Adblock Plus: Kartellamt segnet Geschäftsmodell & Whitelist-Vertrag mit Google ab

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Zu Werbeblockern im Browser kann man stehen wie man möchte, aber sie gehören längst zum Alltag vieler Nutzer. Doch die AdBlocker filtern schon längst nicht mehr alle Werbeinhalte, sondern sind reihenweise mit Whitelists versehen, die akzeptable Werbung dennoch durchlassen. Vor allem Adblock Plus ist in dem Zusammenhang bekannt geworden und jetzt wurde das Geschäftsmodell sowie ein Vertrag mit Google vom Kartellamt abgesegnet.


Adblocker sind für viele Nutzer ein Segen, doch sie sind auch ein großer Teil eines Teufelskreises, dem sich niemand mehr entziehen kann. Da Webseiten nicht mit Luft und Liebe betrieben werden können, „müssen“ die Webmaster den Nutzern ohne Adblocker immer mehr Werbung ausliefern, um die Werbeeinnahmen stabil zu halten. Irgendwann ist dann die rote Linie überschritten und der nächste Schwung Nutzer installiert solche Blocker – und es beginnt von vorn. Das ist für niemanden schön, aber leider Realität.

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Adblock Plus gehört zu den populärsten Werbeblockern im Netz und hat dementsprechend eine große Macht über die Anzeige oder Blockade von Werbebannern. Das dahinterstehende Unternehmen hat Verträge mit einigen großen Werbenetzwerken, die sich gegen Bares auf eine Whitelist bringen und ihre eigenen Banner wieder anzeigen lassen können. Das ganze nennt sich dann „Acceptable Ads“ und führt denn Sinn eines Werbeblockers eigentlich Ad Absurdum.

Das Bundeskartellamt in Deutschland sowie die Bundeswettbewerbsbehörde in Österreich haben nach vielen Jahren nun grünes Licht für dieses Geschäftsmodell und Werbeblocker im Allgemeinen gegeben. Auch ein Vertrag zwischen Google und Eyeo als Adblock Plus-Betreiber war Gegenstand von Untersuchungen und wurde nun durchgewunken. Details dazu sind nicht bekannt, aber laut dem Standard-Vertrag könnte Google bis zu 30 Prozent der zusätzlich erzielten Umsätze an das Unternehmen abtreten müssen.

Langfristig ist das für Google natürlich nicht tragbar, sodass schon vor knapp einem Jahr ein Werbeblocker im Chrome-Browser integriert wurde, der lediglich zu aufdringliche Werbung blockiert. Wird vielen Nutzern nicht reichen, hätte aber eigentlich das Potenzial, den Teufelskreis endlich zu durchbrechen.

Siehe auch
» Google AdSense: Neue Oberfläche mit Material Theme wird ausgerollt (Screenshot)

» DSGVO: Französische Datenschutzbehörde CNIL verhängt 50 Millionen Euro Strafe gegen Google

[heise]


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