Android: Google will Greifautomaten-Spiele im Play Store ermöglichen – Glücksspiel oder Geschicklichkeit?

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Google ist nicht nur mit Stadia, sondern auch mehreren weiteren Plattformen im Spielebereich aktiv – darunter Android mit Google Play Games. Jetzt möchte man den Weg für eine neue Spiele-Kategorie öffnen, die in den Glücksspielbereich fällt und sich wohl großer Beliebtheit erfreut: Greifautomat-Spiele, bei denen die Nutzer reale Automaten steuern und echte Gewinne erhalten können.


Greifautomat

Viele unserer Leser dürften die Greifautomaten kennen, die früher (oder heute noch?) auf jedes Volksfest, jeden Jahrmarkt und bei anderen Veranstaltungen zu finden waren. Das Spielprinzip ist ganz einfach: Man wirft eine Münze ein und kann dann per Joystick oder Tastendruck einen Greifarm steuern. Hat man den Greifer korrekt positioniert, fährt der per Knopfdruck nach unten und greift im besten Fall den Gewinn. Es erwies sich in meiner Kindheit als sinnvoll, mindestens einen Helfer zu haben, der von der Seite Anweisungen über die korrekte Positionierung gibt.

Offenbar erfreuen sich diese Automaten auch heute noch großer Beliebtheit, allerdings in digitaler Form. Im Play Store gibt es einige Apps (beispielsweise Gigo Online Crane), bei denen man einen realen Automaten steuert. Ihr seht auf dem Display die am Greifer positionierte Kamera, könnt zum Teil sogar die Perspektiven wechseln und den Greifarm steuern. Solltet ihr dabei tatsächlich etwas gewinnen, wird der Gewinn per Post nach Hause geschickt.

Weil das aber unter Glücksspiel fällt, ist das auch im Google Play Store stark reglementiert. Nachdem so etwas in den USA bereits zugelassen wurde, möchte Google diese Spielekategorie nach Japan bringen und hat dafür entsprechende Regeln geschaffen. So müssen sich die Betreiber einmalig oder regelmäßig überprüfen lassen, ob die Menschen tatsächlich eine Gewinnchance haben.




Derzeit ist nur von den USA und Japan die Rede, die Apps sind aber auch hierzulande verfügbar. Ob man so etwas wirklich braucht, kann nur jeder für sich selbst beantworten. Beim einarmigen Banditen ist es etwas anderes, aber echte Automaten aus der Ferne zu bedienen nimmt dann doch das ganze Gefühl. Vielleicht kann man schon bald auch virtuell Karussell und Achterbahn fahren – ich bin mir sicher, dass es auch dafür Anbieter und Publikum geben würde.

P.S. Schaut euch einmal den Wikipedia-Artikel zu diesen Automaten an. Dort gibt es interessante Details zur Manipulation durch die Betreiber, die offenbar sehr genau einstellen können, wie viele Nutzer etwas gewinnen. Selbst der beste Navigator kann in einer programmierten schlechten Session nicht gewinnen, weil der Greifarm nur mit 20%iger Kraft drückt. War mir in meiner jugendlichen Naivität damals nicht bewusst und später denkt man nicht mehr darüber nach 😉

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