Das Google Pack

Wilde Spekulationen gab es im Vorfeld der CES, schließlich erwartete man sich viel von Googles Präsentation. Doch am Ende reicht es dann nur für einen nicht vorhandenen Videomarktplatz und ein Softwarepaket namens Google Pack. Viele waren enttäuscht, doch steckt hinter Pack vielleicht mehr als man anfangs glauben mag?

Fest steht erstmal das es in Google Pack, außer dem Video Player und dem Screensaver, keine neue Software gab – alles alter Kaffee. Doch wie sagt man so schön, nicht nur der Inhalt sondern auch seine Verpackung ist wichtig. Und die sieht bei Pack auf jeden Fall sehr hübsch aus.

So einfach wie mit dem Google Pack konnte man davor wohl noch keine Software installieren, obwohl der Schritt doch eigentlich sehr nahe lag. Sehr viele, gerade neue, PC-Benutzer haben geradezu panische Angst (ich kenne sehr viele) überhaupt nur eine Installation auf dem eigenen Rechner zu wagen. Und wenn dann noch 100 Nachfragen während der Installation kommen ist es bei den meisten dann ganz vorbei. Windows hat es vorgemacht, die Installation wurde von mal zu mal einfacher, so dass auch PC-Neulinge es schaffen konnten ihren PC zum laufen zu bekommen.

Mit dem Pack wählt man nun nur noch das gewünschte Programm aus, und kann es mit nur einem einzigen Klick installieren und danach mit einem weiteren Klick starten. Alle Programme werden mit einer optimalen Konfiguration installiert, das mag für einen PC-Freak nicht gerade wünschenswert sein, doch ein Anfänger wird es durchaus zu schätzen wissen. Doch damit nicht genug: Das Pack kümmert sich auch darum die Software immer aktuell zu halten, was gerade bei Virenprogrammen eine wichtige Rolle spielt.

Leider ist das Softwareangebot noch nicht optimal. Gerade der Realplayer und Norton AntiVirus (hier wird sicherlich viel Geld geflossen sein) dürften wohl die ersten Programme sein die wieder vom Rechner runterfliegen. Doch dieses Angebot kann und wird Google sicherlich in nächster Zeit ausbauen und erweitern, nicht umsonst hat man ein Formular für Neueintragungen zur Verfügung gestellt.

Das Software-Bundles gut funktionieren haben schon viele Firmen zuvor gezeigt, auch hier sei wieder Microsoft erwähnt – mit seiner Office-Suite. Und gerade das dürfte dem Pack den Erfolg bescheren. Eine Neuinstallation eines PCs wird nun schon etwas vereinfacht, man lädt sich einfach das Pack herunter. Und wenn das Software-Angebot stimmt und weiterhin ausgebaut wird dann könnten fast alle Programme die man zur täglichen Arbeit braucht schon darin enthalten sein. Irgendwann kann Google dann dadurch Geld verdienen, indem man sich die Aufnahme in dieses Paket gut bezahlen lässt.

Aufjedenfall sind die Zukunftsaussichten für dieses – noch – unscheinbare Paket äußerst gut. Und eines Tages kann sich dann Microsoft (mal wieder) in einem Bereich warm anziehen…

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