Keine KI für Google: Alphabet-Tochter Deepmind hält Künstliche Intelligenz vor Google unter Verschluss

deepmind 

Künstliche Intelligenz spielt bei Google eine sehr große Rolle und ist in immer mehr Produkten zu finden. Viele Abteilungen innerhalb des Unternehmens beschäftigen sich mit der Weiterentwicklung der KIs und dürften dabei auch eng zusammen arbeiten. Doch ausgerechnet die Alphabet-Tochter Deepmind, die in diesem Bereich sehr weit fortgeschritten ist, spielt dabei nicht mit und verwehrt der Schwester Google den vollen Zugriff auf diese Technologien.


Wenn Google ein Unternehmen übernimmt, dann stehen normalerweise keine finanziellen Interessen im Vordergrund, sondern eher die Übernahme von Technologien, Plattformen, Nutzerdatenbanken sowie „Human Ressources“. Unter diesem Gesichtspunkt wirken die jetzt bekannt gewordenen Details der Deepmind-Übernahme im Jahr 2014 doch etwas außergewöhnlich, denn genau auf diese wertvollen Ressourcen – für die immerhin 625 Millionen Dollar gezahlt wurden – gibt es keinen uneingeschränkten Zugriff.

Google-Brain

Während Google die KIs vor allem für alltägliche Aufgaben einsetzt und sie in den Google Assistant integriert, Bilder und Handschrift erkennt oder Textvorschläge macht, geht es bei Deepmind etwas experimenteller, aber dafür auch größer zu: Erst kürzlich konnte die KI in StarCraft II gewinnen und hat schon häufig bewiesen, von Null an viele Dinge erlernen zu können. Doch die Technologie dahinter behält das Unternehmen für sich, denn man hatte sich bereits 2014 vertraglich zusichern lassen, dass Google NICHT die Kontrolle über die KIs übernehmen darf:

As part of the deal, DeepMind created an arrangement that would prevent Google from unilaterally taking control of the company’s intellectual property. In the year leading up to acquisition, according to a person familiar with the transaction, both parties signed a contract called the Ethics and Safety Review Agreement.

Far from being a cosmetic concession from Google, the Ethics Board gives DeepMind solid legal backing to keep control of its most valuable and potentially most dangerous technology, according to the same source.

Beide Unternehmen entwickeln ihre KIs also getrennt voneinander weiter und können somit kaum Synergien nutzen. Das bedeutet zwar nicht, dass es keinen Austausch gibt, aber dennoch muss man sich natürlich fragen, wie effizient das sein kann. Andererseits passt es aber auch gut in Larry Pages Konzept, mehrere Unternehmen mit der gleichen Aufgabe zu betreuen und stets einen Wettkampf am Leben zu halten, bei dem sich am Ende nur ein Produkt durchsetzen kann.

Siehe auch
» Risikofaktoren für Google-Aktionäre: Alphabet warnt vor den Folgen der Künstlichen Intelligenz

[9to5Google]


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