Peinlich: Auf der Onscreen-Tastatur von Android Wear 2.0 fehlen wichtige Buchstaben

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Googles aktuelles Smartwatch-Betriebssystem steht wirklich unter keinem guten Stern: Nachdem der Release immer wieder verschoben wurde, taten sich die Hersteller über Monate sehr schwer, das Update für ihre Smartwatches auszuliefern und haben ihre Nutzer im Regen stehen lassen. Mittlerweile ist das Update für nahezu alle kompatiblen Uhren verteilt, und jetzt gibt es das nächste Kuriosum: In einigen Sprachen fehlen auf der Tastatur einige Zeichen.


Gerade erst haben es die Nachzügler LG und Asus geschafft, ihre „alten“ Flaggschiffe mit Android Wear 2.0 zu versorgen, und das nachdem beide Unternehmen die Nutzer lange im Regen haben stehen lassen und sich offenbar selbst nicht ganz klar WANN und OB es ein Update geben wird. Doch die Probleme sind überwunden, und nun stehen schon die nächsten vor der Tür, bei denen man sich fragen muss, wie sie es durch die Qualitätssicherung geschafft haben.

Android Wear Keyboard

Mit Android Wear 2.0 hat Google eine virtuelle Tastatur integriert, auf der man direkt auf den winzigen Smartphone-Displays tippen kann. Das allein fanden viele Beobachter schon mutig, da sich bekanntlich einige Menschen schon auf dem Smartphone schwer tun, doch die ersten Tests haben gezeigt, dass es mit Swipen durchaus möglich ist schnell und effektiv zu schreiben. Allerdings scheinen die Googler nicht bedacht zu haben, dass es in einigen Sprachen zusätzliche Zeichen gibt, die ebenfalls ihren Platz auf der Tastatur finden müssen.

Nutzer aus Russland und Ungarn berichten, dass auf ihren Tastaturen bis zu drei wichtige Tasten auf dem Keyboard fehlen. Das soll aber nicht unbedingt daran liegen dass die Entwickler die Tasten vergessen hätten, sondern aus der Rundung der Smartwatches resultieren. Die Tasten werden einfach vom Display abgeschnitten, weil es eben rund ist. Auf den Screenshots in den verlinkten Foren sieht es zwar nicht wirklich so aus, aber es wird darüber spekuliert dass die Tasten eigentlich da sind, und nur herausgeschnitten wurden.

Nun kenne ich mich mit den Sprachen zu wenig aus, aber laut den Nutzern handelt es sich dabei nicht um Sonderzeichen, sondern um wichtige Buchstaben, ohne die sie kaum vernünftig schreiben könnten.



Hi,
Just wanted to update this thread to say that this has carefully been considered and will be coming in a future update.

Thanks everyone for your feedback!

Google hat das Problem bereits erkannt und bestätigt und hat einen zeitnahen Fix versprochen. Bleibt für die Nutzer natürlich zu hoffen, dass dieser auch zeitnah an ihre Geräte verteilt wird, damit sie auch ohne Sprachsteuerung auf Nachrichten antworten können. In der deutschen Variante (siehe Screenshot oben) scheinen alle Tasten vorhanden zu sein, denn die Umlaute sind über einen langen Tastendruck zu erreichen bzw. können ja auch problemlos mit ae, oe und ue ersetzt werden, wenn es denn sein muss.

Ich frage mich viel mehr, wie solch ein Problem überhaupt entstehen kann, denn Google dürfte doch sicherlich so etwas wie eine Qualitätssicherung betreiben – gerade bei einer neuen Version eines Betriebssystems. Aber entweder wurde das System nur auf englisch und nicht in den lokalen Niederlassungen getestet, oder es wurde tatsächlich nur auf einem Emulator getestet, der keine Rundungen hatte, und auf denen die Tasten dann tatsächlich vorhanden sind.

Wie dem auch sei, die Tatsache dass solch ein peinlicher Fehler es Monate nach dem Release auf die Geräte der Nutzer schafft ist für einen globalen Konzern wie Google sehr peinlich, und zeigt dass Android Wear derzeit wohl doch eher als Nebenprodukt gesehen wird.

[9to5Google]


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comment ommentare zur “Peinlich: Auf der Onscreen-Tastatur von Android Wear 2.0 fehlen wichtige Buchstaben

  • Für Google ein Meeto-Produkt ohne größeren strategischen Nutzen, daher mit deutlich reduziertem Aufwand realisiert. Vor allem wenn es mit dem vergleicht, was Apple mit seiner Watch treibt.

    • Danke für den aufschlussreichen Kommentar.
      Das Wort „peinlich“ drückt es ungenügend aus, es ist ja dann viel schwerwiegender.
      Was wird nun unternommen?

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