Android

Android soll die Tablet-Sparte in Zukunft besser abdecken, so heißt es zu mindestens in Insiderkreisen. Ein russischer Podcaster soll erfahren haben, dass das neue Android-OS mit dem Code-Namen "Gingerbread" (dt: Lebkuchen) im 4. Quartal diesen Jahres unterwegs sein soll und dann auch noch Anforderungen an seine Hardware hat.

Kann es sein, dass die Android-Versionen immer weiter Abstand nehmen? Einige unserer Kommentatoren sind der Ansicht, dass sie benachteiligt werden. Eine entsprechende Fragmentierung soll - laut Android selbst - erstmal vermieden werden, doch ist nach Froyo (welches noch nicht einmal jeder besitzt) schon wieder eine neue Version in Planung. Allerdings beginnt die nicht mit 1.x oder 2.x, sondern gleich mal mit 3.0 (so jedenfalls Engadget).

Das neue Android soll speziell für Tablet-PCs ausgelegt werden, Minimum wäre ein 3,5-Zoll-Display, welches dann aber auch eine HD-Auflösung (1280x720) bieten kann und außerdem "ein völlig überarbeitetes Benutzerinterface (UI)" verpasst bekommt. Weiterhin nötig sind 1GHz Prozessor und 512 MB Arbeitsspeicher. Also genau die Idealmaße für ein Tablet-PC. Nur ist die Frage, warum Android sich jetzt teilt? Die Frage dürfte allen klar werden, wo Google hin möchte: Mit Chrome OS vor allem auf Netbooks, Notebooks und Desktops. Mit Android vor allem auf Handys, Smartphones und Tablets. Und da fragt man sich natürlich, ob die Gerüchte wegen eines Android-Verizon-Tablets aus dieser Quelle stammen oder ob Google versucht, von hinten im Tablet-Markt mitzumischen. Immerhin gab es heute schon die Ankündigung eines Android-2.2(Froyo)-Tablets des Anbieters 1und1, welcher auch nicht unbedingt auf Chrome OS setzen möchte, da das noch längst nicht fertig ist. 

»» Engadget
Die Google-Kurzmeldungen. Heute mit den Themen: Nokia & Yahoo - Gemeinsam gegen Google, Building Maker: Eigene Fotos einfügen, Ein welliger Geburtstag: Wave ist 1 Jahr, Spracherkennung bald auch in anderen Browsern, Wo war ich? - Standort-Verlauf im Dashboard, Lena ist Eurovisionsgewinnerin und Google hat's vorhergesagt.
 
Nokia & Yahoo - Gemeinsam gegen Google
 
Yahoo und Nokia setzen gegen Google und andere Firmen an. Mit einer ausgeweiteten Partnerschaft wollen sie Google klein machen. Dabei integrieren sich die Services gegenseitig und es wird über ein Single-Sing-On nachgedacht. So wollen beide erreichen, dass Nokia-User demnächst intensiver Yahoo und umgekehrt nutzen. Yahoo wird dabei die Nokia-Karten Ovi Maps unter "powered by Ovi" in sein Portfolio aufnehmen, Nokia hingegen Ovi Chat und Ovi Mail den Yahoo-Nutzern als "powered by Yahoo" zugänglich machen. Mehr bei Chip

Building Maker: Eigene Fotos einfügen

Vor einem Monat haben wir noch gerätselt, wie die 3D-Bilder in Google Earth kamen. Heute wissen wir: Der Building Maker kann es. Somit kann jetzt jeder Nutzer mit dem Building Maker seine Häuser hochladen und somit Earth ein realistisches Bild geben. Keine Matsch-Texturen mehr und das macht doch den Unterschied.



Ein welliger Geburtstag: Wave ist 1 Jahr
 
An dieser Stelle möchten wir auch dem (fast) jüngsten Service Google Wave zum Geburtstag gratulieren. In der Zwischenzeit hat sich echt einiges getan und irgendwie sind wir auch froh, dass es solch ein super Tool gibt. Und weil es so schön war, hat Google uns gleich noch einmal auf der I/O2010 erzählt, was es neues gibt. Viel Spaß. 

 

Spracherkennung bald auch in anderen Browsern

Auf der Google I/O ist auch durchgesickert, dass Google gerne einen Webstandard für Spracherkennung sowie Text-to-speech hätte. "Wir hoffen, dass die Text-zu-Sprache-API's wie auch die Spracheingabe und -Erkennung in Chrome kommen, aber auch dass sie zum Web-Standard werden, der sich in jeden Browser intigrieren lässt.", sagte Ian Fette vom Chrome Team.

Wo war ich? - Standort-Verlauf im Dashboard

Wenn du reisen gehst und vielleicht dann im Hotel sitzt und dein Tag noch einmal durchgehst, fragst du dich bestimmt manchmal wo du überall gewesen bist. Jetzt ist das Problem nicht das, dass es dafür keine Webservices gibt. Aber warum sollte es Google Latidude nicht können? Kann es ab heute.

My Trips im Google Dashboard

Du musst nur das neue Google Latidude Dashboard öffnen. Außerdem bekommst du praktische Tipps, wie z. B. wie weit du schon gesamt mit Latidude unterwegs warst. Hier geht es zur Anmeldung.

Lena ist Eurovisionsgewinnerin und Google hat's vorhergesagt

Wir sind Lena und Lena ist wir. Heute kam Lena in Regen in Hannover an und wurde von ca. 50.000 jubelnden Fans begrüßt. Was für ein fantastischer Abend gestern; zunächst sah es danach aus, als würden wieder mal nur 0-3 Punkte herauskommen. Am Ende hatte Lena dann aber einen Vorsprung von 76 Punkten zum zweit platzierten Türkei "maNga". Platz 3 wurde Rumänien "Paula Seling & Ovi Martin". Mehr auf der offiziellen Seite.

Und wieder einmal hatte Google ein goldenes Händchen bewiesen: Tatsächlich wurde Lena Platz 1. Bei den Punkten lag Google zwar knapp 60 Punkte drüber, aber das macht ja auch nichts wenn wir wissen: Lena ist ein europäischer Star und Deutschland nach 28 Jahren wieder musikalischer Europameister.
Street View Google hat einen grundlegenden Fehler begangen. Zunächst hat man die Medien getäuscht, indem man sagte, dass keine "Payload"-Daten (also Datenpakete) gespeichert werden, sondern nur MAC-Adressen und SSIDs. Dies berichtigte Google in einem sehr entsetzlichen Blogeintrag; es sei "ein Irrtum" gewesen, denn man speichere knapp 600 Gigabyte an Daten. Das gefällt der Bundesregierung ganz und gar nicht. Man hatte im April noch groß geschrieben, dass die Autos nur WLAN-Daten speichert, die man von außen einsehen kann. Jedoch war dies nicht ganz richtig, wie man heute im Google-Blog bedauert: "Aber jetzt ist klar: Wir haben versehentlich Payload-Daten-Proben von offenen (z. B. nicht Passwort-geschützten) WLAN-Netzen gesammelt, obwohl wir diese Daten nie irgendeinem Google-Produkt verwendet haben", so könnte man sehen, dass sie in das WLAN-Netz eingebrochen sind, um sich die Daten zu angeln. Allerdings haben sie immer nur Fragmente gesammelt, wie es weiter heißt, "... wir haben nur Daten-Fragmente vom Payload gesammelt, weil: Unsere Autos sind unterwegs; jemand müsste das Netzwerk benutzen, wenn das Auto vorbeifährt; und unser In-Car-Equipment wechselt den WLAN-Kanal automatisch und ruckartig fünf mal in der Sekunde. Außerdem sammelten wir Information nicht, die über sichere, Kennwort-geschützte WiFi-Netzwerke reist." Google gibt die Verantwortung auf einen Software-Entwickler ab: Der Soll 2006 an einem experimentellen Code gearbeitet haben, der alle Arten von WLAN-Daten aufzeichnet. Jedoch hat keiner überprüft, ob auch Payload aufgenommen wird und so ging das Debakel los. Damit nicht noch mehr Schaden mit diesen Daten angestellt wird, möchte Google aber so schnell wie möglich, die riesigen Datenmengen beseitigen und möchte vorsorgen. Dazu trennt Google die Street View Autos vom Netzwerk. So kommt erstmal keiner an die Daten. Dann sollen die Daten so schnell wie möglich gelöscht werden. Außerdem sollen Dritte an Google's Hand, die den Prozess weiter überwachen, damit "Google vertrauenswürdig" bleibt. Damit Google auch noch seinen Kopf behält, hat man im selben Atemzug die Erwähnung von Google Search in SSL gebracht. Diese soll nächste Woche starten und als erste Suchmaschine der Welt standardmäßig SSL aktiviert haben. Die Sache hat einen richtig derben Nachgeschmack, denn Google hat Behauptungen aufgestellt, die gar nicht richtig waren. Das kommt auch bei der Bundesregierung sehr schlecht an und ein Sprecher von Ilse Aigner (wir erinnern uns an den Street View-Deal) zeigt sich erbost gegenüber Google und fordert die Politik auf, etwas dagegen zu unternehmen. So sagte ihr Sprecher gegenüber dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL: "Nach den uns bisher vorliegenden Informationen ist Google über Jahre offenbar illegal in private Datennetze eingedrungen", die Vorgänge seien "alarmierend" in jeder Hinsicht. Für Google "ist Datenschutz" "ein Fremdwort", so Eichle (Sprecher von Aigner). Man werde diesen Fall "nicht auf sich beruhen lassen". Auch Aigner selbst hat sich nochmals gegenüber SPIEGEL ONLINE geäußert: "Es ist befremdlich, wenn ein Konzern wie Google auf mehrfache Nachfrage einräumen muss, dass er selbst nicht weiß, welche Daten er von Bürgern gesammelt hat", und der Sprecher fordert, dass alle Karten auf den Tisch gelegt werden müssen und Google endlich zugeben muss "welche Daten bei Street View erfasst, gespeichert, vernetzt und vermarktet werden". Aigner selbst findet die Google-Informationspolitik "schwer erträglich" und fordert mehr Offenheit für die Bürger. Google hat Zugeständnisse gemacht und bedauert diesen Vorfall. Aber auch als Bürger schwindet langsam das Vertrauen in den Suchgiganten. Google hat nicht mit offenen Karten gespielt und wird dafür jetzt bestraft. Was dem Konzern aber als Pluspunkt anzurechnen ist, ist die Tatsache dass man wenigstens zu einer Stellungnahme im Blog bereit war und Fehler eingesehen hat. Oft genug sieht man bei Firmen, dass Daten-Skandale und Lecks einfach der Öffentlichkeit überlassen werden; man antwortet einfach nicht auf Presse-Schreiben oder spielt es als Eklat bzw. Fauxpas herunter. Google muss sich jetzt aber der genauen Begutachtung der Regierung unterstellen, wenn Street View wirklich online kommen möchte. Es ist aber abzusehen, dass die Bundesregierung und die Bürger noch misstrauischer werden und weiter nachbohren.
Das Jahr neigt sich im stärker dem Ende zu, weswegen wir heute die Auswertung unserer 16 Vorhersagen für 2009 machen. Sollte eine Behauptung komplett erfüllt worden sein, gibt es einen Punkt, teilweise zwischen 0,5 oder 0,75 Punkte und gar nicht erfüllt, ergibt 0 Punkte. 1. 2009 wird das Jahr von Street View in Europa. Neben Deutschland wird Google auch in Großbritannien und den Niederlanden die Aufnahmen veröffentlichen. Außerdem wird die Abdeckung in Frankreich, Spanien und Italien deutlich gesteigert werden. 0,75 ? Deutschland ist leider nicht veröffentlicht worden, allerdings kam Großbritannien und die Niederlande hinzu, außerdem noch die Schweiz, Portugal und Tschechien. Es gab einige Updates in Italien und die Abdeckung von Spanien und Frankreich wurde deutlich gesteigert. 2. Google Mail wird auch am 5. Geburtstag (1. April 2009) die Betaphase nicht verlassen. 1 ? Google hat Google Docs, Google Talk, Google Calendar und Google Mail im Juni aus der Betaphase verabschiedet. 3. Gears wird in den Google Calendar integriert und man kann offline Termine verwalten. 0,5 ? Mithilfe von Gears kann man seine Termine offline anschauen, allerdings nicht ändern oder neue hinzufügen, deswegen nur ein halber Punkt. 4. Eric Schmidt oder Marissa Mayer verlassen Google. 0 ? Beide arbeiten noch bei Google. 5. Auch in Google Mail wird Gears eingebaut. 1 ? Der Google Mail Offline Modus wurde anfang des Jahres in Google Mail Labs vorgestellt und ist seit einigen Wochen ein Standardfeature. 6. Google integriert die Dienste Google Reader, Google Mail, Google Docs und den Calendar zu einer Superanwendung. 0 ? Leider gibt es die Superanwendung (noch nicht). 7. Einige Google Mail Labs Experimente werden fest in Google Mail integriert. 0,75 ? Mit der Aufgabenliste und Google Mail Offline wurden zwei Funktionen fester Bestandteil von Google Mail. ?2? entspricht nach unserer Meinung nicht einigen. 8. Durch die Implementierung von Google Translate kann man Mails und Dokumente einfach übersetzen lassen. 1 ? Auch wenn man bei Google Mail das Feature erst über Google Mail Labs aktivieren muss, kann man seine Mails übersetzen lassen. Bei Google Docs steht das Feature ohne Aktivierung zur Verfügung. 9. Google Chrome bekommt zahlreiche neue Features, darunter Addons, eine Google Toolbar, RSS und ein Fullscreenmodus. 0,75 ? Google hat einige neue Funktionen in Chrome integriert, darunter der Sync für Lesezeichen, Themes, aber auch Extensions, den Fullscreenmodus. RSS ist über eine Extension möglich, eine Toolbar fehlt noch ganz. 10. Andere Browser werden Features von Google Chrome verwenden. 1,0 ? Die Beta Versionen von Safari 4 sahen Google Chrome recht ähnlich. Die finale Version hat zwei Drop-Menüs, die ähnlich aufgebaut sind wie Google Chrome. 11. Google Chrome wird im ersten Halbjahr auf Linux und Mac veröffentlicht. 0 ? Final ist noch nicht verfügbar und die Beta erschien im Dezember. 12. Ende des Jahres kommt Google Chrome 2.0 0 ? Da hat Google unsere Erwartungen übertroffen. Die finale Version von Chrome 2.0 erschien im Mai. 13. Google Chrome erreicht weltweit einen Marktanteil von 10-15%. 0 ? Aktuell liegt Chrome je nach Messung bei 4,4 % und teilweise auf Platz 3 in der Browser Statistik. Im GWB liegt der Marktanteil zwischen 15 und 18%. 14. Google lokalisiert Search Wiki. 1 ? Google stellt diese Funktion in über 30 Sprachen zur Verfügung. 15. YouTube wird eine endlich eine offizielle Möglichkeit anbieten Videos herunterzuladen. 0,5 ? Der Download steht ausschließlich dem Uploader zur Verfügung. 16. Google Maps wird mit Live Webcams ausgestattet. 1 ? Webcams kann man sich über ein festes Layer anzeigen lassen. Macht in der Summe 9 von 16 Punkten. Unsere Vorhersagen für 2010 folgen in wenigen Stunden, die Glaskugel will noch nicht so ;)
Jahresrückblick November
Im November hat Google die Quellcode vom Chrome OS veröffentlicht, angekündigt, dass man öfters neue Aufnahmen für Earth freigeben will und die Preise für den Share Storage deutlich gesenkt.

Im November gab Google bekannt, dass man öfters neue Aufnahmen für Gogle Earth veröffentlichen möchte. Während man die neuen Orte bisher immer in einem Quiz vorgestellt hat, stellt man nun eine Datei zur Verfügung, die die neuen Bilder rot hervorhebt. Google veröffentlicht nun ungefähr im vierzehntägigem Rhythmus neue Aufnahmen. Bei den Updates waren bisher auch Bilder dabei, die erst wenige Wochen vor der Veröffentlichung geschossen wurden.

Mit Friend Connect können Webseiten Betreiber quasi ein kleines soziales Netzwerk auf ihrer Seite einrichten. Mit dem Update im November ist es zudem möglich Newsletter zu verschicken, Umfragen zu machen, Interessen seiner Mitglieder in die Werbung von AdSense einzubeziehen.

Mit dem Google Dashboard will man Google Account-Nutzern zeigen welche Daten in welchem Produkt gespeichert sind. Auf einer Seite bekommt man so einen Überblick. Der Datenschutzbeauftragte von Hamburg sagte: "Hinter dem Google Dashboard steht die Idee, den Nutzern künftig einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Daten sie Google anvertraut haben und welche Einstellmöglichkeiten hierfür bestehen. Dies stärkt die eigene Verantwortung im Umgang mit den Daten und führt zu einer größeren Transparenz für die Nutzer."

Die Preise für den Shared Storage von Picasa Web und Google Mail wurden im November stark gesenkt. So kosten 20 GB für ein Jahr nur noch 5$, vorher haben 25 GB 75$ gekostet. Google hat den Speicherplatz verdoppelt und den Preis um 75% gesenkt.

Der Schweizer Datenschützer Hanspeter Thür reichte beim Bundesverwaltungsgericht Klage gegen Street View ein. Thür sagte damals: "So kündigte Google bspw. an, hauptsächlich Stadtzentren zu fotografieren, stellte in der Folge jedoch viele Städte flächendeckend ins Internet. In Aussenquartieren, wo die Bevölkerungsdichte auf den Strassen rapid abnimmt, ist das einfache Blurring von Gesichtern aber nicht mehr ausreichend. Dies gilt insbesondere angesichts der Zoomfunktion, die es dem Street-View-Benutzer erlaubt, Personen auf dem Bildschirm herauszuisolieren und zu vergrössern." Thür stört auch die Höhe der Kameras, die mehr zeigt, als ein Passant sehen kann, wenn er durch die Stadt läuft. Rund einen Monat später hat man sich geeinigt und Google darf weiter fotografieren. Das Hauptverfahren bleibt aber unberührt.

Im Vorfeld gab es viele Spekulationen was Google auf der Pressekonferenz Ende November bekanntgeben will. So gab es das Gerücht, dass man das Chrome OS in einer Beta-Version freigeben wird. Im Grund genommen war bereits seit Juli klar, was Google machen wird. Damals hieß es, dass man Ende des Jahres den Quellcode vom Chrome OS freigeben wird, was dann am 19. November auch geschah. Eine Beta-Version soll im ersten Halbjahr erscheinen, erste Geräte mit dem Chrome OS sollen Ende 2010 erscheinen.

Google testet ständig Änderungen mit einer recht geringen Zahl an Nutzer. Einer dieser Tests ist eine bunte Sidebar. Die Meinungen über diese gehen recht weit auseinander. Die Sidebar ermöglicht es die Suche zu verfeinern ohne dass man auf eine andere Seite wechseln muss. Außerdem zeigt das Experiment, dass Google möglicherweise ein neues Logo bekommt. Die Farben bleiben die selben, aber schauen deutlich moderner aus.
Jahresrücklick Oktober

Im Oktober stellt Google weitere Themes für Chrome vor, ändert das Design von Google Docs, ermöglicht den Export von Dokumenten und macht die Suche sozialer.

In der Nacht vom 30. September auf den 1. Oktober hat Google die ersten Einladungen zu Google Wave verschickt. Rund 100.000 Einladungen gingen an die Tester der Sandbox, zufällig ausgewählte Nutzer, die sich in das Formular eingetragen hatten und Nutzer von Google Apps. Inzwischen haben schon deutlich mehr Nutzer Zugriff auf Google Wave. Vor einigen Wochen gab Google bekannt, dass man die Millionste Einladung verschickt hat. Wir hatten ungefähr 350 Anfragen für Einladungen.

Nachdem im August Themes für Google Chrome veröffentlicht wurden, hat Google im Oktober fast 100 Artist Themes für Chrome vorgestellt. Diese Design stammen von Künstlern. Neben Porsche, gibt es auch ein Design von Mariah Carey, Yann Arthus-Bertrand, Dolce & Gabbana oder Gossip.

Vermutlich wegen dem Druck aus Deutschland hat Google sich entschlossen die Rohdaten für Street View nach einem Jahr nach der Veröffentlichung zu löschen. Dies geschieht seit Oktober für alle Aufnahmen. Die automatische Bearbeitung der Bilder macht leider Fehler, am bekanntesten ist das Pferd im New Yorker Central Park. Diese Fehler kann man nur mithilfe der Originalaufnahmen rückgängig machen. Widerspricht jemand gegen Street View werden die Rohdaten sofort gelöscht.

Im Sommer hat Google angekündigt, dass man das Design von Google Docs überarbeiten wird. Die Freigabe erfolgte im Oktober und brachte einige neue Features mit. Neben dem lange gewünschen Multiupload von Dateien, kann man nun auch ganze Ordner mit anderen teilen. Ist ein Ordner freigeben haben Mitarbeiter Zugriff auf alle Dateien, die im Ordner sind. Dies gilt dann auch für neu eingefügte Dateien.

Google hat mit Twitter eine Vereinbarung getroffen. Google darf öffentliche Tweets in die Suchergebnissen aufnehmen, muss aber dafür zahlen. Ein ähnliches Abkommen hat Twitter auch mit Microsoft für Bing geschlossen. Die Integration erfolgte eineinhalb Monate später mit den Latest Results.

Über ein Script für den Greasemonkey war es bereits längere Zeit möglich seine Dokumente in einem Aufwasch herunterzuladen. Google hat bei der Bekanntgabe der Data Liberation Front angekündigt, dass man seine Dateien kinderleicht exportieren kann. Im Dialog kann man wählen in welchen Format die Dateien gespeichert werden sollen. Inzwischen kann man bis zu 2GB an Dateien auf einmal exportieren.

Die Google Social Search ist ein Experiment, das man erst aktivieren muss. Hier fließen in die Ergebnisse auch Empfehlungen von Freunden. Google nutzt hier neben den Google Mail Contacts auch das Google Profile und die verlinkten Seiten wie Twitter, Friendconnect oder Blogs. Auch der Google Reader kann Einfluss auf die Ergebnisse haben. Die Ergebnisse könnte man auch ohne Social Search finden.
Jahresrücklick April

Im April gab Google den Quellcode von Google Update frei, verkündete eine Kooperation mit Universal Music und stellte YouTube Realtime vor.

RechenzentrumIm April gewährte Google zum ersten Mal einen Einblick in seine Rechenzentren. Google nutzt keine zentrale unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), sondern jedes Mainboard ist über einen eigenen Akku abgesichert. Diese überbrücken die Zeit bis die Notstromgeneratoren hochgefahren sind. Durch diese USV kommt man auf eine Effizienz von 99,9 Prozent und sind zudem deutlich günstiger als die herkömmlichen Methoden. Google möchte diese patentiere Lösung gegen Lizenzgebühren an andere Firmen weitergeben.

Gemeinsam mit Universal Music will YouTube ein Premium-Portal für Musik schaffen. Die Plattform wurde für Nutzer aus den USA und Kanada im Dezember vorgestellt. Im Laufe des Jahres sind weitere Labels der Plattform beigeteten und bieten so ein breite Angebot an Künstlern. Google stellt für die Plattform die Videotechnologie von YouTube zur Verfügung und hat einen speziellen Player entwickelt. Die Videos sollen auf VEVO.com und in einem YouTube Channel zu sehen sein.

Google Earth und Google Chrome werden nicht standardmäßig als Offline-Installer an. Neben der Software installiert Google auch GoogleUpdate – übrigens nicht zu Verwechseln mit dem Google Updater aus dem Google Pack. Dieser prüft regelmäßig ob es eine Version gibt und installiert diese im Hintergrund. Unter dem Codenamen Omaha veröffentlicht Google den Quellcode als Open Source. Später im Jahr hat Google die Arbeitsweise geändert und lässt GoogleUpdate nur noch einmal in der Stunde nach Updates suchen. Dafür wird die Aufgabenverwaltung von Windows genutzt.

Am Design der Channels hat sich bei YouTube eigentlich nie was großes geändert. Google hat im April ein neues Design als Opt-In und Beta zur Verfügung gestellt. Ursprünglich wollte Google die Designs im Juli umstellen, wegen heftiger Kritik von Nutzern und Problemen mit alten Browsern (IE6) wurde die endgültige Umstellung auf September verschoben.

Mit Google Similar Images kann man ähnliche Bilder finden. Das im April als Google Labs vorgestellte Tool erkennt Bilder die ähnlich sind. Dies ist bspw. nützlich wenn man ein Bild sucht, es aber auf dem gefunden Server nicht mehr verfügbar ist. Inzwischen ist das Feature fester Bestandteil der Bildersuche. 

YouTube Realtime ist ein Feature, das nicht allen Nutzern zur Verfügung steht. Mit Realtime wird man informiert, welche Freunde, welche Videos derzeit anschauen. RealTime soll die Kommunikation mit seinen Freunden einfacher machen. Bisher konnte man sie zwar schon über eine Nachricht aufmerksam machen oder man schickte ihnen per Mail, IM oder über Twitter die URL zum Video. Mit Realtime geht das direkt auf YouTube. Diese Funktion steht auch noch heute nur nach Einladung zur Verfügung.

Eine unserer Vorhersagen für 2009 war, dass Google das Feature SearchWiki auch auf Deutsch zur Verfügung stellt. Mit Such Wiki kann man sich die Ergebnisse individuell anpassen. Man kann Webseiten entfernen, andere nach oben verschieben und neue hinzufügen. Diese Daten fließen nicht in Ergebnisse für andere Nutzer mit ein, sondern stehen nur dem einzelnen Nutzer.

 
So das Jahr 2008 ist in wenigen Stunden Geschichte. Es wird also Zeit mal in die Zukunft zu blicken. Hier mal mehr oder weniger sinnvolle Vorhersagen was Google 2009 so macht. 1. 2009 wird das Jahr von Street View in Europa. Neben Deutschland wird Google auch in Großbritannien und den Niederlanden die Aufnahmen veröffentlichen. Außerdem wird die Abdeckung in Frankreich, Spanien und Italien deutlich gesteigert werden. 2. Google Mail wird auch am 5. Geburtstag (1. April 2009) die Betaphase nicht verlassen. 3. Gears wird in den Google Calendar integriert und man kann offline Termine verwalten 4. Eric Schmidt oder Marissa Mayer verlassen Google. 5. Auch in Google Mail wird Gears eingebaut. 6. Google integriert die Dienste Google Reader, Google Mail, Google Docs und den Calendar zu einer Superanwendung. 7. Einige Google Mail Labs Experimente werden fest in Google Mail integriert. 8. Durch die Implementierung von Google Translate kann man Mails und Dokumente einfach übersetzen lassen. 9. Google Chrome bekommt zahlreiche neue Features, darunter Addons, eine Google Toolbar, RSS und ein Fullscreenmodus. 10. Andere Browser werden Features von Google Chrome verwenden. 11. Google Chrome wird im ersten Halbjahr auf Linux und Mac veröffentlicht. 12. Ende des Jahres kommt Google Chrome 2.0 13. Google Chrome erreicht weltweit einen Marktanteil von 10-15%. 14. Google lokalisiert Search Wiki. 15. YouTube wird eine endlich eine offizielle Möglichkeit anbieten Videos herunterzuladen. 16. Google Maps wird mit Live Webcams ausgestattet. Ende des Jahres wird dann geschaut was davon alles stimmt. Was denkt Ihr wird Google 2009 machen?