Kein Witz: Galaxy J2 Pro – Samsung stellt das erste Smartphone ohne Internetzugang vor

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Der durchschnittliche Smartphone-Nutzer verwendet sein Gerät drei Stunden pro Tag und ist wohl einen Großteil der Zeit damit beschäftigt, den Facebook-Stream rauf- runter zu scrollen, Memes per WhatsApp zu verschicken oder andere zeitraubende Dinge zu tun. Samsung hat nun ein neues Smartphone vorgestellt, mit dem sich die Nutzer aus diesem Kreislauf befreien können: Das Galaxy J2 Pro verfügt nämlich über keinen Internetzugang.


Einige Menschen bauen sich ein Pool ohne Wasser, falls sie nicht schwimmen möchten. Andere bauen die Reifen von ihrem Auto, falls sie icht fahren möchten. Genau für diese Zielgruppe bringt der Smartphone-Riese Samsung nun ein neues Gerät auf den Markt, das man nutzen kann, wenn man nicht Online sein möchte. Auch wenn dafür ein zweimaliger Blick in den Kalender notwendig ist – heute ist bekanntlich Freitag der 13. und nicht der 1. April – meint das Unternehmen das ganze durchaus ernst.

samsung galaxy j2 pro

Aus Südkorea kommen viele merkwürdige Dinge und jetzt ist das Land um ein weiteres kurioses Produkt reicher: Samsung hat nun das Galaxy J2 Pro vorgestellt, das erstmal wie ein ganz normales Smartphone aussieht. Tatsächlich ist auch alles dran: Ein Display, ein Touchscreen, die üblichen Bedienelemente und sogar die Form legt nahe, dass es sich um ein Smartphone handelt. Doch zwei kleine Dinge wurden vergessen: Es gibt keinen Mobilfunkchip und auch kein WLAN-Modul.

Das Smartphone verfügt über keinen Internetzugang und schließt damit schon einmal mindestens 95 Prozent aller Anwendungsfälle eines solchen Geräts aus. Dafür kann man aber Telefonieren, SMS schreiben, Fotos schießen (und sie niemandem schicken) und es gibt sogar ein Wörterbuch. Auch sonst ist die Ausstattung mit 1,4 Ghz Prozessor, 1,5 GB RAM und einer 8 Megapixel-Kamera für ein Gerät ohne jegliche Zusatzfunktionen doch recht großzügig.

Vorerst wird das Gerät nur in Südkorea auf den Markt kommen und ist dort für umgerechnet 150 Euro zu haben. Also zum gleichen Preis wie das noch immer sehr populäre Galaxy S3.



Über den Sinn und Zweck des Smartphones kann man sich streiten, aber man kann sich schon fragen, was die Produktmanager im Unternehmen geritten haben muss. Möglicherweise passt ein solches Gerät auch gut in die koreanische Kultur, das werden wir Europäer aber wohl nicht verstehen. Ob man das Gerät aber tatsächlich unter dem Namen „Smartphone“ vermarkten kann, sollte man sich vielleicht noch einmal überlegen – genau so wie die Bezeichnnung „Pro“.

Wie das mit der Auslieferung von Updates aussieht, woher die Apps kommen und welche Android-Version zum Einsatz kommt, sind alles Dinge, die von Samsung nicht offiziell geklärt werden. Wir dürfen gespannt sein, ob Samsung sich noch einmal mit erfolgreichen Verkaufszahlen zu diesem Gerät zu Wort melden oder gar eine weltweite Verfügbarkeit ankündigen wird. Ich würde aber eher nicht darauf tippen 😉

Siehe auch
» Phone Usage Monitor: Neue Android-App wertet die Smartphone- und App-Nutzung aus

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