Im2Calories: Google forscht an Technologie, die Kalorien-Infos für Foodporn-Fotos anzeigen soll

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Gefühlt gibt es immer weniger Menschen, die es schaffen eine Mahlzeit zu verzehren ohne davon ein Foto zu machen und auf Facebook oder Instagram zu stellen. Derzeit arbeiten die Google-Forscher an einer App, die nun vielleicht Alptraum und Segen zugleich für all die Food-Foto-Fanatiker sein könnte: Die App mit dem Projektnamen Im2Calories soll dem Nutzer in Zukunft anhand eines einfachen Fotos genau mitteilen können, wie viele Kalorien diese Mahlzeit haben wird.


Aktuell befindet sich das Projekt noch in der Forschungsphase und hat noch keine nennenswerte Entwicklung hinter sich, doch offenbar ist man bereits weit genug fortgeschritten um über das zukünftige Projekt zu reden – und hält es für machbar. Auch ein Patent für die zukünftige App hat Google vorsorglich schon einmal eingereicht. Teamleiter Kevin Murphy hat nun einige Details zu diesem Projekt verraten, das noch eine große Zukunft haben könnte.

foodporn

Die Idee hinter der App ist ganz einfach: Der Nutzer macht einfach ein Foto von seiner Mahlzeit und die App liefert die genaue Anzahl der enthaltenen Kalorien und weiteren Nährstoffe mit. Da immer mehr Menschen auch zu Kalorienzählern mutiert sind, hat die App natürlich durchaus eine Daseinsberechtigung und könnte – wenn es denn zuverlässig funktioniert – ein großer Erfolg werden. Als Ziel hat man sich vorerst aber einmal eine Trefferquote von 30 Prozent gesetzt, wie weit man derzeit ist hat Murphy aber nicht verraten. Für die restlichen 70% sollen dem Nutzer Vorschläge über die Mahlzeit gemacht werden, so dass die App lernfähig ist und in Zukunft die Trefferquote immer höher wird.

Die erforderlichen Technologien und Informationen hat Google eigentlich schon in der Hinterhand: Google Photos, und die Vorgänger-Apps, können seit Jahren Nahrungsmittel auf Fotos erkennen und diese zuordnen. Die Google Websuche hingegen kann mit Kalorien-Infos und umfangreichen Rezepten aufwarten. Die App muss also „nur“ die Erkennung der Nahrungsmittel optimieren und genau erkennen worum es sich handelt – der Rest ist ein Klacks. Laut Murphy sollen der App auch schon durchschnittliche Fotos ausreichen, es muss kein HD-Format sein.



Natürlich dürfte es für die App nicht ganz so einfach sein die Anzahl der Erbsen zu erfassen, die Menge der Spaghetti unter der Kiloweise Soße zu erfassen oder eben auch zu erkennen ob die Pommes im Backofen gebacken oder im Fett schwimmend frittiert worden sind. Dennoch ist die Idee natürlich sehr interessant und könnte in Zukunft bei sehr viele Nutzern zum Standard-Repertoire gehören. Einen zeitlichen Ausblick wollte Murphy aber leider nicht geben, so dass wir wohl noch einige Jahre auf zuverlässige Ergebnisse warten müssen.

[Spiegel Online]



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