Gemini: Google hat ein Messenger-Problem – damaliges Chaos schwächt die Personal Intelligence (Meinung)

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Google hat das KI-Modell Gemini kürzlich um die Personal Intelligence erweitert, das den Nutzern durch die Kombination vieler Dienste personalisierte Informationen liefern soll. Durch zahlreiche populäre Dienste hat das Unternehmen einen großen Vorteil, doch einer der wichtigsten Bereiche bleibt das Sorgenkind: Google hat noch immer ein Messenger-Problem.


google messenger

Mit der kürzlich gestarteten Gemini Personal Intelligence sollen der KI-ChatBot und dessen angebundene Dienste noch einmal auf eine völlig neue Stufe gehoben werden, die eine starke Personalisierung auf den Nutzer ermöglicht. Dazu bindet man viele Produkte von GMail über den Kalender bis zu Fotos und YouTube an, um sowohl ein Nutzerprofil zu erstellen als auch auf dessen Daten zugreifen zu können.

Google ist mit zahlreichen erfolgreichen Produkten sicherlich in einer einmaligen Position, denn die Datenbasis ist so breit wie bei keinem anderen Unternehmen. Von E-Mails über Fotos und Termine bis zu Dokumenten und Interessen aus dem Web und Medienkonsum ist vieles dabei. Doch ein ganz wichtiger Kanal fehlt, ohne den es langfristig kaum zu einer vollständigen Personalisierung kommen kann: Das Messaging.

Zwar befinden sich mit Google Messages, Google Chat und Google Meet einige erfolgreiche Messenger im Portfolio, doch diese werden entweder nur im kaum personalisierbaren Business-Umfeld oder gar nicht genutzt. Wie viele Nutzer verwenden ernsthaft Google Messages oder Chat zur privaten Kommunikation? Überspitzt gesagt sind diese Nutzer wohl an einer Hand abzuzählen, denn die Massen sind bei WhatsApp, Telegram, Signal und so weiter.




Google fehlt ein erfolgreicher Messenger
Das hier von mir im Blog über viele Jahre begleitete Google Messenger-Chaos rächt sich jetzt. Nach unzähligen Neustarts, Einstellungen und Strategie-Änderungen hatte man es irgendwann aufgegeben und ist mittlerweile mit dem Portfolio sehr konstant. Doch damals hatte man die Massen zur Konkurrenz verscheucht, wo sie bis heute geblieben ist und wohl kaum freiwillig zurück in das Google-Netzwerk gehen wird. Allen voran WhatsApp ist ein praktisch allmächtiger Konkurrenz, der von Google Messages oder Google Chat nichts zu befürchten hat.

Viele wichtige Informationen werden auch heute noch per Messenger ausgetauscht. Welches Produkt ist persönlicher als ein Messenger? Keines. Genau diese Quelle fehlt Gemini nun, um zum echten digitalen Companion zu werden. Zwar hat Google enge Bande mit WhatsApp, unter anderem läuft das WhatsApp-Backup bis heute über Google Drive, doch an die Konversationen der Nutzer kommt man nicht heran. Angesichts der hochtrabenden Pläne von Meta AI ist auch kaum zu erwarten, dass WhatsApp irgendeine Form eines Deals mit Google eingehen würde, um Gemini in WhatsApp zu bekommen.

Perspektivisch wird Google daher wohl versuchen müssen, den Messenger-Markt erneut in Angriff zu nehmen. Ob das unbedingt mit einem neuen Messenger geschehen muss oder man eine Art Messenger-Wrapper planen könnte, mit dem die Kommunikation eher mit Gemini stattfindet, das dann die Messenger-Dienste steuert, lässt sich schwer sagen. Wir dürfen gespannt sein, was in den nächsten Monaten in dieser Richtung passiert.

» Gemini: Das ist Googles neue Personal Intelligence – so funktioniert die Verknüpfung der Nutzerdaten (FAQ)

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