Stadia: Tausende Spieleentwickler sind bereits an Bord; Nutzer sehen Googles Spieleplattform aber skeptisch

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Das zweite Halbjahr 2019 wird für Google-Fans wieder mal sehr spannend, denn nicht nur Android Q und die Pixel 4-Smartphones stehen auf dem Plan, sondern auch die neue Spielepattfform Stadia wird ihr Debüt geben. Obwohl Google im Vorfeld so gut wie möglich informiert und mit gleich zwei Events viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, wissen viele Nutzer noch nicht, was sie davon halten sollen. Ganz im Gegensatz zu den Entwicklern.


Stadia ist in dem geplanten Umfang und der Konsequenz für alle Beteiligten im wahrsten Sinne des Wortes Neuland, denn bisher hat es eine solche Plattform noch nicht gegeben. Auch Google dürfte sehr große Hoffnungen in Stadia setzen, denn die Investitionen und Vorbereitungen im Hintergrund dürften sehr viele Ressourcen verschlungen haben, wie Sundar Pichai während der Vorstellung immer wieder Mal durchblicken ließ. Aus dem Grund kann man auch davon ausgehen, dass Stadia nicht so schnell eingestellt wird, selbst wenn es ein steiniger Weg wird.

stadia logo

Viele Nutzer sind gegenüber Stadia noch sehr skeptisch und haben berichtigte Vorbehalte gegenüber der Plattform, die viele wohl nachvollziehen können. Das weiß auch Google und hat dafür die Founders Edition geschaffen, durch die ein kurzer künstlicher Hype entstanden ist, der dann Ende des Jahres noch einmal so richtig gepusht werden wird. Wer von Beginn an mit dabei sein möchte, benötigt die Founders Edition, alle anderen benötigen viele Dinge tatsächlich gar nicht.

Mehr als 4.000 Entwickler
Doch während die Spieler, bzw. die die es noch werden wollen, Stadia skeptisch gegenüberstehen, sieht das bei den Spieleentwicklern ganz anders aus. Laut offiziellen Angaben haben sich bereits mehr als 4.000 Entwickler erfolgreich für die Plattform beworben und könnten ihre Spiele zum Start allen Nutzern anbieten. Wenn also jeder Entwickler nur ein einziges Spiel veröffentlicht, haben die Nutzer bereits einen riesigen Katalog, aus dem sie wählen können.

Dennoch setzt Google laut eigenen Angaben auf Klasse statt Masse, denn jede Bewerbung eines Entwicklers wird ausführlich und von Menschen geprüft – man möchte also schon eine gewisse Grundqualität bieten. Anders als etwa im Play Store, wo jeder Entwickler hochladen und anbieten kann, was er möchte – sofern es nicht gegen die Bedingungen verstößt.



Wie viele Entwickler sich absolut beworben haben bzw. wie viele bisher abgelehnt worden sind, teilt Google leider nicht mit. Es lässt sich also vorab schlecht bewerten, wie groß diese Hürden wirklich sein könnten. Natürlich werden aber nicht alle Entwickler zum Start ihre Spiele anbieten können, aber das müssen sie ja auch gar nicht. Wichtig ist bei Spielern vor allem ein lebender Katalog, der immer wieder neue Titel bringt.

Spieler haben ihre Zweifel
Auf Entwicklerseite dürfte Google also gut vorgesorgt haben, jetzt müssen nur noch die Nutzer und Kunden mitziehen. Diese sind aber aus vielerlei Gründen noch etwas skeptisch und zurückhaltend. Einige haben wir bereits diskutiert, aber offenbar ist es vor allem das Preismodell, das vielen Nutzern nicht ganz zusagt. Viele wünschen sich mehr Gratis-Spiele, aber schlussendlich ist Stadia nicht Netflix, sondern vor allem eine virtuelle Spielkonsole, die auch kostenlos genutzt werden kann.

Laut aktuellen Umfragen sind nur 20 Prozent der Spieler von Stadia überzeugt bzw. finden die Plattform attraktiv. Das klingt erst einmal nicht viel, aber wenn schlussendlich jeder fünfte Spieler ein Stadia-Abo abschließt und dort Spiele kauft, kann Google schon mehr als zufrieden sein. Das wird aber stark davon abhängen, wie sich die Plattform in den ersten Monaten schlagen wird und wie motiviert Google weiterhin ans Werk geht, was ja bekanntlich schnell Mal einschlafen kann.

Mehr zu Stadia
» Googles neue Spieleplattform: Pro & Contra – was spricht FÜR und was GEGEN einen Erfolg von Stadia

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[WinFuture]


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comment 4 Kommentare zum Thema "Stadia: Tausende Spieleentwickler sind bereits an Bord; Nutzer sehen Googles Spieleplattform aber skeptisch"

  • Das größte Problem ist doch, dass man sich nicht sicher sein kann, ob Google Stadia nicht wieder einstellt. Dafür also Spiele zu kaufen macht keinen Sinn, wenn man Interesse hat die Spiele auch noch in einigen Jahren spielen zu wollen.

  • Naja das trifft auf alle Stores zu. Steam hat Konkurrenz bekommen, Epic Store kann morgen auch wieder dicht sein… Wenn du so denkst musst dir DVDs bei Media Markt kaufen und offline installieren. Das ist doch Steinzeit, keiner meiner Rechner hat mehr irgendwelche Laufwerke eingebaut. Und ich kauf mir auch kein externes USB Laufwerk… Nein danke, 1995 hab ich hinter mir gelassen

    • Das ist jetzt aber stark übertrieben, ich glaube Du weisst sehr genau, dass Steam NICHT morgen eingestellt werden kann ! Und Epic Store ist KEINE Konkurenz, das ist die Krätze.

  • Stadia ist interessant. Vertrauen in Google? NEIN, da Google in der Vergangenheit diverse Projekte gestartet und plötzlich wieder eingestellt hat. Das möchte niemand erleben, der erstmal 100 Spiele gekauft hat…

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