Wer hat mich angerufen? Vier Tipps – so lässt sich (oft) herausfinden, wer hinter einer Handynummer steckt

android 

Glaubt man aktuellen Statistiken, dann nutzen die Menschen das Smartphone auch zum Telefonieren und damit die traditionellste aller Kommunikationsmethoden des Geräts. Doch selbst in Zeiten der intelligenten Smartphones gibt es noch immer das Problem, dass man nicht weiß, wer hinter einer Telefonnummer steckt. Wir zeigen euch einige Tipps und Tricks, mit denen ihr in den meisten Fällen herausfinden könnt, wer euch angerufen hat.


Das Problem kennt jeder: Ihr werdet von einer unbekannten Nummer angerufen und habt aus ganz unterschiedlichen Gründen eigentlich keine Lust, zurückzurufen oder ein Gespräch mit einer fremden Person zu beginnen. Immer mehr Menschen handhaben es so, dass sie einfach nicht zurückrufen, wenn der Anrufer nicht auf die Mailbox gesprochen hat. Auf der anderen Seite haben viele Menschen keine Lust, auf eine Mailbox oder einen Anrufbeantworter zu sprechen. Ein Teufelskreis.

duplex telefon

Auch wenn man nicht gewillt ist zurückzurufen, überlegt man häufig dann doch hin und her, wer angerufen haben könnte, wem man die Nummer gegeben hat oder ob es vielleicht doch etwas Wichtiges gewesen ist. Wer sich trotzdem nicht überwinden kann, auf den grünen Telefonhörer zu drücken, kann mit einigen Mitteln versuchen, die Identität des Anrufers festzustellen oder zumindest herauszufinden, ob es sich um eine Person oder ein Unternehmen handelt.

1. Die Google Websuche

Die naheliegendste Variante kann häufig schon die aufschlussreichste sein: Gebt die Telefonnummer einfach in die Google Websuche ein. Handelt es sich um ein Unternehmen, seht ihr womöglich direkt die Homepage und wisst dann vermutlich sehr genau, was dieses Unternehmen von euch möchte oder ob es sich vielleicht nur wieder Mal um einen Werbeanruf gehandelt hat. Das ist aber schon der Optimalfall und kommt zugegebenermaßen, weil viele Unternehmen ihre Telefonnummern nicht mehr angeben, sondern selbst zurückrufen wollen, eher selten vor.

Es gibt aber auch eine ganze Reihe von Telefonnummer-Webseiten, die für die Nummern Rückmeldungen und Bewertungen der Nutzer sammeln. Taucht die von euch gesuchte Nummer dort auf und ist schlecht bewertet, wisst ihr genau, dass man euch nur ein Zeitungs-Abo oder eine Versicherung verkaufen wollte.



2. Telefonbuch mit Rückwärtssuche

Viele Nutzer stimmen während des Vertragsabschlusses bewusst oder unbewusst einem Eintrag im Telefonbuch zu. Praktischerweise bieten diese Rückwärtssuche an – das bedeutet, dass ihr nach einer Telefonnummer suchen könnt und dann den Namen der Person ausgespuckt bekommt. Zwar lassen sich darüber viele Nummern finden, aber längst noch nicht alle. Dafür profitiert ihr davon, dass die Daten sehr akkurat sind und ihr stets den echten Namen der Person erhaltet.

Eine solche Rückwärtssuche könnt ihr etwa beim offiziellen Telefonbuch nutzen, diese steht aber auch über folgende Android-App zur Verfügung.

3. Nutzt einen Messenger

Seit WhatsApp nutzen viele Messenger die Telefonnummer zur eindeutigen Identifizierung der Nutzer. Das ist nicht nur für die Kontaktaufnahme mit bereits bekannten Personen sehr praktisch, sondern hilft uns auch bei dem kleinen Telefonnummer-Problem. Denn genauso wie ihr Freunde und Familie zum Messenger hinzufügen könnt, lässt sich das auch mit den unbekannten Handynummern handhaben. Ihr benötigt nur die Nummer, die ja bekannt ist, und es kann losgehen.

Fügt einfach die Telefonnummer des Anrufers zum Telefonbuch hinzu oder gebt sie im Messenger eurer Wahl ein und schaut was passiert. Bei WhatsApp ist die Chance hierzulande sehr groß, dass die Person bei der Facebook-Tochter angemeldet ist. Dadurch erfahrt ihr zwar nicht den Namen, seht aber das Profilbild der Person und vielleicht auch den eingestellten Status. Das kann in einigen Fällen schon sehr aufschlussreich sein und ihr könnt in den meisten Fällen sehen, ob ihr die Person kennt oder nicht.

Das funktioniert nicht nur mit WhatsApp, sondern z.B. auch mit Google Duo, aber die besten Chancen hat man eben bei einem sehr weit verbreiteten Messenger.



4. Ruft die Mailbox an

Die Mailbox wird erfahrungsgemäß zwar nur noch von wenigen Nutzern eingerichtet, aber dennoch besteht eine Chance, dass die Person eine kurze Begrüßung mit ihrem Namen eingerichtet hat – was gerade bei Unternehmen vielleicht auch noch üblich ist. Es kann also helfen, die Mailbox der Person anzurufen, was tatsächlich möglich ist, ohne dass das Smartphone der anderen Personen läutet. Mir persönlich war das nicht bekannt, aber eine Mailbox lässt sich direkt anrufen.

Um eine Mailbox gezielt anzurufen, müsst ihr einfach nur eine zweistellige Zahl zwischen der Vorwahl und der eigentlichen Handynummer wählen. Diese Zahl unterscheidet sich von Provider zu Provider, kann aber anhand der Vorwahl abgelesen werden. Auch wenn der Nutzer seine Handynummer zu einem anderen Anbieter mitgenommen hat, gilt die Kurzwahl weiterhin. Achtet also einfach nur auf die Vorwahl und wählt die entsprechende Nummer.

13 – T-Mobile
01511, 01512, 01514, 01515, 01516, 01517, 0160, 0170, 0171, 0175

33 – O2 & E-Plus
01590, 01570, 01573, 01575, 01577, 01578, 0163, 0176, 0177, 0178, 0179

50 – Vodafone
01520, 01522, 01523, 01525, 0162, 0172, 0173, 0174

Beispiel: Möchtet ihr die Mailbox von 0175-1234567 direkt anrufen, dann wählt einfach 0175-13-1234567. Ganz einfach 🙂

Pixel 4: Erste Informationen zum Verkaufsstart & neues offizielles Renderfoto vom kleinen Google Smartphone

[TechBook]


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comment 6 Kommentare zum Thema "Wer hat mich angerufen? Vier Tipps – so lässt sich (oft) herausfinden, wer hinter einer Handynummer steckt"

  • Bei 4. wird nicht auf die Rufnummernmitnahme eingegangen. Mit meiner Nummer bin ich schon mehr als 4 mal umgezogen. Ich vermute, dass der aktuelle Anbieter relevant ist, nicht der, der die Nummer als erstes ausgegeben hat.

    • Korrekt! Netter Artikel, aber bei Rufnummernmitnahme funktionieren die gezeigten Mailbox-Nummern natürlich nicht. Da müsste man erst ein anderes Tool bemühen um rauszufinden, bei welchem Anbieter die Rufnummer jetzt läuft und DANN kann man die Mailbox-Nummer ausprobieren. Wobei das auch nicht – immer – funktioniert, gibt speziell bei Vodafone u. O2 oftmals Probleme über diesen Move Zugriff auf die Mailbox zu nehmen. Ausprobieren heißt die Devise, Erfolg ist nicht garantiert…;-)

  • Bevor ich da so viele Varianten durchprobiere, rufe ich zunächst mit unterdrückter Rufnummer an und lausche mit spitzen Ohren, wer sich meldet. Die oben genannten Möglichkeiten zelebriere ich erst durch, wenn sich die Gegenseite mit „Hallo“ meldet …

    • wenn da nur „Hallo“ kommt, bin ich einfach frech und sage „hey wer ist Hallo? du hast bei mir angerufen, wer bist du und was willst du?“

  • Um das Netz des ursprünglichen Anrufers und damit die richtige Nummer zum direkten Anruf seiner Mailbox zu ermitteln, ist kein Herumprobieren erforderlich! Der Service heißt „MNP“ und funktioniert nach dem Schema [MNP eigenes Netz] + [abzufragende Nummer] ==> Rückmeldung: Netz der Nummer. Die Provider haben unterschiedliche MNP-Nummern und Verfahren, Suche im Netz nach MNP erläutert, wie es funktioniert.

  • Bei 2. sollte man noch erwähnen, dass Euer Beispiel „Das Örtliche“ über eine Anruferkennung und Spamwarnung verfügt. Konkret heißt das, dass bei einem ankommenden Anruf automatisch eine Rückwärtssuche ausgelöst wird und euch gleich angezeigt wird, wer da anruft. Sollte es ein bekannte Spammer sein, werdet ihr auch gleich noch davor gewarnt.

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