Android: Ist das endlich DIE Brücke zwischen Mobil und Desktop? Das Googlebook-OS zeigt, wie es richtig geht

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Nachdem man mit den Chromebooks viele Jahre lang Erfahrungen sammeln konnte, will Google in diesem Jahr mit den Googlebooks und dem neuen Gemini Intelligence-System den Desktop angreifen. Dabei setzt man nicht nur auf innovative Konzepte, sondern auch auf den zunächst sehr trivial klingenden Bereich der Smartphone-Anbindung. Das bisher Gezeigte lässt vermuten, dass Google es tatsächlich geknackt und eine attraktive Brücke geschaffen hat.


android logo desktop laptop

Praktisch seit dem Start des Smartphone-Hypes vor bald 20 Jahren und spätestens seit dem Aufkommen der modernen Tablets haben sich viele Unternehmen und Projekte daran versucht, die beiden Welten miteinander zu verbinden – oft mit überschaubarem Erfolg. Zwar gab es immer wieder interessante Ansätze und auch konkrete Umsetzungen, die aber meist daran krankten, dass sie keinen Vollzugriff auf die Betriebssysteme haben.

Apple und Microsoft haben es nicht geschafft
Daher liegt es an den Betriebssystem-Giganten Microsoft, Apple und Google und eine solche Brücke zu schaffen. Google hat das Thema bis auf eine umfangreiche Android-Unterstützung in ChromeOS weitgehend ignoriert. Microsoft hat viele Versuche gestartet, scheiterte aber schlussendlich daran, dass man kein eigenes mobiles Betriebssystem hat. Apple hat attraktive Brücken geschaffen, aber eine echte Verbindung zwischen den Welten ist bisher nicht gelungen.

Google setzt voll auf Android + Gemini
Jetzt zeigt Google, wie es vermeintlich richtig geht. Mit dem neuen Gemini Intelligence auf Googlebooks bringt man die Android-Welt auf den Desktop. Man setzt auf ein einheitliches Betriebssystem für Smartphone und Desktop. Das neue Projekt ist das Ergebnis einer jahrelangen schrittweisen Verknüpfung zwischen den beiden Welten. Ich hatte hier im Blog schon vor gut einem Jahr darauf hingewiesen, dass sich die Oberfläche von Android und ChromeOS enorm ähneln. Klar, dass man daran festhält.




Enge Anbindung des Smartphones
Aber Google setzt nicht nur auf ein gemeinsames Betriebssystem und sehr stark ähnelnde Benutzeroberflächen, sondern sorgt auch für eine nahtlose Anbindung zwischen den beiden Welten: Das neue System auf den Googlebooks bietet direkt in der Taskleiste einen Smartphone-Button, mit dem sich alle lokal auf dem Smartphone installierten Apps sofort auf dem Googlebook ausführen lassen. Die Apps werden auf dem Smartphone ausgeführt und entsprechend auf den Laptop gestreamt.

Gleiches gilt für den Dateizugriff: Alle Dateien vom Smartphone stehen direkt über den Dateizugriff des Googlebooks zur Verfügung, so wie man das vom Chromebook mit Cloudspeichern kennt. Auch hier findet ein Streaming mit sofortigem Dateizugriff statt. Es ist zu erwarten, dass eine auch seit vielen Jahren erprobte Synchronisierung zwischen den Benachrichtigungen umgesetzt werden wird, sodass die Anbindung für die allermeisten Nutzungsszenarien komplett ist.

Ich denke, dass diese Verbindung zwischen Smartphone und Desktop aus heutiger technische Sicht der heilige Gral ist. Die gemeinsame Android-Basis und Googles volle Kontrolle über beide Geräte dürfte dafür sorgen, dass sich das in Windeseile etabliert. Wir dürfen auf Apples und Microsofts Antwort gespannt sein…

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