Menschliche Geräusche: Live Transcribe könnte rülpsen und furzen erkennen – Google liefert bereits Hörproben

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Live Transcribe gehört zu den neueren Apps im Google-Universum und soll es vor allem hörgeschädigten Menschen ermöglichen, den stark eingeschränkten oder gar verlorenen Sinn zu ersetzen. Schon bald wird die App aber nicht nur gesprochene Worte erkennen können, sondern auch Umgebungsgeräusche anzeigen, die häufig eine große Rolle während der Kommunikation spielen können. Wie sich nun zeigt, wäre das Tool grundsätzlich auch in der Lage, urmenschliche Geräusche zu erkennen.


Google beschäftigt sich zum Segen sehr vieler Menschen seit einiger Zeit sehr stark mit der Barrierefreiheit und möchte den Menschen eine Hilfe bieten, die einen Sinn verloren haben – sprich Hörgeschädigten oder auch Sehbehinderten und Blinden. Für Letzte wurde erst vor kurzem eine erste Version der Lookout-App veröffentlicht, die die Umgebung sehr gut beschreiben und trotz eines frühen Stadiums sehr wertvoll sein kann. Live Transcribe stellt ein Gegenstück dazu da.

google assistant sound noise

Bereits Anfang des Jahres ist erstmals die Live Transcribe-App aufgetaucht, die während der Google I/O dann offiziell vorgestellt wurde und nun schon bald ein großes Update bekommen wird. Ab dem kommenden Monat kann die App Umgebungsgeräusche erkennen und so über bellende Hunde, Klatschen, Flüstern, fahrende Autos und einiges mehr informieren. Diese Ankündigung hat einen Nutzer dann spaßeshalber zur Frage gebrach, ob die App auch Furzen erkennen kann. Und überraschenderweise haben die Entwickler öffentlich auf Twitter geantwortet.

Die Technologie ist also dazu in der Lage, nur hat das Team bisher nicht genügend Audioproben zum Training der KI. Lässt man nun mal den Spaß beiseite und denkt etwas darüber nach, dann wäre das tatsächlich eine sinnvolle Erweiterung. Schließlich ist es nicht das Ziel der App, den hörgeschädigten Nutzer in einen Leseroboter zu verwandeln, sondern ihn zurück in den Alltag zu integrieren. Und solche menschlichen Geräusche sorgen einfach unweigerlich für eine veränderte Stimmung und Aufmerksamkeit – egal in welche Richtung. Den Hörgeschädigten davon auszuschließen, wäre also nicht richtig.



Immer wieder hörenswert: Die Google Sound Library
Tatsächlich hat sich Google schon früher mit diesem Thema beschäftigt und bereits vor mindestens zwei Jahren die Google Assistant Sound Library veröffentlicht, in der sehr viele Geräusche zur allgemeinen Verwendung hinterlegt sind. Dort finden sich nicht weniger als fünf verschiedene Furzgeräusche, zwei Rülpsgeräusche und auch andere Audio-Dateien vom Lachen über das Weinen bis hin zu Babygeräuschen.

Die Sound Library steht allen Entwicklern offen und kann hier gefunden werden. Alternativ gibt es auch noch die YouTube Audio-Bibliothek zur Verwendung von Geräuschen in Videos, allerdings gibt es in dieser große Überschneidungen mit der Sound Library des Google Assistant. Insgesamt scheint es Google also sehr wohl möglich zu sein, an solche Audio-Dateien zu gelangen, mit denen sich solche Apps sehr gut trainieren ließen. Selbst wenn das Thema nicht unbedingt salonfähig ist.

Übrigens kann die Google Websuche auch Tiergeräusche nachahmen, die dann ebenfalls umgekehrt von Live Transcribe erkannt werden könnten. Langfristig wird Google nicht drumherum kommen, alle Geräusche zu integrieren und damit auch das Leben der Menschen zu verbessern. Immerhin steht die App bald 1,8 Milliarden Nutzern zur Verfügung und könnte sehr schnell zu einem Standard werden.

» Live Transcribe: Neue Google-App für Hörgeschädigte erkennt jetzt auch Umgebungsgeräusche

Automatische Transkription
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