WhatsApp: Kostenpflichtiges Abo kommt – wären die Nutzer überhaupt bereit für den Messenger zu bezahlen?

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Für sehr viele Menschen dürfte der Messenger WhatsApp unverzichtbar sein, denn über diese sehr einfach zu bedienende App wird ein Großteil der digitalen Kommunikation abgewickelt. Bisher bietet Meta das Produkt vollkommen kostenlos und frei von Werbung an – aber das wird wohl nicht mehr lange so bleiben. Viele Nutzer könnten sich daher bald die Frage stellen, ob sie bereit wären, für WhatsApp zu bezahlen.


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Es tut sich was bei WhatsApp. Meta will den vor vielen Jahren für 19 Milliarden Dollar übernommenen Messenger endlich monetarisieren. Abgesehen von der für Meta sehr wichtigen Dominanz des Produkts hat sich die Übernahme bisher finanziell nicht ausgezahlt und die Betriebskosten dürften wohl gigantisch sein. Dennoch hat man es über viele Jahre beim damaligen Status Quo belassen. Doch jetzt stehen Werbeanzeigen und ein kostenpflichtiges Abo für WhatsApp in den Startlöchern. Alle Details dazu findet ihr im verlinkten Artikel.

Nach aktuellem Kenntnisstand wird Meta die Nutzer nicht für die Verwendung von WhatsApp zur Kasse bitten und es wäre auch eine extrem große Überraschung, wenn sich das jemals ändern sollte. Meta weiß, dass die Nutzer neben der Verbreitung auch die Simplizität sowie natürlich die Nullkosten schätzen. Doch wenn man jetzt ein Preisschild von 1 Euro pro Monat an den Messenger heften würde – wären die Nutzer bereit, dies zu bezahlen?

Meine Vermutung ist ganz klar: JA. Die Nutzerschaft würde mit den Zähnen knirschen, doch die Loyalität zum Messenger, der „Gruppenzwang“ sowie die „Dankbarkeit“ für viele Jahre kostenlosem Service dürfte viele Nutzer davon überzeugen, die Geldbörse zu öffnen. Dazu kommt noch die Bequemlichkeit der Nutzer, nichts ändern zu müssen. Wären es dann tatsächlich nur die von mir wahllos in den Raum geworfenen 1 Euro pro Monat, würde das auch Niemandem wehtun.




WhatsApp könnte für Meta ein Milliardengeschäft werden
Ich lehne mich noch weiter aus dem Fenster: Selbst wenn WhatsApp 5 Euro pro Monat verlangen würde, würden dies Hunderte Millionen Nutzer mit Kusshand annehmen. Natürlich besteht dann aber die Gefahr, dass sich einige dennoch nach Alternativen umsehen und die wichtige Dominanz verloren geht. Doch weil die Nutzer bereits an vielen anderen Stellen 9, 10, 12, 15 oder noch mehr Euro pro Monat für digitale Abos zahlen, würden sie dies auch bei WhatsApp akzeptieren. Musik, Filme und Speicherplatz – schön und gut. Aber die Kommunikation mit wichtigen Mitmenschen, der Familie, Kollegen, den Nachbarschafts- und Schulgruppen und so weiter ist im Stellenwert sicherlich höher.

Bei Meta dürfte man sich dem natürlich sehr bewusst sein – es daher aber auch nicht übertreiben. Ich denke, bei 99 Cent oder 1,99 Euro pro Monat gäbe es zwar eine riesige Welle der Empörung, die allermeisten Nutzer würden aber dennoch bleiben. Rechnen wir das dann mal auf 3 bis 3,5 Milliarden aktiven Nutzern hoch, wird einem selbst bei diesem geringen Betrag ganz schwindlig. Natürlich ist das eine Milchmädchenrechnung ohne Beachtung jeglicher regionaler Unterschiede, Altersklassen usw., aber es zeigt, wie groß das Potenzial von WhatsApp ist.

Man kann zu Meta stehen, wie man will. Aber man muss dem Unternehmen zugutehalten, dass es WhatsApp bisher vollkommen werbefrei und frei von jeglichen Kosten für die Nutzer gehalten hat. Am Ende ist es aber auch ein gewinnorientiertes Unternehmen mit einem extrem beliebten Produkt, das hohe Betriebskosten verschlingt…

» WhatsApp: Werbung und kostenpflichtige Abos – alles was bisher über die Änderung im Messenger bekannt ist

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