Bot oder Mensch? Googles Recaptchas können jetzt auch in Android-Apps verwendet werden

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Captchas zur einfachen Trennung von menschlichen Nutzern und Bots gibt es schon seit vielen Jahren, und auch die bekannte Variante von Google feiert in diesen Tagen einen runden Geburtstag: Die Google-Tochter reCAPTCHA feiert ihren 10. Geburtstag und beschenkt sich, und die Nutzer, nun mit einer deutlich größeren Reichweite und dem Einzug auf jedes Android-Smartphone. Eine entsprechende API kann ab sofort von jedem App-Entwickler genutzt werden.


In den Boomjahren der Captchas gab es einen großen Wettlauf zwischen den Anbietern bzw. Entwicklern und den Bot-Entwicklern, der wie immer auf dem Rücken der Nutzer ausgetragen wurde: Simple Captchas waren von Bots sehr leicht zu erkennen und konnte so auch von Bots eingegeben werden, was wiederum zu immer schwereren und verzogeneren Buchstabenfolgen führte. Diese konnten dann schlussendlich selbst von einem Menschen nicht mehr entziffert werden, und damit war ihnen praktisch schon wieder ein Ende gesetzt. Googles Recaptchas bildeten dabei schon seit längerer Zeit eine Ausnahme.

recaptcha

Jetzt hat das Recaptcha-Team angekündigt, dass der Schutz vor Bots ab sofort auch unter Android zur Verfügung steht und wie gewohnt kostenfrei von Entwicklern verwendet werden kann. Der Schutz funktioniert dabei genau so wie auf dem Desktop und soll zuverlässig zwischen Nutzer und Bot unterscheiden können, und das ganze ohne zutun des Nutzers. In den meisten Fällen soll das auch sehr gut funktionieren – und sollte das System dann doch mal nicht ganz sicher sein, muss nur ein Haken gesetzt oder ein simples Captcha ausgefüllt weden.

Möglich wird diese Integration nun durch die Einführung der Invisible Captchas, die den Nutzer vollkommen ohne Zutun erkennen können. Auch unter Android dauert das einige Sekunden und der Nutzer wird über die zusätzliche Wartezeit informiert. Ist der Nutzer dann als solcher erkannt worden, wird dies ebenfalls mitgeteilt und die App kann weiter genutzt werden. Nützlich ist dann nun vor allem für Anmeldeformulare oder diverse Social Software, bei der Nutzer viele Eingaben machen können, die in den meisten Fällen sofort erscheinen.

Captchas auf dem Smartphone sind nicht wirklich weit verbreitet, da es bisher nur vergleichsweise wenige Bots gibt die Apps nutzen und dort Formulare ausfüllen können.



Die Recaptcha-API ist ab sofort ein fester Bestandteil der Google Play Services und steht somit auf praktisch allen Android-Smartphones ab sofort zur Verfügung. App-Entwickler können diese relativ leicht in ihre Apps einbinden und sich so vor Bots schützen. Voraussetzung dafür ist nur API-Level 14, den aber ein überwiegender Teil der Android-Smartphones unterstützt. Dadurch ist sicher gestellt, dass die dadurch geschützten Apps auch auf betagteren Smartphones funktionieren.

In den vergangenen zwei Jahren hat Recaptcha große Fortschritte gemacht: Die Captchas waren schon seit langer Zeit leicht lesbar und basierten unter anderem auf Streetview-Fotos. Ende 2014 wurde dann das NoCaptcha eingeführt, bei dem der Nutzer nur noch ein Feld abhaken musste und dadurch erkannt wurde. Dieser kleine Schritt wurde dann vor wenigen Monaten durch das Invisible Captcha ebenfalls noch abgelöst und seitdem funktioniert die Erkennung komplett ohne bewusstes Zutun des Nutzers.

» Recaptcha API
» Ankündigung im Android Developers Blog

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