Google Assistant: Immer mehr Features werden in den Assistenten ausgelagert – von Maps bis zur Websuche

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Der Google Assistant hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem sehr zentralen Google-Produkt entwickelt, das immer weiter ausgebaut wird und an Reichweite gewinnt. Während der Assistent zum Start eher als bessere Version der Sprachsuche betrachtet werden konnte, entwickelt er sich nun immer mehr in die durch den Namen vorgegebene Richtung und saugt dabei alles auf, was nicht niet- und nagelfest ist. Dabei können, wie sich erst kürzlich wieder gezeigt hat, auch mal andere Google-Produkte unter die Räder kommen.


Google sieht sich selbst als ein Unternehmen, dessen Aufgabe es nach wie vor ist, alle Informationen dieser Welt zu sammeln, zu digitalisieren, organisieren, auszuwerten und am Ende auch den Nutzern wieder zur Verfügung zu stellen. Dieses einfach Grundprinzip gilt für praktisch alle Google-Produkte und ist eine Mission, die wohl niemals enden wird. Der Google Assistant ist praktisch die Verkörperung dieser Mission und wird immer mehr zum Ansprechpartner für viele Belange.

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Der Google Assistant wird schon seit Beginn an sehr stark von Google gepusht und soll auch in Zukunft tiefer in den Alltag der Nutzer eindringen, was sich gerade erst wieder durch das neue Assistant-Icon in der Suchleiste gezeigt hat. Während die Google Websuche bis heute der wichtigste Umsatzbringer ist und Informationen aus dem Web sehr strukturiert darstellt, soll der Assistent vor allem die persönliche Ebene ansprechen.

Google Websuche
Diese Ebene greift mittlerweile so weit, dass Google selbst die Websuche beschneidet und seit einigen Tagen alle personalisierten Suchergebnisse aus der Websuche entfernt hat. Möchte man diese Informationen nun erhalten, muss man sich an den Google Assistant wenden, der sie nach wie vor bereithält. Dass das ein Umweg für die Nutzer ist und sie nun mehr Zeit kostet, nimmt man dabei wohl in Kauf und hofft darauf, dass die Nutzer beim nächsten Mal direkt den Assistenten fragen. Aber beschneidet man damit nicht auch die Reichweite der Websuche?

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Google Maps
Wie tief der Assistant in das Google-Ökosystem integriert ist, hat sich außerdem kürzlich durch die beeindruckenden Restaurant-Empfehlungen gezeigt, die zwar sehr einfach aussieht, aber im Hintergrund hochkomplex ist. Schaut euch das Video einmal an.

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Android Auto
Auch im Auto ist der Google Assistant längst angekommen und ist ein zentraler Bestandteil von Android Auto, der viele Funktionen steuern kann. Doch während es auf dem Infotainment-Display eine eigene Oberfläche gibt, sieht das auf dem Smartphone etwas anders aus – denn dort muss die aktuell noch wenig ansehnliche Android Auto-App verwendet werden. Schon bald wird auch an dieser Stelle der Google Assistant das Zepter in die Hand nehmen und dem Nutzer den Google Assistant Driving Mode bieten. Wann es soweit ist, steht aber noch in den Sternen, da es mehrere Verschiebungen gegeben hat.

Smart Displays
Smart Displays sind schon sehr verbreitet, stehen aber noch ganz am Anfang ihrer Möglichkeiten. Google wird den Markt mit dem Google Assistant Ambient Mode in Angriff nehmen und somit auch Smartphones und Tablets in Smart Displays verwandeln können. Der Google Assistant wird auf diesen Geräten zum wichtigsten Unterbau und ist gewissermaßen das Betriebssystem der Smart Displays – auch wenn das streng technisch gesehen nicht korrekt ist.


Das waren jetzt nur die jüngsten Beispiele und schon in wenigen Wochen dürfte Google auf der CES in Las Vegas wieder viele neue Funktionen und vielleicht auch Plattformen und Ökosysteme rund um den Google Assistant vorstellen. Wohl oder übel wird auch irgendwann die Frage im Raum stehen, wie sich der Google Assistant finanzieren soll. Zwar gab es schon Werbung im Assistant, aber noch in einem sehr geringen Umfang und wohl kaum ausreichend, um diese große Plattform zu refinanzieren.


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