Studie: Google Assistant & Amazons Alexa haben noch große Probleme mit Akzenten und Dialekten

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Sprachassistenten nehmen im Alltag vieler Nutzer eine immer größere Rolle ein und sorgen dafür, dass die Menschen mit ihrem Smartphone, ihrem Computer oder einem Lautsprecher im Regal reden. Doch so groß die Fortschritte in der Spracherkennung und auch der Sprachausgabe sind, gibt es gerade bei Akzenten und Dialekten noch immer sehr große Probleme. Wie eine Studie nun zeigt, haben nur die Nutzer Freude mit dem Assistenten, die eine reine Sprache sprechen.


Ganz unbemerkt reden viele Menschen völlig anders, wenn sie bewusst mit einer Maschine sprechen. So wie man bei kleinen Kindern plötzlich eine andere Stimme verwendet, wird bei der Kommunikation mit den Sprachassistenten plötzlich Hochdeutsch herausgeholt, die Geschwindigkeit verlangsamt und die Betonung sparsamer aber deutlicher. Und das ist auch tatsächlich notwendig, wie eine neue Studie nun zeigt.

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Die beiden Sprachassistenten Google Assistant und Alexa von Amazon wurden von der Washington Post nun sehr genau unter die Lupe genommen und haben gezeigt, dass selbst die englische Sprache den Assistenten sehr große Probleme bereiten kann. Sobald ein Dialekt oder ein starker Akzent dazu kommt, ist es mit der sehr guten Erkennungsrate vorbei. Die folgenden Grafiken zeigen, dass die Assistenten vor allem auf die Regionen optimiert sind, in denen die Unternehmen ihren Sitz haben.

google assistant akzente

Die einzelnen US-Regionen sorgen für gute Erkennungsraten, doch sobald einer der ausländischen Akzente dazukommt, der in den USA nicht selten ist, sinken die Erkennungsraten um bis zu vier Prozentpunkte. Während der indische Akzent sehr gut erkannt wird, haben es die Chinesen schon deutlich schwerer und auch ausgerechnet das Spanische sorgt dafür, dass die Sprachassistenten ins Straucheln kommen können.

Berücksichtigt man nun noch die US-Dialekte oder das britische Englisch, dürfte es noch einmal schwerer werden.



google assistant media

Getestet wurde die Erkennung zwar nur in englischer Sprache, aber das ganze lässt sich erfahrungsgemäß auch sehr gut in das Deutsche und andere Sprachen übertragen. Gerade die vielen deutschen Dialekte sind selbst für einen deutschen Menschen von der anderen Seite des Lands kaum zu verstehen – das kann ganz ohne Spezialtraining also auch kaum von den Sprachassistenten erwartet werden. Gerade bei den Dialekten ist das Problem gegeben, dass zu wenig Material für ein ausreichendes Training zur Verfügung steht.

Früher oder später werden die Assistenten auch mit solchen Dialekten klarkommen müssen, wenn die Unternehmen möchten, dass tatsächlich eine halbwegs natürliche Kommunikation zwischen digitalem Assistent und dem Menschen stattfindet. Google ist gerade dabei, das Telefonieren zu revolutionieren und könnte dafür sorgen, dass wir in Zukunft häufiger mit Maschinen telefonieren, die uns dann natürlich auch verstehen sollten.

» Artikel bei der Washington Post

Siehe auch
» Amazon Prime Day: So lassen die Google-Dienste auf den Echo-Lautsprechern installieren (Ausführliche Anleitung)

[futurezone]




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