Vor einigen Tagen ist es einem ehemaligen Google-Mitarbeiter gelungen, sich die Domain google.com für 12 Dollar zu kaufen und für etwa 60 Sekunden der offizielle Besitzer der wertvollen Adresse zu sein. Zwar hat Google den Fehler sehr schnell bemerkt und die Transaktion noch rechtzeitig gestoppt, aber dennoch hat dieser Fall eine gewaltige Lücke aufgezeigt - die dem Unternehmen zu recht peinlich ist. Als Entschädigung bzw. Belohnung hat der Entdecker nun mehr als 10.000 Dollar von Google bekommen.
Die Domain google.com dürfte wohl zu den wertvollsten der Welt gehören und ist natürlich unverkäuflich. Bei vielen großen Domain-Registraren stehen solche Domains auf einer schwarzen Liste und können daher niemals von einer anderen Person oder Unternehmen registriert oder übernommen werden. Doch offenbar scheint es bei Google Domains keine solche Liste zu geben, denn einem Ex-Mitarbeiter des Unternehmens ist es nun gelungen, sich die Adresse google.com für 12 Dollar zu sichern und war so für wenige Minuten der Besitzer der Domain.
Google bietet Webmastern eine Fülle von Möglichkeiten zur Verwaltung und Optimierung ihres Online-Auftritts, ist selbst aber nie aktiv in das eigentliche Hosting von Homepages eingestiegen - wenn man die reinen Content-Hoster wie Blogger einmal außen vor lässt. In Zukunft könnte Google aber auch in diesem Bereich zu einer großen Konkurrenz werden, denn ab sofort hat man in einem ersten Schritt damit begonnen, nun auch Domains unter der eigenen Marke zu verkaufen. Google Domains ist allerdings vorerst nur US-only.
Google bietet in seinem Kerngeschäft viele Dienste rund um das Hosting von Daten und dutzende Tools für webmaster an, hat sich aber nie am klassischen Hosting-Geschäft beteiligt - doch das könnte sich schon bald ändern. In einem ersten Schritt hin zu einem umfassenderen Angebot wurde gestern Google Domains gestartet, über das sich eingeladene Nutzer eine eigene Domain registrieren können.