Johann Carl Friedrich Gauß: Google-Doodle zum 241. Geburtstag des deutschen Mathematikers

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Der deutsche Mathematiker, Astronom, Geodät und auch Physiker Johann Carl Friedrich Gauß hätte am heutigen 30. April bereits seinen 241. Geburtstag gefeiert und wird anlässlich dessen in vielen Ländern auf der Google-Startseite mit einem Doodle geehrt. Gauß gehört zu den bekanntesten Mathematikern der Welt und hatte schon zu seinen Lebzeiten den Titel des „Fürst der Mathematiker“ inne. Viele naturwissenschaftliche Grundlagen und Formeln tragen bis heute seinen Namen.


Johann Carl Friedrich Gauß Doodle 241 Geburtstag

Beim heutigen Doodle verzichtet der Designer darauf, überhaupt erst zu versuchen das Google-Logo unterzubringen, aber dafür hat er einen andren cleveren Trick angewendet. Jeder Buchstabe bekommt ein Feld, dessen Farbe im Vordergrund oder Hintergrund jeweils der Farbe des Buchstabens im Google-Logo entspricht. So ist auch zu erklären, warum der Meister himself heute als Schlumpf dargestellt wird 😉 Gauß selbst blickt in dem Doodle auf seine berühmtesten Experimente und Erfindungen.

Diese Erfindungen sind zu sehen
Im ersten Bild ist Gauß selbst im Profil. Daneben ist seine neue Methode der Bahnbestimmung von Himmelskörpern und darunter sein Beweis zur Konstruierbarkeit eines Siebzehnecks zu sehen. Gefolgt wird es von der bekannten Gaußkurve, dann oben rechts das von ihm erfundene Heliotrop und unten rechts dürften wohl seine Verdienste in der Elektrizität, Telegrafie oder auch Magnetografie gewürdigt werden.

Gestaltet wurde das heutige Doodle von Bene Rohlmann.



Jeder, der sich etwas tiefer als das Schul-Grundwissen mit der Mathematik auseinandergesetzt hat, dürfte den Namen Gauß kennen und auch schon häufig die von ihm entdeckten Grundlagen angewandt haben. Der „Fürst der Mathematiker“ hatte viele Entdeckungen schon in frühen Jahren gemacht und hatte sich niemals auf seinem Erfolg ausgeruht. Bekannt ist er in Deuschland auch dadurch, dass er auf dem 10 DM-Schein abgebildet war, wie ihr auf folgendem Bild sehen könnt:

gauß deutsche mark

Einige der beeindruckendsten Leistungen von Gauß:

Mit 18 Jahren entwickelte Gauß die Grundlagen der modernen Ausgleichungsrechnung und der mathematischen Statistik (Methode der kleinsten Quadrate), mit der er 1801 die Wiederentdeckung des ersten Asteroiden Ceres ermöglichte. Auf Gauß gehen die nichteuklidische Geometrie, zahlreiche mathematische Funktionen, Integralsätze, die Normalverteilung, erste Lösungen für elliptische Integrale und die Gaußsche Krümmung zurück. 1807 wurde er zum Universitätsprofessor und Sternwartendirektor in Göttingen berufen und später mit der Landesvermessung des Königreichs Hannover betraut. Neben der Zahlen- und der Potentialtheorie erforschte er u. a. das Erdmagnetfeld.



Gauß wurde am 30. April 1777 in Braunschweig geboren und war schon in jungen Jahren mathematisch begabt. Wie er selbst scherzhaft sagte, habe er das Rechnen noch vor dem Sprechen gelernt und hatte vor allem die Gabe, komplizierte Rechnungen im Kopf durchzuführen. Schon im Alter von sieben Jahren beeindruckte er seinen Mathematik-Lehrer, mit 18 Jahren entwickelte der die moderne Ausgleichsrechnung. Nach seinem Studium forschte er sein Leben lang nicht nur in der Mathematik, sondern auch in der Astronomie, Landvermessung, hat wertvolle Beiträge zur Zahlentheorie und Potentialtheorie geleistet und hat auch weit über seinen Tod hinaus per Tagebuch den Umfang seines Werkes erweitert.

Bei Wikipedia findet ihr eine lange Liste von gut zwei Seiten mit vielen Methoden, Erfindungen und Einheiten die nach ihm benannt sind – und der Großteil ist nicht nur zu Ehren benannt, sondern wurde tatsächlich von ihm entdeckt. Wohl einer der beeindruckendsten und wichtigsten Mathematiker der Geschichte.

» Johann Carl Friedrich Gauß in der Wikipedia

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Entwürfe des Doodles

Johann Carl Friedrich Gauß Entwurf 1

Johann Carl Friedrich Gauß Entwurf 2


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