Project Yeti: Google arbeitet an neuem Videospiel-Streaming und einer eigenen Spielekonsole

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Abgesehen von einigen kleinen Ausflügen hält sich Google großteils aus dem Spiele-Markt heraus und konzentriert sich auf die Entwicklung von Apps, Cloud-Angeboten und Plattformen. Aber das könnte sich nun schon sehr bald ändern, zumindest wenn man der aktuellen Gerüchteküche glauben mag. Laut Berichten könnte Google schon sehr bald eine eigene Spielekonsole oder eine Plattform zum Streamen von Spielen vorstellen.


Der Markt der Videospiele ist eigentlich schon sehr alt und ist zu großen Teilen zwischen einigen großen Publishern und kleinen Independent-Entwicklern aufgeteilt, doch derzeit scheint sehr viel Bewegung am Markt zu sein. Microsoft könnte kurz vor der Übernahme von Electronic Arts stehen und auch Googles Interesse an der Spielebranche scheint so langsam aber sicher geweckt zu sein. Und wenn Google erst einmal einsteigt, dann richtig.

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Erst vor wenigen Tagen wurde eine interessante Personalie bekannt, die für einige Spekulationen gesorgt hat. Ein wahrer Spiele-Veteran, der schon an der Entwicklung der ersten PlayStation beteiligt war und auch bei Microsoft Station gemacht hat, hat zu Google gewechselt und nimmt dort den Posten eines Vize-Präsidenten und General Manager in einer unbekannten Abteilung ei. Und wie es scheint, beschäftigt sich diese Abteilung nun tatsächlich sehr intensiv mit Videospielen.

Schon seit mehr als zwei Jahren soll Google am Project Yeti arbeiten, bei dem es sich um eine neue Plattform zum Streaming von Videospielen handeln soll. Bekannt ist derzeit, dass die Spiele wohl auf einem Google-Server ausgeführt werden, so dass das Endgerät des Nutzers lediglich die Eingaben übermitteln muss und die Darstellung des Geschehens übernimmt. Dadurch ist der Spieler völlig unabhängig von einer starken Hardware und könnte selbst auf schwachbrüstigen Geräten High-End-Spiele daddeln.

Unklar ist derzeit aber, wie dieses Endgerät aussehen soll. Es sollen sich intern mehrere Spielekonsolen in Entwicklung befunden haben, die aber aufgrund fehlender Unterstützung der Konzernleitung dann doch nicht auf den Markt gebracht worden sind. Ein Gerät war sogar schon für Ende 2017 anvisiert und hätte wohl auf dem Made by Google-Event vorgestellt werden sollen.



Derzeit geht man davon aus, dass das Projekt nun keine eigene Konsole mehr beinhaltet, sondern einfach auf bereits vorhandener Hardware ausgeführt werden kann. So könnten etwa auch Videospiele über einen Chromecast gespielt werden, aber sie könnten auch auf das Smartphone, ein Tablet oder auch ein Chromebook übertragen werden. Da die gesamte Berechnung und eigentliche Leistung auf den Google-Servern stattfindet, gibt es an die Hardware keine großen Anforderungen.

Google soll sich bereits in Gesprächen mit den großen Spielestudios befunden haben, die möglicherweise Spiele für diese Plattform entwickeln und oder ihre aktuellen Titel anpassen könnten. Über den Ausgang der Gespräche ist nichts bekannt, aber durch Googles Reichweite von Android und dem Play Store könnte daraus sehr schnell eine riesige Plattform werden, der sich kein Hersteller verschließen wollen dürfte.

Schon jetzt betreibt Google mit Android theoretisch die weltweit größte Spieleplattform, denn als führendes Betriebssystem wird es dann im Umkehrschluss auch am häufigsten für Spiele verwendet. Ob dem wirklich so ist, lässt sich allerdings schwer sagen. Auf jeden Fall ist der Weg zum Streaming von Spielen gar nicht mehr so weit, denn längst lassen sich auch Apps streamen und gerade erst hat Google wieder gezeigt, dass sich auch Apps simulieren lassen, die gar nicht installiert sind.

Siehe auch
» Interessante Personalie sorgt für Spekulationen: Steigt Google in den Spielemarkt ein?
» Bewegung in der Spielebranche: Microsoft könnte Electronic Arts übernehmen
» Alles rund um die Android-Spielekonsole OUYA


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