GMail: Neue Oberfläche mit integrierten Messengern wird ausgerollt – hier findet ihr alle Details (Video)

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Den allermeisten Google-Nutzern dürfte die Oberfläche von GMail wohlbekannt sein, denn es ist DAS zentrale Produkt, um das das gesamte Google-Konto herum aufgebaut ist. Dieser Rolle soll es mit einem neuen Design nun auch bei der Nutzung gerecht werden. Kurz vor dem breiten Rollout für alle Nutzer hat Google die neue Struktur nun im Detail gezeigt und erklärt, wie sich die Bereiche aufteilen.


gmail new design logo

GMail wurde im April 2004 gestartet und gehört damit längst zu den ältesten Google-Produkten, die noch dazu einen sehr großen Anteil an der Nutzerbindung haben. Dementsprechend sind viele Nutzer mit GMail gewachsen und kommen mit der auf den ersten Blick nicht gerade aufgeräumten Oberfläche gut zurecht. Natürlich ist alles dort, wo es hingehört, aber als neuer Nutzer kann man bei allen Zusatzleisten schon mal etwas länger suchen. Mit der neuen Oberfläche verschärft sich das.

Das neue GMail wird um eine zusätzliche Navigationsleiste am linken Rand erweitert, die vermutlich ein Teil des neuen Google App-Universums ist und nicht unbedingt zu GMail gehört. Es ermöglicht den schnellen Wechsel zwischen den dort verlinkten Apps, wobei man sich beim Launch erst einmal auf die Apps zur Kommunikation konzentriert – das sind GMail und die Messenger. Bezeichnet wird es als „App Menu“ und lässt sich nicht einklappen. Darin enthalten sind einige Apps sowie Benachrichtigungen aus mehreren Google-Apps.

Einen solchen zentralen Benachrichtigungsbereich gab es schon einmal – wer erinnert sich nicht an Mr. Jingles als Relikt aus Google+? Der Wechsel zwischen den einzelnen Apps war ebenfalls schon mehrfach möglich. Entweder über das App-Menü, vor vielen Jahren über eine Auflistung von Produkten am oberen Rand und anderen kurzzeitigen Lösungen. Das neue Modell wirkt aber final und dürfte uns viele Jahre begleiten.




gmail redesign 1

In obiger Grafik könnt ihr sehen, wie sich die Oberfläche des neuen GMail strukturiert. Es teilt sich grob gesagt in zwei Zeilen und vier Spalten. Die erste Zeile ist flach am oberen Rand und enthält das GMail-Logo, das Hamburger-Menü als Umschalter, die Suchleiste, den Status (bei Workspace-Nutzern) sowie das Standard-Menü, das man aus alle anderen Google-Apps kennt. Die zweite Zeile füllt dann den gesamten Bildschirm, teilt sich aber in vier Spalten auf.

Die erste Spalte enthält das neue App-Menü. Die zweite beinhaltet die eigentliche GMail-Navigation, die dritte ist das Hauptfenster von GMail mit allen E-Mails und die vierte Spalte am rechten Bildschirmrand enthält weitere App-Integrationen und Plug-Ins. Das erscheint für Powernutzer alles sehr sinnvoll, doch ich behaupte einfach einmal, dass die allermeisten Privatnutzer weder die links noch die rechte Seitenleiste benötigen werden. Doch während sich die rechte noch einklappen lässt, ist die linke ein fester Bestandteil.

Genau die linke und die rechte Spalte sind es auch, die ein wenig Verwirrung stiften: Mit der linken Leiste könnt ihr zu den diversen Messengern wechseln, während die rechte Verknüpfungen zu Mini-Versionen anderer Apps enthalten kann. Vom Kalender über Notizen bis hin zu Maps kann da vieles enthalten sein. Auch wenn es verschiedene Konzepte verfolgt, handelt es sich bei beiden um einen App-Umschalter. Wechselt man allerdings in der linken Leiste zu einem Messenger, verschwindet die rechte Spalte. Hier noch ein weiteres Beispiel sowie Googles Vorstellung im Video.

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Einige weitere Screenshots findet ihr in diesem Artikel, mit dem wir den überraschenden Rollout für Privatnutzer angekündigt haben. Ursprünglich war das neue Design nur für Business-Nutzer angekündigt worden, was entweder auf ein internes Kommunikationsproblem oder einen sehr schnellen Strategiewechsel hinweist. Beides ist gerade bei den Kommunikations-Apps nicht unbedingt das beste Omen.

Es ist offensichtlich, dass es Google vor allem um die Promotion der Messenger Google Chat und Google Meet geht. Allerdings ist auch Google Spaces auf den Screenshots zur Ankündigung zu sehen, obwohl es noch gar nicht für Privatnutzer geöffnet wurde. Außerdem fehlen die Messenger, die für Privatnutzer eher interessant wären: Google Duo und Google Messages. Beide verfügen über eine Webversion und sollte daher problemlos an dieser Stelle integriert werden können. Gerade der Abruf von SMS innerhalb der E-Mail-Oberfläche könnte praktisch sein.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich das weiter entwickelt und ob diese Leiste in Zukunft tatsächlich innerhalb von anderen Apps erscheint. Gerade bei den Google Drive-Apps würde es sich anbieten.

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