Area 120: Googles interner „20 Prozent-Zeit Startup-Inkubator“ sucht Tester für neue App-Ideen

area120 

Auch wenn es immer wieder anders lautende Gerüchte gibt, ist die berühmte „20 Prozent-Zeit“ der Mitarbeiter bis heute ein Teil der Google-Kultur und scheint bis heute neue Produkte hervorzubringen. Zur besseren Organisation dieser Zeit wurde im vergangenen Jahr der interne Startup-Inkubator Area 120 gegründet. Dieser hat nun eine eigene Webseite bekommen und lädt interessierte Nutzer dazu ein, zukünftige Produkte in einem frühen Stadium auszuprobieren.


Eines der frühen Erfolgsgeheimnisse von Google war die sogenannte 20 Prozent-Zeit. Das bedeutet dass die Mitarbeiter 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in eigene Projekte und Interessen investieren können. In dieser Zeit haben damals heute so wichtige Standbeine wie GMail oder auch die Google Maps ihren Anfang gefunden. Auch aus diesem Grund ist diese Regelung, die sich offenbar bewährt hat, bis heute aktiv. Mittlerweile gibt es zwar strengere Regeln, aber grundlegend besteht das Programm weiterhin.

area 120 logo big

Um etwas mehr Struktur in die 20 Prozent-Projekte zu bringen, wurde innerhalb von Google vor einiger Zeit der Inkubator Area 120 gegründet, dessen Bezeichnung ebenfalls auf dieses Projekt zurückgeht. Da sich mit der 20 Prozent-Zeit keine wirklich großen Projekte im Alleingang entwickeln lassen, soll dieses Team nun dabei helfen, die Ideen mit Manpower und Ressourcen zu unterstützen. Damit ist dann auch gleich der Name „Area 120“ erklärt, denn er setzt sich aus der 20 Prozent-Zeit plus der Hundert Prozent-Zeit des Teams zusammen.

We’re an experimental program within Google to help small teams rapidly build new products in an entrepreneurial environment. We’re where Googlers spend 100% of their time on 20% projects.

Auf der Webseite von Area 120 sind derzeit zwar noch keine der bisher veröffentlichten Projekte zu sehen, dafür stellt sich das Team dort aber in kurzen Worten und mit einigen Bildern vor. Aber da innovative Ideen nicht nur Unterstützung sondern auch fleißige Tester brauchen, kommen nun wieder die interessierten Google-Nutzer ins Spiel. Auf der Webseite kann jeder seine Mail-Adresse angeben und sich für frühzeitige Tests von neuen Apps und Experimenten anmelden.

Area 120 dürfte sich nur auf die Entwicklung von Apps konzentrieren, da bei der Anmeldung nur ausgewählt werden kann, welches mobile Betriebssystem man einsetzt.



Area 120 dürfte schon seit längerer Zeit existieren, doch erst jetzt präsentiert sich das Startup auch nach außen. Bisher sind nur einige Apps aus dem Inkubator in die App Stores gekommen, die wir euch bereits vor einigen Monaten vorgestellt haben: Uptime, Super Sonic Fun Voice Messenger und a href=“https://www.googlewatchblog.de/2017/04/appointments-neue-app-terminreservierung/“>Appointments. Außerdem wurde innerhalb des Inkubators das erst gestern neu vorgestellte AdVr-Konzept für Werbebanner in der Virtual Reality vorgestellt. Derzeit dürften sich aber noch sehr viel mehr Projekte in Entwicklung befinden.

Ein Teil des Konzepts dürfte es auch sein, dass die Projekte unabhängig von Google sind und weder mit dem Account verbinden sind (höchstens optional) noch vom Unternehmen beworben werden. Sollte eine App dann tatsächlich richtig abheben, dürfte sie aber vermutlich in ein Google-Produkt umgewandelt oder in ein bestehendes integriert werden. Bisher war das aber noch nicht der Fall, aber sehr wahrscheinlich hat man schon einige vielversprechende Produkte im Petto.

P.S. Erinnert sich noch jemand an die Google Labs? Auch in diesem Portal wurden damals viele 20 Prozent-Projekte vorgestellt und konnten dort direkt genutzt werden. Die Labs waren lange Zeit eine beliebte Spielwiese und waren Teil der damaligen Google-Kultur, die auch nach außen getragen wurde. Mit Area 120 geht man das ganze mittlerweile deutlich professioneller an. Bleibt zu hoffen, dass dort viele interessante Produkte herauskommen.

» Area 120

Cyber Monday Woche: Amazon-Hardware stark reduziert - so kommen die Google-Apps auf Echo & Fire


Teile diesen Artikel:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.