Stadia: Googles Spieleplattform angeblich vor dem Aus; so konnte sich das falsche Gerücht verbreiten (Update)

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Die Spieleplattform Stadia ist mal wieder in die Schlagzeilen geraten, doch diesmal war nicht Google selbst der Auslöser, sondern ein Spaßvogel, der erfolgreich ein nicht fundiertes Gerücht in die Welt setzte. Natürlich wurde das Gerücht rund um die sehr baldige Einstellung von Stadia auch hier im Blog thematisiert und von Beginn an bezweifelt. Aber wie kam es überhaupt dazu und warum sendet Google jetzt schon wieder selbst unschöne Signale?


stadia logo

Es ist kein Geheimnis, dass Google größere Visionen für Stadia hat(te), als man derzeit realistisch erreichen kann. Man träumte von einer starken und etablierten Cloudgaming-Plattform, auf der viele große Titel plattformübergreifend gezockt werden können und fabulierte von mehr als einer Milliarde Nutzern. Das kann alles noch kommen, aber dafür muss Google noch einen sehr sehr langen Atem beweisen – für den man in den letzten Jahren nicht gerade berühmt gewesen ist.

Kein Wunder, dass Gerüchte rund um die Einstellung der Plattform immer wieder die Runde machen und die Spieleplattform eigentlich von Beginn an begleiten. Vor einigen Tagen gab es ein Gerücht zum baldigen Aus, an dem es allerdings einige Zweifel gegeben hat – was ich auch schon im ersten Artikel mehrfach deutlich angesprochen hatte. Aber man weiß ja nie, ob nicht doch ein wahrer Kern darinsteckt, denn obwohl ich selbst lange nicht an eine Einstellung glaube, würde es mich dennoch nicht ganz kalt erwischen und überraschen. So geht es vermutlich vielen.

Aber woher kam das Gerücht eigentlich? Verbreitet wurde es vom Twitter-Konto ‚Killed by Google‘, das aufgrund seiner bekannten Datenbank eingestellter Google-Produkte trotz unzähliger merkwürdiger Tweets ein gewisses Ansehen genießt. Dort hatte man ein Screenshot eines Facebook-Beitrags veröffentlicht, in dem ein Nutzer berichtet, von einem Freund, der jetzt bei Google arbeitet, konkret von der Einstellung gehört zu haben. Alle Details dazu findet ihr in diesem Artikel.




stadia schliessung

Die Quelle wurde schnell ausfindig gemacht und es stellte sich heraus, dass dieser Beitrag von einem Spaßvogel veröffentlicht wurde, der immer wieder gegen Stadia schießt. Siehe obiges Statement des Gruppenmoderators. Es ist bekannt, dass sich die Nutzerschaft bei Stadia in zwei Hälften teilt: Die eine verteidigt die Plattform vehement und die andere sehnt die Einstellung aus reiner Schadenfreude nur so herbei und saugt jede Kritik auf, um eine solche herbeizuschreiben. Der Nutzer, auf den sich die gesamte Geschichte bezieht, gehört zu letzter Gruppe.

Es war zu erwarten, dass sich die Geschichte schnell in Luft auflöst. Dennoch bleibt der Beigeschmack, dass viele Menschen gar nicht so sehr überrascht wären und Google diesen Schritt durchaus zutrauen. Das ist allerdings ein Image, das man sich über die Jahre selbst hart erarbeitet hat und so leicht nicht abschütteln kann. Würde man über eine geplante Einstellung von Android, YouTube oder Chrome sprechen, würde es niemand glauben. Bei Stadia hingegen nimmt man es hin, als wenn es ein Google-Messenger wäre.

Hoffen wir, dass Google weiter in Stadia investiert und die Plattform auch nach dem Start der Cloudplattform ‚Immersive Stream‘ weiter vorantreiben wird, um beste Werbung für das Cloudprodukt zu machen. Denn technisch ist Stadia extrem stabil, nur das Marketing könnte etwas mehr Schwung vertragen…

UDATE: Google legt nach
Schlechtes Timing und wenig Fingerspitzengefühl: Vor wenigen Tagen hat man den Stadia Experience Room im Google Store geschlossen und damit erneut ein Signal gesendet, das man schnell missverstehen kann. Auch wenn Google an Stadia festhält, ist jede weitere Einschränkung der Präsenz der Marke nicht unbedingt förderlich für weitere Erfolge…

[AndroidPolice]


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comment 2 Kommentare zum Thema "Stadia: Googles Spieleplattform angeblich vor dem Aus; so konnte sich das falsche Gerücht verbreiten (Update)"

    • Dem muss ich leider zustimmen. Auch ich habe nur hier davon gelesen.
      Zudem habe ich geschaut, ob diese Information auch von anderen „News-Seiten“ verbreitet wird. Fehlanzeige!
      Mehr Qualität anstatt Quantität täten dieser Seite gut!

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