Ocean Maps: Das Streetview für Unterwasser-Aufnahmen könnte bald in Google Maps nutzbar sein

streetview 

Es gibt kaum einen Ort auf dieser Welt, für den Google Maps in irgendeiner Form Bildmaterial zur Verfügung stellt, seien es nun Satellitenbilder, Streetview-Aufnahmen oder wenigstens Kartendaten. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn tatsächlich werden ganze 2/3 der Erde nahezu vollständig von Google ignoriert und nicht in Maps oder Earth abgebildet: Die Ozeane. Ein Startup übernimmt nun diese Rolle und ist mit dem ersten Produkt schon jetzt zu einem heißen Übernahmekandidaten für Google geworden.


Die Google Maps verfügen nicht nur über endlose Informationen in Form von Fakten oder Bewertungen, sondern auch über einen enormen Bildbestand: Satellitenaufnahmen in großteils sehr hoher Auflösung, Luftaufnahmen von vielen Gebieten, Streetview-Panoramen von vielen Ländern dieser Welt und selbst Indoor-Aufnahmen sind längst keine Seltenheit mehr. Was noch fehlt, wird durch die Abermillionen von den Nutzern hochgeladenen Fotos und auch Videos abgedeckt. Von den 3D-Abbildungen aller Gelände und Gebäude ganz zu schweigen.

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Google scheut keine Kosten und Mühen, um sich die besten Bilder zu sichern. Es werden spezielle Streetview-Technologien eingesetzt, eigene Satelliten ins All geschossen oder auch Partnerschaften wie etwa mit Disneyland eingegangen. Doch ausgerechnet das „Blau“ unseren blauen Planeten lässt man völlig außer Acht. Derzeit bietet Google keine Möglichkeit, in die Ozeane oder Meere einzutauchen und sich auch dort etwas umzusehen. Diese Aufgabe übernimmt nun ein österreichisches Startup.

Ocean Maps kartiert bereits seit gut drei Jahren die Unterwasserwelt und konnte in dieser Zeit bereits mehr als 500 Tauchgebiete vollständig digitalisieren und über die eigene App anbieten. Die Aufnahmen werden mit hochmodernen Sonargeräten erzeugt, die mit einer Genauigkeit von etwa 10 Zentimetern – was unter Wasser ausreichend ist – die Tiefe vermessen, aber auch die Beschaffenheit des Bodens ermitteln können. Aus diesen Daten werden dann 3D-Modelle erstellt, die über die App abrufbar sind.

Über die App, die unter anderem für Android und iOS zur Verfügung steht, können virtuelle Tauchgänge durchgeführt werden, die tatsächlich einen starken Realismus haben. Ich würde die Aufnahmen mit den Streetview-Aufnahmen von Google vergleichen wollen, denn sowohl die Qualität als auch die Details sowie die Navigation durch das Bildmaterial ist intuitiv und macht Lust auf mehr und Meer.



Nun kann man sich fragen, warum Google so etwas nicht anbietet – und die Antwort wird wohl lauten, dass diese Aufnahmen für den durchschnittlichen Benutzer zwar beeindruckend, aber nicht wirklich relevant sind. Aber das ist bei den Aufnahmen fremder Planeten und dem Weltall vermutlich nicht anders. Doch möglicherweise hat Google ein Interesse daran und könnte auch schon beim Salzburger Startup angeklopft haben.

Große US-Technologiekonzerne, deren Name Nemetz nicht verraten will, hätten bereits bei Ocean Maps wegen des Kartenmaterials angeklopft. Das bestätigt die Salzburger in ihrem Weg, weitere Meeresplätze zu kartieren.

Dass Google nicht darunter fällt, ist kaum vorstellbar – vielleicht gibt es also bereits eine Kooperation, die bisher noch nicht Spruchreif ist. In diesem Fall wäre aber vermutlich eine Übernahme interessanter, da Google gerne die Kontrolle über solche Daten behält und gegebenenfalls auch weitere Aufnahmen anfertigen kann.

Schon vor einigen Jahren gab es ein Unterwasser-Streetview mit beeindruckenden Aufnahmen, das man damals groß angekündigt und gefeiert hat. Doch leider sind die Bilder von damals nicht mehr zugänglich und zeigen nur noch schwarze Aufnahmen. Möglicherweise war die Qualität nicht ausreichend, um die Bilder weiterhin anzubieten. Ein Ausbau wäre aber sicher eine schöne Sache für Maps und auch für Streetview.

Und wer an einem heißen Sommer-Wochenende etwas tauchen gehen möchte, kann das nun tun 😉

» Ocean Maps

Siehe auch
» Android Auto: Google Maps kann jetzt auch in die Satellitenansicht umgeschaltet werden

Top Scuba Maps Worldwide
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Entwickler: Ocean Maps GmbH.
Preis: Kostenlos
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comment 1 Kommentare zum Thema "Ocean Maps: Das Streetview für Unterwasser-Aufnahmen könnte bald in Google Maps nutzbar sein"

  • Google Maps ist einfach klasse! Es stimmt, viele Teile der Erde werden von Google ignoriert, sogar Deutschland! Und das ist einfach ätzend!

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