Das wird teuer (für den Kunden): Smartphone-Hersteller müssen bis zu 40 Dollar pro Gerät für Google-Apps zahlen

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In dieser Woche hat Google eine große Änderung für die Android-Lizenzen angekündigt, die den europäischen Raum betreffen und eine direkte Folge aus dem EU-Urteil gegen die App-Bündelung sind. Diese Änderung besagt, dass die Smartphone-Hersteller in Zukunft für die Vorinstallation von Google-Apps zur Kasse gebeten werden. Jetzt wurde bekannt, wie hoch dieser Betrag in etwa sein wird.


Natürlich bietet Google das Betriebssystem Android nicht aus reiner Nächstenliebe kostenlos an, denn die Entwicklung kostet ein Vermögen und beschäftigt Hunderte Mitarbeiter im Unternehmen. So wie viele andere Google-Produkte auch, wird es subventioniert und finanziert sich über die Einnahmen aus der Google-App sowie einigen anderen Apps, die erst durch Android eine solch starke Verbreitung erfahren konnten. Doch das funktioniert nun nicht mehr – zumindest in der EU.

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Bisher hat Google nur davon gesprochen, dass die Smartphone-Hersteller ab Ende Oktober eine „Gebühr“ an Googe zahlen müssen, um die Google-Apps weiter Vorinstallieren zu können. Doch wer von einem Cent-Betrag oder niedrigem Euro-Betrag ausging, der irrt sich. Tatsächlich kann Google je nach Ausstattung des Geräts und Zielland bis zu 40 Dollar pro Smartphone verlangen. Kein kleiner Brocken. Ein Faktor ist es, in welches Land das Gerät geliefert wird – wobei Deutschland gemeinsam mit UK, Norwegen, Schweden und Niederlande zur Kategorie A, der teuersten Gruppe, gehört.

Die weitere Aufschlüsselung erfolgt nach der Display-Auflösung: Bei mehr als 500 dpi werden 40 Dollar fällig. Zwischen 400 und 500 dpi sind es noch 20 Dollar. Unter 400 dpi sind es 10 Dollar. Bei der geringsten Auflösung im günstigsten Land sind es sogar nur 2,50 Dollar pro Smartphone. Außerdem werden die Smartphone-Hersteller, die die Google-Suche und Chrome nicht mehr vorinstallieren auch nicht mehr per Provision am Umsatz beteiligt.

Es dürft jedem klar sein, dass diese Kosten an den Endkunden weitergereicht werden. Smartphones werden also schon sehr bald um einige Euro teurer werden. (Oder schlechtere Displays verbaut haben).

Siehe auch
» Nach dem EU-Urteil gegen Android: Smartphone-Hersteller müssen schon bald für Google-Apps zahlen
» Milliardenstrafe gegen Android: Google legt Einspruch gegen die Entscheidung der EU-Kommission ein
» Android Milliarden-Strafe: Googles Geschäftsmodell steht auf der Kippe – mit großen Folgen für Android

[9to5Google]


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comment 3 Kommentare zum Thema "Das wird teuer (für den Kunden): Smartphone-Hersteller müssen bis zu 40 Dollar pro Gerät für Google-Apps zahlen"

  • Ehrlich, die EU bremst alles aus. DSGVO, Gesetz mit Microsoft und so weiter. Apple wird immer außenvor behandelt, obwohl die alles genauso machen. Ich würde mir mal wünschen einer sagt FU** EU. Einfach mal sagen, kein Android für EU Kunden, kein Windows für EU Kunden, kein Zugang zu Webseiten außerhalb der EU. Google Poker mal hoch und mal gucken wie schnell Samsung und die anderen Android Hersteller da Druck machen.

  • Abwarten. Die Genies in der EU kommen sicher als nächstes auf die Idee, dass sie Google verbieten wollen, Geld dafür zu verlangen.
    Überhaupt ist es doch eine Frechheit dass Google überhaupt Geld für irgendwas kriegt, die haben doch eh schon so viel, siehe diese Klage gegen ihr Werbegeschäft.
    Die EU ist eine dermaßen gescheiterte Institution, mir fehlen die Worte.

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