Chromebooks: Google erobert den US-Bildungsmarkt und verkauft mehr Geräte als Apple und Microsoft

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Die Popularität von Chromebooks steigt langsam aber sicher an und wird von immer mehr Menschen als Alternative zu den klassischen Laptops mit Windows oder Mac OS-Betriebssystem entdeckt. In einer nicht zu unterschätzenden Nische sind die Chromebooks aber schon jetzt führend und konnten ihren Marktanteil im vergangenen Jahr stark ausbauen: Der US-Bildungsmarkt bzw. beim Einsatz von mobilen Geräten in Schulen.


Die Anzahl der neu vorgestellten Chromebooks in den vergangenen Monaten hat gefühlt den Geräten mit einem anderen Betriebssystem den Rang abgelaufen und dürften in diesem Jahr die Verkaufszahlen kräftig nach oben schießen lassen. Schon seit langer Zeit konzentriert sich Google aber auch stark auf eine ganz bestimmte Nische, die eine große Auswirkung haben kann – und das mit einem sehr großen Erfolg.

chrome os marktanteil

Die Marktforscher von Futurescore haben sich die Verkaufszahlen aller mobilen Geräte an US-Schulen im vergangenen Jahr angesehen, und haben aus diesen Daten obige Grafik erstellt. Wie man sieht, konnte Google den Anteil an Chromebooks stark nach oben treiben, und das vor allem auf Kosten von Apple. Während Chrome OS den Anteil innerhalb von zwei Jahren von 38 Prozent auf 58 Prozent steigern konnte, hat Apple mit iOS von 26 Prozent auf 14 Prozent Feder lassen müssen. Auch Microsoft muss einen leichten Abwärtstrend verzeichnen, kommt aber noch immer auf gut einem Viertel der Geräte zum Einsatz.

Weltweit sieht das ganze etwas anders aus, denn Google konzentriert sich vor allem auf den US-Markt. Chrome OS konnte seinen Anteil nur von 2 Prozent auf 6 Prozent steigern und Microsoft hat ordentlich auf das Gaspedal gedrückt und seinen Anteil von 47 Prozent auf 65 Prozent hochgefahren. Während Apple stagniert fiel auch der Anteil von Android rapide in den Keller und hat sich innerhalb von zwei Jahren mehr als halbiert. Das ist aber nicht ganz so dramatisch, da die Android-Apps mittlerweile auch auf Chromebooks zum Einsatz kommen können.



An US-Schulen war Google schon seit langer Zeit aktiv und konnte schon vor Jahren kleine Erfolge feiern und Apple überflügeln. Laut der letzten Statistik setzen weltweit 20 Millionen Schüler auf Chromebooks – und der Großteil davon sitzt eben zur Zeit noch in den USA. Ob Google auch weltweit solche Zahlen erreichen und Microsoft in die Schranken weisen kann, wird sich zeigen. Einfach wird das allerdings nicht.

Für Google ist der US-Bildungsmarkt vielleicht nicht unbedingt lukrativ, dafür verspricht er aber eine große Zukunft für die Plattform. Wenn die Schüler schon während der Schulzeit an das Betriebssystem und die Google-Cloud gewöhnt werden, dann werden sie sich höchstwahrscheinlich auch später im Privatleben ein solches Gerät zulegen. Auf dieses Rezept setzt Microsoft seit Jahrzehnten mit Erfolg.

[heise]



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