Wie der australische App-Entwickler Dan Nolan angeblich festgestellt hat, gibt Google bei jedem Kauf einer App im Play Store die vollständige Adresse und einige weitere Daten des Users an den Entwickler weiter. Nolan bemängelt, dass diese Googles Datenschutzrichtlinien widersprechen.
Mittlerweile ist es bereits fast 1 Jahr her, dass Googles Cookie-Umgehung aufgeflogen ist und dem Unternehmen viel Ärger und negative Publicity eingebracht hat. Während das Thema in den USA mittlerweile vom Tisch ist und Google eine Strafe von 22,5 Mio. Dollar gezahlt hat, sind nun auch die Briten aufgewacht und planen eine Schadensersatz-Klage.
Anfang des Jahres machte Google Schlagzeilen damit, Cookie-Regeln ignoriert und die Browser-Einstellungen absichtlich umgangen zu haben. Nachdem zuerst der Safari betroffen war, wurde kurz darauf bekannt dass auch der Internet Explorer ausgetrickst wurde. Das kostet Google nun 22,5 Millionen Dollar.
Google-Chef Larry Page ist für einen zweifelhaften Award nominiert worden: In der Kategorie "Weltweiter Datenhunger" ist er für die Einführung der neuen Datenschutzbestimmungen nominiert worden und hat angesichts der aktuellen Diskussionen gute Aussichten auf den Gewinn des Awards.
Die EU-Datenschutzbehörden unter Schirmherrschaft des französischen Ablegers CNIL haben Googles Datenschutzbestimmungen gestern erst für illegal befunden und geben dem Unternehmen nun einige Monate Zeit an diesen zu feilen. Doch in einer ersten Reaktion zeigt sich Google wenig einsichtig.
Wie bereits angedroht, hat die französische Datenschutzbehörde CNIL gestern ihren Bericht über Googles Datenschutzbestimmungen vorgelegt. In diesem Bericht kommt die Behörde zum Schluss dass diese gegen geltendes EU-Recht verstoßen und gibt Google jetzt 3-4 Monate Zeit diese daran anzupassen.
Als letzter großer Browser-Hersteller hat Google bisher noch keine Do Not Track-Funktion in Chrome integriert. Ein erster Hinweis auf eine baldige Unterstützung des Quasi-Standards gibt es in den Nightly Builds von Chromium - den Versionen die noch unter dem Dev-Status rangieren. Eine schwere Entscheidung für Google.
In der jüngeren Vergangenheit ist Google einige male aufgrund einiger Datenschutz-Probleme negativ in die Kritik geraten. Ob absichtlich oder aus Ehrgeiz einzelner Mitarbeiter, die Schlagzeilen haben Google zugesetzt und nun muss das Vertrauern der User zurück gewonnen werden - dazu wird PR-wirksam ein internes "Red Team" gegründet.
Es hatte sich bereits Anfang Juli abgezeichnet dass Google eine Rekordstrafe von 22,5 Mio Dollar an die amerikanische FTC im Streit um die Cookie-Umgehung zahlen muss. Jetzt wurde das Urteil öffentlich und die Zahlung der Summe bestätigt - doch der Imageschaden für Google dürfte sehr viel höher ausfallen.
Das Verfahren zwischen der FTC und Google wegen der Cookie-Umgehung steht kurz vorm Abschluss und dürfte mit einer Rekordstrafe für Google enden. Laut Informationen des Wall Street Journal akzeptiert Google die Strafe in Höhe von 22,5 Millionen Dollar und ist damit sogar noch mehr als glimpflich davon gekommen.
Die Untersuchung der amerikanischen Regulierungsbehörde FCC im Fall der Cookie-Umgehung gegen Google stehen vor dem Abschluss: Dass Google zu einer Strafe verdonnert wird steht mittlerweile fest, nur über die Höhe wird derzeit noch verhandelt - diese dürfte sich im Bereich von 10 Millionen Dollar befinden.
Aus jetzt veröffentlichten Dokumenten geht hervor, dass die US-Polizei oft Daten von Smartphone-Besitzern abfragt und dabei von allen Seiten Unterstützung erhält. Neben 3 großen Mobilfunkbetreibern hält auch Apple eine Preisliste für die Herausgabe bereit. Als sicherste und fast unknackbare Alternative gilt Android.
Anfang März hat Google die neuen Datenschutzbestimmungen eingeführt, und sich dadurch im Vorfeld schon Ärger eingehandelt. Nur 3 Wochen später hat eine Gruppe amerikanischer Google-Nutzer jetzt eine Sammelklage eingereicht und will für die Privatsphäre der Nutzer kämpfen.
Die vor knapp einem Monat bekannt gewordene Cookie-Umgehung beschäftigt nun auch die Regulierungsbehörden in den USA und Europa. Die amerikanische FTC und die französische Datenschutzkommission nehmen das Vorgehen von Google jetzt ganz genau unter die Lupe und könnten empfindliche Strafen in Milliardenhöhe verhängen.