Google Health: Die digitale Patientenakte kommt – Leak zeigt Googles neue App für medizinische Daten (Video)

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Google engagiert sich seit vielen Jahren in den Bereichen Fitness und Gesundheit, kam in beiden aber lange Zeit kaum voran – aber das soll sich nun ändern. Wie nun bekannt wurde, steht ein Neustart von Google Health vor der Tür, das als digitale Patientenakte auf dem Smartphone genutzt werden kann. Ein Leak zeigt erst Screenshots der App, an deren Infrastruktur das Unternehmen seit mindestens drei Jahren arbeitet. Ein ernsthaftes Projekt.


google health logo

Das Produkt Google Health dürfte langjährigen Google-Nutzern etwas sagen, denn zwischen 2008 und 2013 gab es bereits eine solche Plattform, auf der alle Nutzer ihre wichtigsten Vitalwerte eintragen konnten: Gewicht, Körpergröße, Krankheiten, Medikamente und beliebige weitere Werte. Das ist lange her und mittlerweile geht man das Thema vollkommen anders an: Schon vor zwei Jahren wurde Google Health für Ärzte und Krankenhäuser erstmals präsentiert und nun folgt das Gegenstück für den Nutzer bzw. Patienten.

google health app

Google Health soll klar von Google Fit und anderen Fitnesslösungen abgetrennt sein, aber dennoch mit dieser im Zuge der Fitbit-Übernahme wohl vor einem Neustart stehenden Plattform zusammenarbeiten. Auf obigen Screenshots könnt ihr sehen, in welchem Stand Google Health sich derzeit befindet: Die Nutzer können wohl nur noch wenige Werte selbst eintragen, sondern sollen hauptsächlich Zugriff auf die Daten haben, die von ihren Ärzten, dem Krankenhaus, der Apotheke oder anderen Stellen übermittelt werden. Die dafür notwendige Infrastruktur hat man mit dem neuen Produkt im Jahr 2019 ja bereits geschaffen.




Das neue Google Health soll viele Vitalwerte der Nutzer vorhalten, aber auch mit ganz speziellen Informationen gefüttert werden, die man ansonsten eher auf Papierform bekommen würde – wenn überhaupt. Ein Ziel ist es dabei auch, spezielle Notfallinformationen bereithalten zu können, die ein Notarzt abfragen kann und in bestimmten Fällen auch muss – etwa Allergien, Medikament-Unverträglichkeiten und andere Dinge, die im Ernstfall Leben retten oder leider auch kosten können.

Eine solche App benötigt natürlich auch die notwendige Infrastruktur im Land des Nutzers, was wohl leider dafür spricht, dass es zuerst in den USA starten wird und wir deutsche bzw. europäische Nutzer uns noch lange Zeit gedulden müssen. Zwar ist durch die Corona-Pandemie einiges angestoßen worden, was die Digitalisierung der gesamten Gesundheitsbranche voranschreiten lässt, aber dennoch wird eine vollständige Digitalisierung inklusive Schnittstellen für den Endnutzer wohl noch Jahre dauern. Das weiß auch Google und hat wohl deswegen Lösungen für Kliniken und Ärzte entwickelt, die eventuell temporär auch ohne Behörden funktionieren könnten. Google stände möglicherweise auch als Infrastruktur-Partner bereit.

Derzeit gibt es noch keine Ankündigung des neuen Produkts, aber die von einem Handy-Display abfotografierten Bilder belegen, dass die App möglicherweise schon im Testlauf ist. Wir dürfen gespannt sein, was da in den nächsten Monaten und Jahren kommt.

[91Mobiles]


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