‚Google unterstützt Kommunisten‘: US-Politiker fordern Ende der Geschäftsbeziehungen zu Huawei

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Google gehört nicht nur zu den großen IT-Giganten, sondern ist auch eines der größten Unternehmen der Welt und unterhält dementsprechend Geschäftsbeziehungen mit unzähligen weiteren Unternehmen. Dass es dabei immer wieder mal umstrittene Beziehungen gibt, liegt in der Natur der Sache. In den USA werden Google nun zwei Entscheidungen der jüngeren Vergangenheit vorgehalten, die für Diskussionen sorgen und bei denen man es nie beiden Lagern recht machen kann.


Unter Donald Trump sind die USA gerade dabei, alle über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte gepflegten guten Beziehungen abzubrechen oder unter solch gewaltige Spannungen zu setzen, dass diese kurzfristig kaum wiedergutzumachen sind. Als internationaler Konzern wird dabei auch Google zum Spielball der Politik, denn aufgrund der Infrastruktur und den vielen Plattformen pflegt man Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen aller Länder – und das sorgt derzeit für Kritik.

Huawei Logo

Huawei genießt in den USA nicht gerade das beste Image und viele Organisationen würden es gerne sehen, wenn der chinesische Smartphone-Hersteller – immerhin der drittgrößte nach Samsung und Apple aus den Vereinigten Staaten verbannt werden würde. Durch die Android-Plattform pflegt Google gute Beziehungen zu Huawei, die nun aber für Kritik sorgen. Politiker der Demokraten als auch der Republikaner fordern vom Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen zu überdenken bzw. zu beenden. Ungewiss ist, auf welcher Grundlage das geschehen sollte.

Während wir es bedauern, dass Google die lange und fruchtbare Tradition einer Zusammenarbeit zwischen dem Militär und Technologieunternehmen nicht fortsetzen will, sind wir umso enttäuschter, dass Google offenbar stärker gewillt ist, die chinesische Kommunistische Partei zu unterstützen als das US-Militär

Gerade erst hat sich die US-Regierung darauf eingelassen, ZTE zu retten und den Export-Bann aufzuheben, um das Unternehmen vor dem Zusammenbruch zu retten. Würde Google nun Huawei die Android-Lizenz entziehen – und Qualcomm wiederum die Lieferung der Komponenten einstellen – dann würde auch der deutlich größere Konzern ins Wanken geraten. Huawei steht ohnehin derzeit in den USA unter Beobachtung, aber ein Alleingang seitens Google würde wohl eine deutlich größere Krise der Beziehungen USA-China auslösen.

Wenn die US-Regierung Huawei mit einem Bann belegt, wird Google folgen – das hat sich schon bei ZTE gezeigt, denn unmittelbar darauf hatte Google die Auslieferung von Updates gestoppt.



Aber nicht nur Huawei sorgt für Diskussionen, sondern auch das eingestellte Miltär-Projekt Maven, das nach langer und sehr heftiger interner und externer Kritik nicht weiter verfolgt wird. Möglicherweise ist es auch der Auslöser für die jetzige Debatte, denn in den Zitaten wird Google vorgeworfen, statt mit der US-Regierung lieber mit den „Kommunisten aus China“ zusammenzuarbeiten. Würde man das Militär-Projekt fortsetzen, würde wiederum Kritik von anderer Stelle auf das Unternehmen einprasseln.

Statement von Google

Wie viele US-Unternehmen haben wir Verträge mit dutzenden OEMs auf der ganzen Welt – inklusive Huawei

Weiter heißt es, dass der Schutz der Daten und der Privatsphäre ein klar geregelter Punkt in allen Vereinbarungen ist.

Wie sich gerade erst bei den Android-Emojis gezeigt hat, kann man es nicht allen Recht machen und wird immer einige Gruppen vor den Kopf stoßen – aber das geht ja nicht nur den Großkonzernen so, sondern liegt in der Natur des Menschen, das man manchmal zwischen den Stühlen sitzt und einige festgefahrene Ansichten enttäuschen muss. Die Forderungen der Politiker sind sicher haltlos und ohne offizielles Urteil wird Google niemals die Beziehung zu Huawei beenden (Das stelle ich jetzt einfach mal so in den Raum).

» Alle Artikel rund um das Projekt Maven
» Alle Artikel rund um den ZTE-Bann

[WinFuture]


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