Google Maps 3D: Beeindrucker neuer Modus ist auch in Deutschland nutzbar – so könnt ihr es testen (Videos)

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Mit Google Maps 3D wird die Kartenplattform einen großen Schritt nach vorn machen, den man schon vor längerer Zeit als ‚Immersive View‘ angekündigt und in den letzten Monaten immer weiter ausgebaut wird. Schon bald will man diese wirklich beeindruckenden Ansichten für die ersten Städte ausrollen, aber schon jetzt könnt ihr euch einen Vorgeschmack holen. Auch in Deutschland, Österreich und Schweiz sind die ersten Sehenswürdigkeiten verfügbar.


google maps 3d darstellung

Google Maps bietet schon seit vielen Jahren mehrere mediale Möglichkeiten, mit denen die Erde betrachtet werden kann: Kartenansicht, Satellitenbilder, Streetview-Aufnahmen oder die Fotos der Nutzer. All diese Aufnahmen werden für das neue ‚Immersive View‘ miteinander kombiniert und in eine wirklich beeindruckende 3D-Ansicht verwandelt, die überraschend realistische Aufnahmen bietet. Es wird zwar offiziell nicht so bezeichnet, aber es ist ein echtes „Google Maps 3D“.

Im Frühjahr hatte man diese Funktion offiziell angekündigt und den Rollout für „später in diesem Jahr“ angekündigt, aber das war leider nicht zu halten. Vor wenigen Tagen hat man sich erneut geäußert, den Fortschritt beschrieben und will es „in den nächsten Monaten“ in den ersten Städten anbieten – von diesem Jahr war keine Rede mehr. In der ersten Welle wird es leider noch keine Aufnahmen vom europäischen Festland geben, denn man will in Los Angeles, New York, San Francisco, London und Tokyo starten. Sicherlich Metropolen, die man sich gerne einmal in dieser Form ansieht und die den Algorithmen und Grafiken einiges abverlangen.

Ich hatte hier im Blog bereits die Frage aufgeworfen, ob dieses Feature aufgrund der fehlenden Streetview-Aufnahmen in Deutschland überhaupt möglich ist und kam aus meiner Beobachter-Perspektive auf kein gutes Ergebnis. Doch Google hat nun weitere Sehenswürdigkeiten für den Testlauf freigeschaltet, darunter auch in Deutschland, Österreich und Schweiz. Damit wäre die Frage glücklicherweise positiv beantwortet. Woher auch immer die Bilder in Straßenhöhe stammen…




Wer sich schon jetzt von Google Maps 3D überzeugen will, kann das bei mittlerweile 250 Sehenswürdigkeiten rund um die Welt tun. Bei der damaligen Ankündigung vor fünf Monaten waren es noch 100, das Wachstum geht also zumindest in diesem Bereich schnell voran. Doch während man sich damals hauptsächlich auf Sehenswürdigkeiten in Regionen konzentriert hat, die zur ersten Welle gehören, wurde jetzt auch schon über den Tellerrand geblickt.

Es gibt leider keine offizielle Liste von Google Maps, doch ich habe eine Reihe von ‚Immersive View‘-Ansichten in Deutschland, Österreich und Schweiz entdeckt. So könnt ihr euch das Brandenburger Tor oder den Reichstag in Berlin ansehen, den Römer in Frankfurt oder auch den Kölner Dom. In Wien könnt ihr den Stephansdom und das Schloss Schönbrunn sehen, in der Schweiz unter anderem das Großmünster in Zürich. Ihr findet sicher noch einige weitere dieser Animationen.

Derzeit handelt es sich dabei nur um jeweils 30-sekündige Videos, die einen kurzen Rundflug über die Sehenswürdigkeit bieten. Diese sind vorgerendert und nicht interaktiv. Ihr habt keine Bewegungsmöglichkeit und könnt noch nicht einmal das Video pausieren oder zoomen. Dennoch dürften diese Aufnahmen wohl mit der ‚Immersive View‘-Technologie erstellt worden sein und hoffentlich dem entsprechen, was wir dann eines Tages in Google Maps erwarten können.

google maps 3d ansichten

So könnt ihr Immersive View testen
Ihr findet die ‚Immersive View‘-Beispiele sehr einfach in der Kartenansicht. Wird eine Sehenswürdigkeit mit einem speziellen großen Symbol versehen (so wie im obigen Screenshot), dann steht oftmals eine solche 3D-Ansicht zur Verfügung. Am Desktop müsst ihr einfach nur den Cursor über das Symbol führen und schon öffnet sich das Video in einem Overlay. Auf dem Smartphone müsst ihr das Symbol antippen und könnt dann die 3D-Ansicht im unten aufploppenden Overlay starten.




Obiges Video hat Google beispielhaft veröffentlicht und zeigt einige Sehenswürdigkeiten, die ebenfalls noch zur Verfügung stehen. Natürlich gibt es weltweit noch viele weitere, wobei alle weltbekannten Großen mit dabei sind: Eiffelturm, Freiheitsstatue, Sydney Opera, Big Ben – was euch eben so einfällt. Man kann wirklich sehr gespannt sein, wie sich das in interaktiver Form zeigen wird, wenn erstmals eine gesamte Stadt in dieser Form zur Verfügung steht. Das könnte ganz neue Möglichkeiten eröffnen.

Dass diese neue Funktion so viel Zeit in Anspruch nimmt, dürfte am enormen Aufwand liegen, den das Google Maps-Team betreiben muss. Vermutlich werden die Algorithmen eine Rohversion zusammenpuzzeln, die aber sicherlich nicht eine solche Bildqualität erreichen kann. Denn bei automatischen 3D-Modellen gibt es immer wieder sichtbare Kanten, verschobene Perspektiven oder andere Dinge, die einfach nicht zusammenpassen. Sollte man auch langfristig immer wieder manuell eingreifen müssen, könnte es bis zur weltweiten Abdeckung noch sehr sehr lang dauern.

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