Georges Méliès: Das bisher aufwendigste Google-Doodle für den französischen Filmpionier (Videos)

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Am heutigen 3. Mai ehrt Google den Filmpionier Georges Méliès mit dem aufwendigsten Google-Doodle, das bisher erstellt wurde. Der vielseitige Künstler hat heute allerdings nicht Geburtstag, sondern es wird der Jahrestag der Veröffentlichung seines wohl größten Meisterwerks zelebriert. Anlässlich dessen hat Google einen 3D-Kurzfilm produziert, der auch in VR angesehen werden kann. Außerdem gibt es eine große Georges Méliès-Ausstellung bei Google Arts & Culture.


google doodle zu ehren georges melies

Das heutige Doodle zeigt den Künstler Georges Méliès inklusive seines wichtigsten Arbeitsgeräts im Stile seiner Zeit. Der Künstler ist oben links zu sehen und filmt in dieser Ansicht den von Google nachgestellten Kurzfilm „Back to the moon“. Wie üblich fungiert auch heute wieder das zweite „o“ des Logos als großer Play-Button, der den Mond darstellt. Um die Zuseher noch weiter anzuheizen, wird auch gleich vom 360 Grad-Film gesprochen, der ebenfalls im Stile dieser Zeit leicht übertrieben beworben wird. Alles in allem ein sehr gelungenes Doodle.

Aber das eigentliche Doodle ist heute nicht unbedingt das Spannende, sondern das dahinter liegende Video. Dieses steht sowohl in einer 2D- als auch in einer 3D-Variante zur Verfügung. Beide Filme enthalten dieselbe Handlung, aber die 3D-Version lässt sich um 360 Grad drehen und nimmt den Zuseher so tief mit in das Geschehen. Im Hintergrund gibt es zwar auch einiges zu Entdecken, das ist aber für die Haupthandlung nicht relevant.

Wer eine VR-Brille hat, kann das Video auch mit dieser ansehen und noch realistischer in die Welt des Filmes eintauchen. Im Folgenden findet ihr die beiden Versionen der Videos.



3D-Video Back to the moon

2D-Video Back to the moon

Der Film enthält übrigens sehr viele Anspielungen auf die von Méliès erfundenen bzw. erstmals angewendeten Special Effects, die für damalige Verhältnisse extrem gut waren und mit etwas Modernisierung auch heute noch von jedem Zauberkünstler eingesetzt werden könnten. Auf der Info-Seite zum Doodle findet ihr eine Reihe von Beispielen. Aus Traffic-Gründen binde ich hier nur Screenshots ein, bei Google sind die Bilder animiert.

georges melies



George Méliès wurde am 8. Dezember 1861 geboren und gilt als einer der größten Filmpioniere. Interessanterweise kam er nur durch Zufall zum Film und war eigentlich Illusionist, Magier, Theaterbesitzer und vor allem auch Künstler. Um seine Illusionen zu perfektionieren, stieg er nach einer Bekanntschaft mit den berühmten Lumiere-Brüdern zum Film um und schuf Anfang des 20. Jahrhunderts die ersten Filme mit Special Effects – die richtungsweisend und so einfach wie genial waren. (Siehe Beispiele oben).

Einer der frühen Filme von Georges Méliès

Méliès drehte an die 1.500 Filme (!), von denen heute aber nur noch knapp 200 enthalten sind. Über 1.200 Filme musste er aus Geldnot als Rohmaterial an die Schuhindustrie verkaufen und sind somit für immer verloren – so wie viele Filme aus dieser Zeit. Eine große Sammlung an Informationen und auch Videos findet ihr bei Google Arts & Culture.

An diesem Google-Doodle bzw. dem Film und allem drumherum waren mehrere Dutzend Mitarbeiter beschäftigt (siehe Infoseite), womit es zum bisher aufwendigsten Doodle wird. Erst vor kurzem gab es übrigens ebenfalls eine Premiere, und zwar das erst gebacken Doodle zum Pi Day.

» Google Arts & Culture Georges Méliès
» Spotlight Story: Back to the Moon

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