Google Russland meldet Insolvenz an: Unternehmen ist nicht mehr zahlungsfähig – Dienste bleiben Online

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Viele Unternehmen haben sich in den letzten Wochen aus Russland zurückgezogen, manche auch endgültig und ohne Pläne für eine baldige Rückkehr. Auch Google hat das Werbegeschäft vollständig eingestellt und jetzt könnte ein dauerhafter Rückzug aus dem Land anstehen: Google Russland hat angekündigt, Insolvenz anmelden zu wollen. Das Unternehmen ist nicht mehr in der Lage, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und könnte demnach geschlossen werden.


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Google ist seit sehr vielen Jahren in Russland aktiv, hat in dem Land aber längst nicht so eine Bedeutung wie in vielen anderen Ländern dieser Welt. Mit Beginn des Krieges hatte Google die temporäre Einstellung des Werbegeschäfts in Russland angekündigt, aber das könnte zum Dauerzustand werden. Das Unternehmen soll angekündigt haben, Insolvenz anmelden zu wollen. Das ist zwar nicht gleichbedeutend mit der Geschäftsaufgabe, aber die Informationen aus mehreren Quellen widersprechen sich da ein wenig.

Der Grund für die Insolvenz soll tatsächlich die Zahlungsunfähigkeit sein. Eine bereits im Dezember verhängte Geldstrafe von umgerechnet 86 Millionen Euro sei nicht bezahlt worden. Die Fälligkeit war am 19. März. Als Grund wird genannt, dass die Konten von Google Russland eingefroren wurden, sodass das Unternehmen nicht bezahlen konnte. Ob die Konten tatsächlich eingefroren wurden, aus welchem Grund und von wem, lässt sich nicht sagen.

Verlässliche Informationen gibt es bisher nicht, aber für Google könnte das ein guter Grund sein, sich wirtschaftlich aus dem Land zurückzuziehen und vielleicht in ferner Zukunft einen Neustart zu wagen (ähnlich wie damals in China). Die kostenlosen Google-Dienste sollen auch weiterhin in Russland angeboten werden, sofern sie nicht von der Regierung gesperrt werden.

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[heise]


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