YouTube-mp3: Populärer YouTube-Downloader geht nach erfolgreicher Klage der Musikindustrie Offline

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Auf Googles Videoplattform YouTube finden sich zu praktisch allen populären Songs die Musikvideos und werden dort Milliardenfach angeklickt. Die Musikindustrie hat sich damit mittlerweile nicht nur abgefunden, sondern verdient auch sehr viel Geld auf diesem Wege. Diesen endlosen Fundus nutzen aber auch viele Portale und bieten den Download der reinen Songs als MP3 an. Jetzt gehen bei dem populärsten Portal schon bald die Lichter aus.


Es gibt unzählige Webseiten die den Download von Videos bzw. der Tonspur von YouTube-Videos oder auch von anderen Portalen anbieten, aber natürlich gibt es auch darunter einige Stars der Branche, die von der Masse zu diesem Zweck genutzt werden. Das größte Portal, YouTube-mp3 steht nun unmittelbar vor dem Aus und wird wohl schon in wenigen Tagen den Dienst einstellen. Es könnte der Anfang einer großen Welle in dieser Branche sein.

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Die Musikvideos auf YouTube sind für die Plattenfirmen längst zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden und bringen den Labels und Künstlern Millionen ein – vor allem wenn die Klickzahlen in die Milliarden gehen. Doch natürlich laden die Plattenfirmen ihre Videos nur unter der Prämisse hoch, dass rundherum Werbung angezeigt wird die ordentlich Geld auf das Konto bringt. Sobald ein solches Video oder nur die Audiospur heruntergeladen wird, bringt das natürlich kein Geld mehr ein.

Schon vor genau einem Jahr hatte die US-Musikindustrie gemeinsam Klage gegen YouTube-mp3 eingereicht und wollte das Portal schnellstmöglich aus dem Netz nehmen. Jetzt sollen sich alle Seiten außergerichtlich geeinigt haben, wobei dieser Vergleich zur Schließung des Portals führen wird. Die bekannte Domain geht an die Musikindustrie und kann so nicht mehr für diesen Zweck verwendet werden. Der Betreiber des Portals, der deutsche Philip Matesanz, muss außerdem eine Strafe in ungenannter Höhe zahlen. Außerdem wird es ihm untersagt, kein weiteres solches Portal aufzubauen und zu betreiben.

Vorgeworfen wurde dem Betreiber nicht nur sein Geschäftsmodell, sondern auch die Tatsache, dass einige Schutzmaßnahmen von YouTube umgangen worden sind um den eigenen Dienst weiter anbieten zu können. Die Downloads waren nicht nur von sehr guter Qualität sondern waren auch noch DRM-frei.



Noch ist das Portal Online, aber schon in wenigen Tagen dürfte es wohl aus dem Netz verschwinden. Schon jetzt funktioniert der Download von Songs nicht mehr. Natürlich wird eines der vielen weiteren Portale diese Rolle übernehmen und dann als nächstes im Fadenkreuz der Industrie landen – aber eine dauerhafte Lösung wird es wohl nicht geben. Dass sich die Verkaufszahlen von digitaler Musik durch diese Einstellung erhöhen werden, ist wohl ebenfalls nicht zu erwarten.

Der Betreiber soll mit seinem Portal mehrere Hunderttausend Dollar pro Monat eingenommen haben und entsprechend hoch dürfte wohl auch die Strafzahlung ausfallen. Rein theoretisch hätte diese allerdings so hoch sein können, dass kein Geld der Welt dafür ausgereicht hätte: Gefordert wurden 150.000 Dollar pro Urheberrechtsverletzung – also pro heruntergeladenem Song. Bei 4,8 Milliarden Besuchern pro Jahr wären das dann mal locker über 7 Billiarden Dollar.

Im Jahr 2015 sollen ganze 40 Prozent aller MP3-Downloads von YouTube auf diese Plattform entfallen sein, so dass es kein großes Wunder ist dass das Portal in das Fadenkreuz gelangt ist. In der Vergangenheit lag der Betreiber auch schon mit dem Bundesverband der Musikindustrie und auch mit Google selbst im Clinch, doch in allen Fällen konnte er sich bisher durchsetzen – doch gegen die geballte US-Musikindustrie hatte er dann wohl doch keine Chance.

[heise]

UPDATE
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