Googles neue Spieleplattform: CEO spricht über die Einstellung von Stadia, weitere Abo-Möglickeiten & mehr

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In der vergangenen Woche hat Google endlich alle Details rund um die umstrittene Preisgestaltung von Stadia bekannt gegeben und damit das Wettrennen um die nächste erfolgreiche Spieleplattform offiziell eröffnet. Im Vorfeld der Spielemesse E3 hat sich Googles Stadia-Chef Phil Harrison in einem Interview nun einigen Fragen gestellt, verteidigt das Preismodell, bewertet die Konkurrenz und nimmt auch zu der Angst Stellung, dass die Plattform schon bald wieder eingestellt werden könnte.


Mit Stadia steigt Google in einen völlig neuen Markt ein, den man viele Jahre lang gekonnt ignoriert hat, trotz zahlreicher Überschneidungen. Microsoft und Sony werden in diesen Wochen nachlegen und immer mehr Details zu ihren neuen Konsolen verraten und auch Google räumt mit offenen Fragen rund um Stadia auf. Interessant wird es natürlich auch sein, mit welchen Exklusivtiteln die Plattformen zukünftig glänzen können, denn auch da hat Google gerade erst vorgelegt und den ersten Titel gezeigt.

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Phil Harrison ist Chef von Googles neuer Spieleplattform Stadia und soll nicht nur für einen reibungslosen Start des Produkts im November 2019 sorgen, sondern sich natürlich auch darum bemühen, alle Zweifel auszuräumen und den Verkauf der Stadia Founders Edition voranzutreiben. Dabei hat er noch einige interessante Details genannt, die bisher nicht bekannt waren und vielleicht auch dafür sorgen, dass das Kauf + Abo Modell etwas attraktiver wird.

Wird Stadia bald wieder eingestellt?

Google hat sich das Image, viele interessante Produkte einzustellen, hart erarbeitet und erntet nun die Früchte. Gerade bei einer Spieleplattform, auf der die Nutzer viel Geld ausgeben und sich eine Bibliothek aufbauen müssen, ist das natürlich eine mehr als berechtigte Frage. Natürlich kann auch Harrison nichts tun, wenn Stadia zu einer gigantischen teuren Bruchlandung wird, aber laut seinen Worten spielt Stadia für Google eine sehr sehr große Rolle. Hoffen wir es.



Zusätzliche Abo-Möglichkeiten kommen

Publishers starting to think about their own subscriptions as well.

I don’t think that will be for every publisher, but I think for some of the publishers who have the bigger catalog and the more significant lineups.

Stadia bietet sowohl das kostenlose Base als auch das Pro-Abo an, aber offenbar wird es zukünftig noch weitere Möglichkeiten geben. Spieleentwickler könnten (das ist wohl noch in der Schwebe) eigene Abos anbieten, die dann nur auf ihre eigenen Spiele greifen. Das beträfe dann aber den Kaufen-Bereich, mit dem Google als reiner Betreiber der Plattform nicht viel zu tun hat, außer Provisionen einzustreichen. Auch auf anderen Plattformen müssen Spieler die Titel kaufen und können dann zusätzliche Inhalte erwerben, die mit der eigentlichen Plattform nichts zu tun haben.

Warum ist Stadia nicht Netflix?

Remember that the games are not linked to a particular device anymore. That one purchase gives you the value across your TV, your PC, your laptop, your tablet, and your phone. So, any screen in your life. We think that is a transformational moment for gamers. They also get the absolute latest, greatest gaming hardware powering their experience without the need to buy the hardware.

Harrison verteidigt das Preismodell mit den vielen neuen Möglichkeiten, die die Spieler dadurch bekommen, wie etwa das vollständig plattformübergreifende Spielen. Außerdem bekommen Spieler die bestmögliche und leistungsfähigste Hardware, ohne in eine teure Konsole investieren oder diese später aufrüsten zu müssen. Der Betrieb dieser Plattform kostet sehr viel Geld, sodass eine zusätzliche Spiele-Flatrate nicht machbar ist.

Kostenlose Spiele im Pro-Abo

It’s going to be familiar to the current subscriptions that gamers are use to. And obviously we’re going to work hard to put as many great games and value into that subscription that we can.

We will work with our publishing partners to set the prices that are right for them. But I think as a Stadia Pro subscriber, we will do our best to get great value. You see this with other gaming platforms where they will have promotions or discounts that come from time-to-time.

Das Pro-Abo bringt dem Nutzer nicht nur deutlich mehr Leistung, sondern wird auch weltweit die Leitungen zum Glühen bringen. Zusätzlich erhalten die Nutzer immer wieder kostenlose Spiele, wobei es aktuell lediglich einen einzigen Titel gibt. Laut Harrison arbeitet Google aber daran, so viele Spiele wie möglich in diesem Rahmen anzubieten. Außerdem stellt er Aktionen in Form von Promotion-Codes oder Ermäßigungen für Pro-Abonnenten in Aussicht.



Stadia und Social Media-Funktionen

We see every game is multiplayer. We think that’s a very good evolution for the industry. We have a bunch of social features in our platform that are really putting multiplayer at the heart of everything we do.

Stadia ist mit YouTube an eines der größten Social Networks der Welt angebunden, was zukünftig wohl auch noch stärker genutzt werden soll, als nur Spiele Live zu übertragen. Konkret wird Harrison nicht, möchte die Multiplayer-Modi aber in den Mittelpunkt von allem stellen, woran gerade gearbeitet wird.

Stadia vs. die ganze Konkurrenz

Stadia has a couple of advantages that are pretty unique. One is we are 100% purely a streaming platform. We don’t have the legacy of a console, we don’t have the legacy of a physical media business, or a physical platform to maintain.

It allows us to be completely screen agnostic. It allows us to deliver the same experience to a phone, to a TV, and everything in-between.

Plus we enjoy a great partnership with out friends at YouTube and the YouTube creators, who I think are going to become hugely influential. Even more so than they are today in the way that games get discovered and get enjoyed.

Stadia besteht im Gegensatz zur Konkurrenz nur aus einer Spieleplattform und muss sich nicht darum kümmern, ein Hardware-Geschäft oder Konsolen-Business aufrechtzuerhalten – was Harrison als Vorteil sieht. So wird es Stadia möglich, die Plattform überall anzubieten, ohne mögliche weitere Hardware anbinden oder das Konsolengeschäft unterstützen zu müssen. Außerdem sieht er die starke YouTube-Anbindung als entscheidenden Vorteil – was aufgrund der Dominanz der Videoplattform auch tatsächlich das beste Argument sein dürfte.

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[9to5Google]


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