitung zu einem Login-Feld. Einige Zeit lang hatt Google diese TLD nur für die eigenen Dienste verwendet, doch vor einigen Monaten wurde sie dann freigegeben und erste Domains mit bekannten Partnern geschaffen.

Google hat nun ohne Ankündigung eine weitere Domain geschaffen, die vor allem für Entwickler interessant ist, die auf Googles Plattformen setzen. Mit script.new kommt ihr direkt in ein leeres Google App Script und könnt ohne jeden weiteren Klick oder Zwischenschritt mit der Arbeit beginnen. Seit wann diese Domain nutzbar ist, ist leider nicht bekannt.



Die Idee ist sehr interessant, allerdings krankt das System meiner Meinung nach daran, dass der Nutzer zwar direkt weiß, welche Aktion ausgeführt wird, aber nicht erfassen kann, zu welchem Dienst es führt. Am Beispiel „playlist.new“ lässt sich das gut erklären: Es führt direkt zum Erstellen einer neuen Playliste bei Spotify. Aber warum nicht zu Google Play Music, zu YouTube Music, zu Amazon Music und so weiter…? Und könnte es sein, dass sich alle großen Marktteilnehmer schon bald um eine solche Domain streiten?

Google könnte das Problem vielleicht mit den neuen Parametern lösen, auch wenn es nicht mehr zielführend ist und zu längeren URLS führen würde. Ein playlist.new/spotify sowie ein playlist.new/youtube wäre aber wohl die fairste Variante – gerade bei einer solchen sehr stark zweckgebundenen URL.

Die wichtigsten .new-Domains

Docs.new
Erstellt ein neues Dokument bei Google Docs

Sheets.new
Erstellt ein neues Dokument bei Google Sheets

Slides.new
Erstellt ein neues Dokument bei Google Slides

Note.new
Erstellt eine neue Notiz bei Google Keep

Meeting.new
Erstellt einen neuen Termin im Google Kalender

Playlist.new
Erstellt eine neue Playliste bei Spotify

Repo.new
Erstellt ein neues Repository bei GitHub

Word.new
Erstellt ein neues Dokument bei Microsoft Word 365

Coda.new
Erstellt ein neues Dokument bei Coda

Canva.new
Erstellt ein neues Design bei Canva



Link.new
Erstellt eine neue Verknüpfung bei bit.ly

Story.new
Erstellt eine neue Story bei Medium

Sell.new
Erstellt eine neue Auktion bei eBay

Script.new
Erstellt ein neues Google Apps Script-Projekt

Derzeit funktionieren noch nicht alle Domains bzw. einige liefern Fehlermeldungen zurück. Das liegt vor allem daran, dass Google vor einigen Monaten versehentlich einige Domains angekündigt hat, deren Partner noch nicht bereit waren. Später wurde die Liste dann gekürzt. Aus Archivierungsgründen und weil viele Nutzer den Artikel vielleicht erst irgendwann in der Zukunft lesen, habe ich sie hier dennoch aufgeführt.


Wir dürfen gespannt sein, wie sich diese Domains weiter entwickeln und ob sie tatsächlich einmal in großem Umfang Verwendung finden und von den Besitzern entsprechend beworben werden. Zwar dürften die meisten Nutzer für solche Zwecke direkte Links und Favoriten verwenden oder einfach selbst die Schritte bis zum Erstellen des neuen Dokuments gehen, aber im Alltag kann es vielleicht doch in einigen Fällen ganz praktisch sein, wenn man 2-3 solcher Domains im Kopf hat.

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