AMP: Google gibt die Kontrolle über das Format an ein neu geschaffenes Konsortium ab

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Vor über zwei Jahren hat Google das AMP-Projekt gestartet und hat damit ein neues Format aus der Taufe gehoben, mit dem das Web bzw. die Ladezeiten von Webseiten sehr viel schneller werden sollen. Das ist Google auch tatsächlich innerhalb kürzester Zeit gelungen, hat aber auch für sehr viel Kritik aufgrund der steigenden Google-Dominanz gesorgt. Jetzt reagiert Google darauf und gibt die Kontrolle über dieses Format ein Stück weit ab.


Gerade im mobilen Web sind Ladezeiten sehr wichtig und sind längst zu einem wichtigen Rankingfaktor geworden. Für einen ordentlichen Schub in Richtung Quasi-Instant-Laden hat Googles AMP-Projekt gesorgt, das einzelne Webseiten sehr schlank gestaltet und für eben diesen Einsatz optimiert. Das Format hat sich innerhalb von nur zwei Jahren (auch schon deutlich früher) so rasend verbreitet, dass mehrere Milliarden AMP-Webseiten pro Tag aufgerufen werden.

AMP Logo

Immer wieder wurde Google vorgeworfen, mit AMP noch mehr Kontrolle zu erhalten und sich das Web weiter zu Eigen zu machen. Zwar wurde immer wieder betont, dass die Nutzung von AMP keine Auswirkungen auf das Ranking in der Suchmaschine hat, aber da es praktisch nur AMP gibt, hat es das eben doch – wenn auch nicht gewollt. Auch aus diesem Grund gibt Google die Weiterentwicklung des Formats nun teilweise aus der Hand und hat ein Konsortium geschaffen, das gemeinsam über die Zukunft entscheidet.

In diesem Konsortium finden sich neben Google auch Bing, eBay, Yahoo! aber auch Pinterest und viele andere Unternehmen (siehe folgende Infografik). Diese haben auch in der Vergangenheit bereits am Projekt mitgearbeitet, aber erst jetzt wird es auf stabile Säulen gestellt. Für Google ändert sich im Grunde nichts, denn man wird auch weiterhin AMP unterstützen und das Format so wie bisher behandeln. Es wird lediglich die Weiterentwicklung des Formats von der Umsetzung in den Google-Produkten getrennt.

Einen Einfluss auf die zukünftigen geplanten AMP-Produkte wie AMP Stories oder auch AMP for E-Mail wird das also nicht haben. Vermutlich wird Google auch mit Konsortium ohnehin alle Weiterentwicklungen durchdrücken können, wenn sie denn notwendig sind.



AMP Infografik

In der Vergangenheit dürfte Google mit einem solchen Modell gute Erfahrungen gemacht haben, denn auch für den Werbeblocker des Chrome-Browsers wurde die Coalition for Better Ads geschaffen, die über solch zentrale Dinge abstimmt.

» Ankündigung im AMP Projekt

Siehe auch
» Webmaster aufgepasst: Mobile Ladezeiten sind bei Google zu einem wichtigen Rankingfaktor geworden

[The Verge]


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