Google des Tages: Altaba

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Google des Tages: Altaba (586-000)
Gut ein halbes Jahr nach dem der Verkauf von Yahoo! an Verizon bekannt gegeben worden ist, steht der Deal nun kurz vor dem Abschluss. Aber der US-Telekomriese übernimmt nicht das gesamte Unternehmen, sondern es bleibt noch eine deutlich wertvollere Holding übrig – und diese bekommt nun den neuen Namen „Altaba“.


Verizon wird nicht das gesamte Unternehmen Yahoo! übernehmen, sondern sichert „nur“ das komplette Internetgeschäft und auch den stark verbrannten Markennamen „Yahoo!“. Übrig bleibt noch das Rest-Yahoo!, das deutlich mehr Wert ist und sehr viel profitabler als das gesamte Web-Geschäft war und ist. Dieser Rest besteht nur aus der Beteiligung an Yahoo! Japan und dem chinesischen Giganten Alibaba – deswegen ist wohl auch der neue Namen „Altaba“ stark daran angelehnt.

Yahoo Altaba Marissa Mayer

Die bisherige Yahoo!-CEO Marissa Mayer wird das Zombie-Unternehmen im Zuge der Spaltung verlassen, aber vorerst auch weiterhin an der Spitze des Web-Geschäfts stehen. Mayer kam vor viereinhalb Jahren von Google und war die große Hoffnungsträgerin des damals schon schwer angeschlagenen Unternehmens. Tatsächlich ging es auch kurzzeitig bergauf, und Yahoo! konnte etwa Marktanteile bei der Suchmaschine dazu gewinnen und eine Reihe von Start-Ups um sich versammeln. Aber Finanziell ging es immer weiter abwärts.

Welche Pläne der neue Eigentümer Verizon mit Mayer hat, ist noch offen. Vermutlich wird sie auch weiterhin an der Spitze des Unternehmens stehen, aber eine weitere Instanz über sich erhalten die ihre Entscheidungen überwacht. Doch ob Yahoo! eines Tages wieder zu altem Glanz geführt werden kann, darf zumindest stark angezweifelt werden und ist eine Hiobs-Aufgabe, für die Mayer sicherlich nicht die geeignete Person ist.



Auch wenn das Unternehmen nun erst einmal gespalten wird, ist noch unklar ob die Übernahme tatsächlich stattfindet. Nach gleich zwei großen Sicherheitslücken soll Verizon den Preis von 4,8 Milliarden Dollar drücken und nur noch deutlich weniger für das Unternehmen zahlen wollen. Nachdem auch der letzte Nutzer verprellt wurde, das Vertrauen der Menschen am Boden liegt und die Marke vollends verbrannt ist, wäre es auch kein Wunder wenn Verizon noch einmal die Notbremse zieht und die Übernahme abbläst.

Viel interessanter könnte da schon das neue Unternehmen Altaba sein, das nicht nur hochprofitabel ist sondern durch die beiden starken Beteiligungen auch weiterhin im IT-Geschäft tätig ist. Denkbar ist, dass die neue Holding sich an kleineren Start-Ups beteiligt und als eine Art Inkubator fortgeführt wird – und auch da kann natürlich irgendwann ein Glücksgriff mit dabei sein 😉

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[Spiegel Online]



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