Kurios: Mystery Search liefert Google-Suchergebnisse von anderen Nutzern

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Der Ablauf einer Websuche mit Google ist immer der gleiche: Man gibt die Anfrage in das Suchfeld ein, schickt die Eingabe ab und nach weniger als einer Sekunde bekommt man die Auflistung der Ergebnisse. Mit der Webseite Mystery Search funktioniert das ganze aber etwas anders: Statt dem abgeschickten Suchbegriff bekommt man das Ergebnis von der Person ausgeliefert, die unmittelbar vorher gesucht hat.


Es gibt eine Reihe von Spielen für die Google Websuche, bei denen man etwa Suchbegriffe gegeneinander antreten lassen kann, oder Suchbegriffe erraten muss, Trends analysieren oder auch Auto-Completes vervollständigen muss. Bei der folgenden Webseite handelt es sich um etwas sehr ähnliches, nur dass es sich eher um ein Russisch Roulette als um ein Spiel handelt.

Mystery Search

Mystery Search ist grob gesagt einfach nur eine alternative Startseite für die Google-Suche, die ebenfalls nur aus einem Suchfeld und zwei Buttons besteht. Doch statt die eingegebene Suchanfrage an Google weiterzuleiten, wird stattdessen eine ganz andere Suchanfrage durchgeführt. Diese besteht, so heißt es zumindest in diversen Berichten, aus der Suchanfrage die ein anderer Nutzer unmittelbar zuvor eingegeben hat. Überprüfen lässt sich das Freilich nicht.

In meinen dutzenden Tests hat sich keine Suchanfrage wiederholt und es handelte sich um ganz normale Anfragen wie „Kim Kardashian“, „How big is New York“ oder einfach auch „how to eat lobster?“. Ob diese wirklich unmittelbar zuvor bei Mystery Search eingegeben wurden, oder diese einfach nur aus der Google Trends-Datenbank stammen und zufällig ausgeliefert werden, ist schwer zu sagen. Auch bei mehreren direkt nacheinander abgeschickten Suchanfragen von verschiedenen IP-Adressen habe ich es kein einziges mal geschafft, meine eigene vorherige Anfrage ausgeliefert zu bekommen.



Mystery Search lässt sich natürlich auch sehr gut dafür einsetzen, wenn die Langeweile mal wieder riesengroß ist und man sich zufällige Informationen besorgen möchte – also in etwa das Pendant zur Wikipedia-Funktion „Zufällige Seite“. Einen weiteren tieferen Sinn kann ich dahinter derzeit noch nicht entdecken. Außerdem ist die Webseite komplett werbefrei.

Den „I’m Feeling Very Lucky“-Button habe ich auch nach mehreren Versuchen nicht zum Laufen bekommen. Nach einem Klick verwandelt er sich in „Are You Sure?“ und sorgt nur für einen Reload der Webseite, ohne eine weitere Anfrage auszuführen.

Da die Webseite einfach nur zu Google weiterleitet und auch sonst keine Daten vom Nutzer sammelt, kann sie bedenkenlos verwendet werden. Lediglich die eingegeben Suchbegriffe werden (vermutlich) gespeichert.

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