Gboard 7.4: Verbesserter Morsecode, schwebende Tastatur, neue Selfie Stickers & einiges mehr (Teardown)

gboard 

Es gibt wieder eine neue Version von Googles populärer Tastatur-App Gboard. Das Update auf die Version 7.4 bringt einige Verbesserungen an der Oberfläche aber auch unter der Haube mit. So gibt es nun eine verbesserte Rechtschreibprüfung, die Selfie Sticker aus Googe Allo finden ein neues Zuhause und auch an der Darstellung und Größe der Tastatur-App wird mit zwei Änderungen gearbeitet.

Rechtschreibprüfung

gboard spellcheck

Eine Autokorrektur bzw. integrierte Rechtschreibprüfung gehört zum Standard in jeder Tastatur-App und ist natürlich auch in das Gboard integriert. Allerdings gab es seit einiger Zeit Berichte über Fehlfunktionen, die zu falschen Erkennungen und Korrekturen geführt haben. Jetzt wird die Funktion etwas anders umgesetzt und unterstreicht nicht korrekt geschrieben Wörter mit einer roten Linie. Diese Funktion ist zwar enthalten, lässt sich derzeit aber noch nicht nutzen.

Verbessertes Morsecode-Keyboard

gboard morse mini keyboard

Vor zwei Monaten wurde das Morsecode-Keyboard eingeführt, das auch die klassischste Eingabe von digitalen Zeichen erlaubt. Da diese Tastatur aber aus nur zwei Tasten besteht, muss sie nicht unbedingt die volle Höhe der normalen Tastatur einnehmen. Jetzt lässt sich dafür das Mini Keyboard verwenden, das nur in etwa die Hälfte der Höhe einnimmt, aber noch immer mehr als bequem erreichbar ist.



Teardown: Schwebendes Keyboard

Tastatur-Apps auf dem Smartphone haben das Problem, dass sie möglichst viele Tasten und Funktionen anbieten sollen, die zwar groß genug sind um vom Nutzer und seinem dicken Daumen leicht erreichbar sind, aber dennoch nicht zuviel Platz von der eigentlich aktiven App wegnehmen. Gboard erlaubt es schon seit längerer Zeit, die Höhe der Tastatur und damit auch die Größe der Tasten festzulegen. Aber das ist noch immer nicht genug.

In Zukunft wird es auch möglich sein, das Keyboard schweben zu lassen. Das bedeutet, das es nicht mehr Stur am unteren Displayrand klebt, sondern einfach als schwebendes Overlay eingeblendet wird, das der Nutzer frei über das Display verschieben kann. So steht der App weiterhin die volle Höhe des Displays zur Verfügung und die Tastatur stört keine möglicherweise wichtigen Bereiche mehr. Ob das im Alltag praktikabel ist, muss sich zeigen. Insbesondere beim Ausfüllen von Formularfeldern im Browser stelle ich es mir aber recht nützlich vor.

Minis Selfie Sticker

gboard minis

Das Team von Google Allo hatte eine Vorliebe für Sticker und hat unter anderem auch die Selfie Sticker erdacht, mit denen jeder Nutzer das eigene Foto per Künstlicher Intelligenz in ein Sticker Pack umwandeln konnte. Da sich das Allo-Team aber bekanntlich temporär aufgelöst hat, ist nun auch diese Technologie in eine andere Abteilung gewandert und wird nun auch im Gboard-Team untergebracht.



gboard sticker beispiel

Im Gboard nennt sich das Ganze nun schlicht und einfach „Minis“, funktioniert aber nach dem bekannten Prinzip: Der Nutzer schießt ein Selfie, das anschließend analysiert wird und dann in verschiedene Sticker umgewandelt wird. Dabei darf man aber keine großen Wunder erwarten, denn wenn wenigstens eine Ähnlichkeit mit dem eigenen Gesicht vorhanden ist, kann man schon mehr als froh sein. Aber das kann sich in Zukunft natürlich auch bessern.

Neue GIF-Effekte

gboard gif effekte

Mit der letzten Gboard-Version wurden bereits neue GIF-Effekt eingeführt und auch bei der Version 7.4 waren die Designer wieder kreativ. Auf obigem Bild seht ihr die Effekte, die zwar keine Beschreibung haben, aber dessen Titel jeweils wohl selbsterklärend sein dürften: Sie nennen sich „Ballons rising“, „Confetti“ und „Firework explodes“. Erstes kommt derzeit übrigens auch bei Google AdSense zum Einsatz.

[AndroidPolice]


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