Kampf gegen Piraterie: Google & Co. gründen Schutz-Programm

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Gemeinsam mit einigen anderen Werbenetzwerken hat sich Google einem freiwilligen Programm angeschlossen, dass es Webseiten, die im großen Stil wissentlich das Urheberrecht verletzen, den Geldhahn zudreht. Den Rechteinhabern soll es damit erleichtert werden, gegen Piraterie vorzugehen und ihre Inhalte zu schützen bzw. deren Verbreitung einzuschränken.


Sollte ein Rechteinhaber feststellen, dass seine Inhalte an anderen Stellen verwendet und durch Anzeigen monetarisiert werden, kann er sich an den Betreiber des Werbenetzwerks wenden und die Auslieferung von Werbebannern stoppen lassen. Dies Sperrung geschieht allerdings nicht automatisch, sondern wird vom Betreiber erst nach einer Prüfung durchgeführt.

Um eine Sperrung zu veranlassen muss der Rechteinhaber allerdings auch Beweise mit Screenshots und einer genauen Zeitangabe liefern – und das auch für jedes Werbenetzwerk einzeln. Wird die Seite also bei Google gesperrt, heißt dies nicht dass sie auch automatisch nicht mehr von Yahoo! und Co. mit Werbebannern versorgt wird – also ein wahrer Marathon für den Inhaber, um nur _eine einzige_ Webseite zu sperren.

Und auch bei einer erfolgreichen Meldung soll der Betreiber die Webseite die Möglichkeit haben dem Antrag zu widersprechen und die Einblendung der Werbeanzeigen wieder aufzunehmen. Es kann für den Rechteinhaber also ein wahrere Spießrutenlauf sein die eigenen Inhalte zu schützen. Wenn der Betreiber der Piraterie-Seite Werbung über Afiliate-Netze ausliefern lässt, kann er die Sperre ebenfalls wieder sehr leicht umgehen.

Dem Programm haben sich neben Google unter anderem auch Yahoo!, Microsoft, AOL und Conde Nast angeschlossen – und damit das Who is Who der kontextbasierten Werbung auf Drittwebseiten. Die Vereinbarung wurde gemeinsam mit der US-Regierung ausgearbeitet und gelten daher aktuell nur in den USA bzw. für amerikanische Rechteinhaber. Die Organisation könnte aber sicherlich richtungsweisend auch in Europa oder weltweit aktiv werden.

P.S. Man beachte die URL der Webseite 😉

» Webseite der Vereinigung

[heise]



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