Android: Google hat alle Mobilfunkanbieter mit anonymisierten Daten vieler Android-Nutzer versorgt

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Google sammelt Unmengen an Daten über alle Nutzer und kann vor allem durch die globale Verbreitung der Android-Smartphones auf sehr viele Daten zugreifen, die in der anonymen Masse sehr wertvoll sein können. Wie nun bekannt wurde, hatte Google etwa zwei Jahre lang weltweit sehr viele Netzbetreiber mit Daten zur Netzabdeckung versorgt und ihnen so wichtige Anhaltspunkte zum eigenen Netz und dem weiteren Ausbau geliefert.


Google sammelt und speichert nicht nur Daten einzelner Nutzer und baut riesige Profile auf, sondern arbeitet auch häufig mit anonymisierten Datenmassen. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Google Maps, das durch die Position und die Bewegungsprofile der Android-Nutzer viele Dienste anbieten kann, die ohne diese Masse an anonymen Daten gar nicht möglich wären. Aber es gibt auch noch ganz andere Kategorien.

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Gut zwei Jahre lang hat Google die Mobilfunk- und Netzbetreiber rund um die Welt über die Mobile Network Insights mit kostenlosen Daten und Statistiken versorgt, die direkt von den Smartphones der Android-Nutzer gesammelt wurden. Dabei handelte es sich um anonymisierte Daten zur Netzabdeckung, der Verbindungsqualität und weiteren Werten, die für die Betreiber der Netze sehr interessant sind und nicht in allen Fällen selbst erhoben werden können.

Die Betreiber konnten sowohl Daten über ihr eigenes Netz sowie Statistiken aus den Netzen der Konkurrenz abrufen und diese somit vergleichen. Allerdings wurde auch die Konkurrenz anonymisiert, sodass sie nicht wussten, aus welchem Netz diese Daten stammen. Auch die Daten der Nutzer sollen vollständig anonymisiert worden sein und keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Nutzer oder Nutzergruppen geboten haben. Außerdem wurden die Daten nur von den Nutzern gesammelt, die im Vorfeld den anonymen Nutzungsstatistiken zugestimmt haben.

Der Dienst wurde, wie erst jetzt bekannt wurde, bereits im April eingestellt – laut informierten Quellen aufgrund von Datenschutzbedenken, da Google ohnehin in vielen Ländern unter Beobachtung steht. Zeitlich deckt sich der Start übrigens mit den mysteriösen Carrier Services, ob es einen Zusammenhang gibt, ist aber nicht bekannt.

Siehe auch
» Huawei: Android-Updates sind vorerst wieder gesichert – Ausnahmegenehmigung wurde um 90 Tage verlängert

» Wenn Google kostenpflichtig wäre: So viel würden die Nutzer für die Google-Dienste & YouTube bezahlen

[AndroidPolice]


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