Google Maps: Deutscher Wirt feiert Erfolg gegen Google – falsche Wartezeit-Prognose wird endlich deaktiviert

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Google Maps enthält unzählige Daten zu vielen Orten, die aus den verschiedensten Quellen stammen und auf der Plattform zusammengeführt werden. In einigen Fällen werden die Informationen nicht von Menschen eingegeben, sondern automatisch auf Basis vieler Quellen generiert – so wie etwa die bekannte Wartezeit-Anzeige. Diese hat vor einigen Wochen zu einer Klage eines Wirtes geführt, die nun von Google kurz vor Prozessbeginn außergerichtlich beigelegt wurde.


Die Daten in Google Maps stammen aus sehr unterschiedlichen Quellen: Das Grundgerüst kommt meist von offiziellen Quellen oder wird direkt von den jeweiligen Inhabern eingegeben. Angereicht wird es mit weiteren Fakten der Local Guides sowie unzähligen Bewertungen und Fotos von anderen Nutzern. Und als wenn das noch nicht genug wäre, gibt es auch noch die automatisch generierten Informationen aus dem Google Maps Standortverlauf.

google maps braustüberl

Ihr erinnert euch vielleicht noch: Ein bayrischer Wirt hat Google verklagt, weil in Google Maps falsche Angaben zur Wartezeit angezeigt wurden. Das war aber nicht etwas eine Kurzschlussreaktion des Wirtes, sondern tatsächlich soll dieser zuvor zwei Jahre lang immer wieder sporadisch mit Google in Kontakt gestanden haben, um diesen Fehler zu beheben. Ohne Erfolg. Die Klage und der Druck der Öffentlichkeit hat nun dazu geführt, dass Google kurz vor Prozessbeginn klein beigegeben hat.

Der Wirt berichtet, dass sein Restaurant, das Braustüberl am Tegernsee, gewonnen hat und das Thema nun endlich vom Tisch ist. Google hat die Daten aber nicht etwa korrigiert (sofern sie denn überhaupt falsch gewesen sind), sondern diese einfach dauerhaft vom Google Maps-Eintrag des Restaurants entfernt. Dazu wurde folgendes Statement veröffentlicht, in dem man auch auf die eigene schnelle Reaktion im Juli eingeht:

Wir haben die Funktion ‚Wartezeiten‘ ja bereits im Juli wunschgemäß für das Restaurant am Tegernsee gesperrt. Ebenso haben wir die Forderung anerkannt, die Funktion gesperrt zu lassen.



Tatsächlich hatte Google schon kurz nach dem großen Medienecho reagiert und die Wartezeit-Anzeige für das Braustüberl deaktiviert. Das reichte dem Wirt aber nicht, denn eine solche Deaktivierung hatte er zuvor bereits mehrmals erwirkt und dennoch kam es nach wenigen Tagen oder Wochen wieder zurück. Nun verspricht Google, dass es dauerhaft deaktiviert bleibt, der Wirt diese Angaben aber sehr gerne wieder in den Business-Einstellungen aktivieren kann.

Es wäre sehr interessant gewesen, wie der Fall vor Gericht verhandelt worden wäre. Offenbar sahen Googles Anwälte sehr schlechte Chancen, denn sonst hätte man kaum den Prozess platzen lassen. Ob sich der Wirt nun wirklich freuen kann, bleibt abzuwarten. Bisher hieß es, dass die viel zu hoch angesetzten Wartezeiten geschäftsschädigend sind und ihm bereits einige potenzielle Gäste vergrault haben dürfte. Gut möglich, dass sich auch die Nicht-Anzeige negativ auswirkt, da die Menschen immer mehr dazu trainiert werden, diese Daten vorab zu überprüfen.

Was bei der ganzen Sache völlig untergegangen ist: Ob die angegebenen Wartezeiten tatsächlich falsch gewesen sind oder sich die Algorithmen so sehr vertan haben können. In vielen Fällen stellen sich die Daten nämlich als korrekt heraus, auch wenn Restaurants mit schlechten Werten natürlich das Gegenteil behaupten. Gut möglich, dass das nicht die letzte Klage in diese Richtung gewesen ist.

» Google Maps: Bayrisches Restaurant verklagt Google wegen falscher Wartezeit-Prognosen

Siehe auch
» Google Feed: Discover Feed zeigt jetzt auch Restaurant-Empfehlungen aus Google Maps (Screenshots)

» Google Maps: Die Routenplanung übernimmt die ‚letzte Meile‘ und kombiniert Ridesharing in die ÖPNV-Planung

[heise]


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comment 1 Kommentare zum Thema "Google Maps: Deutscher Wirt feiert Erfolg gegen Google – falsche Wartezeit-Prognose wird endlich deaktiviert"

  • Martin Sellner feiert Erfolg gegen Google, denn sein Youtube Channel ist wieder freigeschaltet.
    „Wer die Meinungsfreiheit wirklich hochschätzt, wird sie gerade dort verteidigen, wo die zensierten Personen ihm vielleicht unsympathisch, ihre Positionen nicht mit den eigenen kompatibel sind.“
    Zitat Dr. David Berger
    Und Danke an die Hilfe aus dem Off! 🙂
    Vielleicht könnt Ihr auch noch über Jörg Sprave informieren, der zusammen mit der IG Metall gegen die Entmonetariserung seitens Youtube gegen Youtuber rechtanwaltliche Schritte eingeleitet hat!
    Danke im Voraus! 🙂

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